Boden in Jülich durch Reaktor-Störfall verseucht
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Neueste Beiträge zuerst ]
Boden in Jülich durch Reaktor-Störfall verseucht
von redaktion am 20.01.2010 15:46
Boden in Jülich durch Reaktor-Störfall verseucht

AVR Jülich
Jülich - Der Eigentümer des Jülicher Atomversuchsreaktors (AVR) hat mit Erstaunen auf Meldungen über radioaktive Verseuchung des Bodens unter der Anlage reagiert. Die «kaum messbare» Belastung sei seit zehn Jahren bekannt, teilte die AVR GmbH am Mittwoch in Jülich mit. Die Verstrahlung sei Folge eines Störfalls im Jahr 1978. Er könne nicht verstehen, warum die Verstrahlung jetzt thematisiert werde, sagte Sprecher Wilfried Hubrich. Einzelheiten seien den Behörden vor zehn Jahren unter Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) mitgeteilt worden.
Der Versuchsreaktor wird wegen des damaligen Störfalls seit 2003 vollständig abgebaut. Die AVR GmbH rechnet bis zum Abschluss 2015 mit einem Investitionsvolumen von 245 Millionen Euro. Nach Angaben von Experten wird in Jülich zum ersten Mal in Deutschland ein Hochtemperaturreaktor abgebaut. Der Reaktorbehälter wird mit Spezialbeton verfüllt in einem neu gebauten Zwischenlager auf dem gleichen Gelände die nächsten 30 bis 60 Jahre zwischengelagert.
Die Grünen hatten im Zusammenhang mit geplanten Atommüll- Transporten vom Forschungszentrum Jülich zum Brennelemente- Zwischenlager Ahaus im Münsterland eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt. In der Antwort hatte die Bundesregierung bestätigt, dass das Gelände um das Reaktorgebäude herum und unter den Fundamenten radioaktiv verseucht ist. Die Kontamination reiche bis ins Grundwasser.


Antworten