Blutiger Ramadan - polis-Presseschau
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Blutiger Ramadan - polis-Presseschau
von redaktion am 02.08.2011 08:40
Presseschau vom 02.08.2011

Bilder des Fernsehsenders al-Arabiya zeigen mutmaßlich verletzte Demonstranten in Hama -
überprüfen lässt sich dies nicht.
Blutiger Ramadan
Syriens Präsident Assad lässt seine Armee immer brutaler gegen sein Volk vorgehen. Das Regime versucht nun, die seit vier Monaten anhaltenden Aufstände mit immer blutigerer Gewalt niederzuschlagen. In der Stadt Hama sollen seit Sonntag bei Armeeangriffen mindestens 140 Menschen getötet worden sein. Die EU hat beschlossen ihre Sanktionen gegen Assad zu verstärken, der UN-Sicherheitsrat berät noch, auf Antrag Deutschlands, über Maßnahmen.

fr-online.de
UN beklagen "alarmierende Gewalt" in Syrien
... Die Gewalt des syrischen Regimes gegen das eigene Volk hat nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) eine neue Dimension erreicht. Seit Beginn des Konflikts seien mehr als 1500 Zivilisten getötet worden.
Allein der Militäreinsatz am Sonntag in der Stadt Hama habe nach glaubwürdigen Berichten bis zu 140 Menschen das Leben gekostet, sagte der Vize der politischen Abteilung der UN, Oscar Fernandez-Taranco, in einer von Deutschland beantragten Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. Fernandez-Taranco sprach von einer «alarmierenden Eskalation». ...

faz.net
Assad setzt die Offensive gegen seine Bürger fort
... Die syrische Armee hat am ersten Tag des islamischen Fastenmonats Ramadan ihre brutalen Angriffe auf Hochburgen des Protestes fortgesetzt. Nach übereinstimmenden Angaben von Menschenrechtlern und oppositionellen Aktivisten beschossen Soldaten am Montag den zweiten Tag in Folge Wohnviertel und unbewaffnete Zivilisten in der Stadt Hama. ...

spiegel.de
Uno prangert Assads Gewaltstrategie an
... Der Sicherheitsrat schlägt Alarm: Laut Uno sind bei den Unruhen in Syrien schon mehr als 1500 Zivilisten ums Leben gekommen. Tausende weitere Menschen sind verschwunden, darunter auch Kinder. Die Eskalation der Gewalt bringt selbst bisher zögerliche Nationen gegen Präsident Assad auf. ...

taz.de
Sturm auf eine geschlagene Stadt
... Die Menschen in Hama haben ihre Toten in öffentlichen Parks begraben, denn die Friedhöfe sind wegen der militärischen Belagerung nicht zu erreichen. "Viele Verwundete liegen noch im Krankenhaus", sagt Omar Habbal, ein ortsansässiger Oppositioneller. Auch in Moscheen und Privathäusern werden Verletzte behandelt, weil die Kliniken völlig überlastet sind. ...

sueddeutsche.de
Syrer erwarten blutige Fastenzeit
... Dass Präsident Baschar al-Assad wegen des Fastenmonats seine Militäroffensive gegen die eigenen Bürger einstellt, ist nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Am Sonntag hatte er die Protesthochburg Hama stürmen und dort ein Massaker anrichten lassen - ein brutaler Versuch, den Aufstand noch vor Beginn des Fastenmonats in den Griff zu bekommen. Menschenrechtsaktivisten zählten in ganz Syrien 142 Tote. Die Syrer betrauern sie als die ersten "Märtyrer" dieses Ramadans. ...
Foto: sz.de/dpa


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