Flüchtlingsrat zeigt Senatoren nach Tod eines Abschiebehäftlings an

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Flüchtlingsrat zeigt Senatoren nach Tod eines Abschiebehäftlings an

von redaktion am 22.03.2010 13:44




Flüchtlingsrat zeigt Senatoren nach Tod eines Abschiebehäftlings an

Hamburg/Berlin (fhp/ddp). Nach dem Tod eines georgischen Abschiebehäftlings in Hamburg vor rund zwei Wochen hat der Flüchtlingsrat am Montag Strafanzeige gegen Senatoren der Stadt eingereicht. Man werfe ihnen Nötigung, Körperverletzung, unterlassene Hilfeleistung, Missachtung aller gesetzlichen Regeln einer Gewahrsamsverwaltung und gegebenenfalls von Jugendhilfegesetzen vor, teilte der Flüchtlingsrat mit. Die Strafanzeige richtet sich gegen Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU), Justizsenator Till Steffen (GAL) sowie gegen die Leitung der Untersuchungshaftanstalt.

Der Mann hatte sich am 7. März nach einem Hungerstreik im Haftkrankenhaus erhängt. Gegen ihn war zuvor Abschiebehaft angeordnet worden. Er sollte nach Polen abgeschoben werden, von wo er illegal eingereist war. Der Mann hatte sein Alter mit 17 Jahren angegeben. Später stellte sich heraus, dass er 25 Jahre alt war.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.03.2010 09:14.

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