Flüchtlingen zu helfen, ist humanitäre Verpflichtung
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Flüchtlingen zu helfen, ist humanitäre Verpflichtung
from redaktion on 02/15/2011 01:58 PM
Flüchtlingen zu helfen, ist humanitäre Verpflichtung

Roth
Zum Umgang mit Flüchtlingen aus Nordafrika erklärt Claudia Roth,
Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Auch für das, was sich jenseits der europäischen Grenzen abspielt, gibt
es eine Mitverantwortung. Wer lange Jahre Despoten hofierte, stützte und
dazu beitrug, dass sie ihre Länder ausplündern und den Menschen
Demokratie und Zukunftsperspektiven vorenthalten konnten, der hat auch
die aktuelle Flüchtlingsproblematik mitzuverantworten.
Deshalb reicht es nicht aus, einer siegreichen Demokratiebewegungen wie
der in Tunesien im Nachhinein zu gratulieren, ohne die eigene falsche
Politik grundlegend zu korrigieren. Statt länger Despoten und ihre
Politik der Ausplünderung zu stützen, müssen sie sich konsequent für
Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und nachhaltige Entwicklung engagieren.
Das ist der Weg, den Flüchtlingsstrom an seiner Wurzel zu packen. Im
Innern müssen die EU und die Bundesrepublik zurückfinden zu einer
humanen Flüchtlingspolitik, die EU-weit harmonisiert ist und die Lasten
zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten fair verteilt.
Es ist bodenlose Heuchelei, wenn Angela Merkel und ihre Hintersassen Uhl
und Mißfelder von Menschenrechten reden und ihre Politik als
,christlich‘ ausgeben, gleichzeitig aber eine reine
Flüchtlingsabwehrpolitik betreiben. In der Flüchtlingsfrage gibt es
einen europäischen Verantwortungszusammenhang, der tiefe Begründungen
aus christlichen und humanitären Leitbildern und auch der jüngeren
deutschen Geschichte bezieht.
Auch die Bundesrepublik trägt Verantwortung für das, was sich an den
Grenzen des gemeinsamen Europa abspielt. Auch unser Land muss
Flüchtlinge aus Nordafrika aufnehmen."
es eine Mitverantwortung. Wer lange Jahre Despoten hofierte, stützte und
dazu beitrug, dass sie ihre Länder ausplündern und den Menschen
Demokratie und Zukunftsperspektiven vorenthalten konnten, der hat auch
die aktuelle Flüchtlingsproblematik mitzuverantworten.
Deshalb reicht es nicht aus, einer siegreichen Demokratiebewegungen wie
der in Tunesien im Nachhinein zu gratulieren, ohne die eigene falsche
Politik grundlegend zu korrigieren. Statt länger Despoten und ihre
Politik der Ausplünderung zu stützen, müssen sie sich konsequent für
Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und nachhaltige Entwicklung engagieren.
Das ist der Weg, den Flüchtlingsstrom an seiner Wurzel zu packen. Im
Innern müssen die EU und die Bundesrepublik zurückfinden zu einer
humanen Flüchtlingspolitik, die EU-weit harmonisiert ist und die Lasten
zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten fair verteilt.
Es ist bodenlose Heuchelei, wenn Angela Merkel und ihre Hintersassen Uhl
und Mißfelder von Menschenrechten reden und ihre Politik als
,christlich‘ ausgeben, gleichzeitig aber eine reine
Flüchtlingsabwehrpolitik betreiben. In der Flüchtlingsfrage gibt es
einen europäischen Verantwortungszusammenhang, der tiefe Begründungen
aus christlichen und humanitären Leitbildern und auch der jüngeren
deutschen Geschichte bezieht.
Auch die Bundesrepublik trägt Verantwortung für das, was sich an den
Grenzen des gemeinsamen Europa abspielt. Auch unser Land muss
Flüchtlinge aus Nordafrika aufnehmen."


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