„ … wie in den 80ern“ - polis-Presseschau

[ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Neueste Beiträge zuerst ]


redaktion
Administrator

46, Männlich

Beiträge: 2408

„ … wie in den 80ern“ - polis-Presseschau

von redaktion am 06.11.2010 10:04

Presseschau vom 06.11.2010



Der strahlende Transport durch die Nacht: Castor-Waggon mit Atommüll an Bord


„ … wie in den 80ern“

Und wieder rollt der Castor. Ziel: Gorleben. Nach einer ersten Blockade, schon in Frankreich, wird er am Samstag Vormittag die Grenze nach Deutschland passieren. Rund um Gorleben werden am Wochenende die größten Demonstrationen, inclusive aktivem Widerstand entlang der Zugstrecke, seit Jahrzehnten mit erwarteten 30.000 Atomkraftgegnern stattfinden.





fr-online.de

Aufstand der Landwirte

… In Klein Gusborn, dem Zentrum der Bäuerlichen Notgemeinschaft, ist diesmal vieles anders: "Kollegen, die über Jahre nicht mitgemacht haben, sind jetzt wider mit ihren Treckern dabei", sagt Lothar Matschke von der Notgemeinschaft der Landwirte, Selbst ein Kreistagsabgeordneter der CDU habe seine schweren Maschinen diesmal in Bewegung gesetzt. "Das wird hier eine Veranstaltung, wie wir sie zuletzt in den 80er Jahren erlebt haben", prophezeit Matschke während immer weitere Trecker auf den matschigen Acker knattern und die anderen Landwirte unter freiem Himmel Wasserleitungen verlegen, Öfen bauen und Feldküchen installieren. …




faz.net

Der Atommüll-Zug rollt wieder

… Zahlreiche Umweltgruppen und bekannte Künstler wie der Schriftsteller Günter Grass und der Musiker Udo Lindenberg riefen für diesen Samstag zu einer Demonstration in Dannenberg gegen die Endlagerung von Atommüll in Gorleben und gegen die Atomenergie auf, die Organisatoren erwarten die vermutlich größte Demonstration in den gut dreißig Jahren des Widerstands im Wendland. …




spiegel.de

"Eins, zwei, drei, los!"

… Seit Monaten laufen dazu die Vorbereitungen, die Atompolitik von Schwarz-Gelb scheint die Massen im Wendland zu mobilisieren. Überall sind gelbe Holzkreuze zu sehen, das Symbol der Castor-Gegner. Man spürt Rückenwind. "Ich bin ermutigt durch die Demo vor Kurzem in Berlin gegen die Laufzeitverlängerung", sagt Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament und Wendland-Bewohnerin. Sie hofft auf eine eindrucksvolle Demonstration. Man dürfe nicht vergessen, dass "hier ein großes Verbrechen" bevorstehe: "Wer Gorleben zum Endlager macht, der gefährdet damit das Leben und Wohlergehen von vielen Generationen." …




taz.de

Wohin nur mit dem Zeug?

… Inzwischen ist klar, dass der Atommüll für eine Million Jahre sicher eingeschlossen werden muss. Denn die radioaktiven Isotope, die bei der Atomspaltung entstehen, strahlen über viele hunderttausend Jahre. Beim Element Plutonium - das nicht zufällig nach dem römischen Gott der Unterwelt benannt wurde - etwa hat das in Brennelementen verwendete Isotop (239)Pu eine Halbwertszeit von 24.000 Jahren: Nach diesem Zeitraum ist das Material erst zur Hälfte zerfallen, nach 240.000 Jahren immer noch 0,1 Prozent vorhanden. Wegen der starken Strahlung gilt (239)Pu schon im Milliardstel-Gramm-Bereich als sicher krebserregend. …




taz.de

+ + + Live Ticker Castor-Proteste + + +

Merkel soll mit Demonstranten reden

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel fordert Kanzlerin Merkel auf, sich der Diskussion mit Atomgegnern in Gorleben zu stellen. In Berg/Pflaz wird trotz aller Gerüchte auf den Castor-Zug gewartet.

9.45 Uhr: Splietau bereitet sich auf Großdemo vor
Soundcheck auf der Kundgebungsbühne auf der Wiese in Splietau. Die ersten Ess- und Infostände werden aufgebaut. Gleich gegenüber im Camp Splietau wird rangiert. Die Bauern stellen einen ersten Teil-Treck zusammen.
9.30 Uhr: Merkel soll in Gorleben diskutieren
Vor der Ankunft des neuesten Atommülltransports in Deutschland fordert SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel laut der Agentur dapd Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Chefs der vier Atomkraftwerksbetreiber in Deutschland zu einer Diskussion mit den Anti-Atomkraft-Demonstranten in Gorleben auf.
"Frau Merkel und ihre vier Freunde sind es, die einen gesellschaftlichen Großkonflikt wieder eröffnet haben, der durch den Atomausstieg längst befriedet war", sagte Gabriel am Samstag.
Der niedersächsische Verfassungsschutz rechnete mit einer hohen Zahl gewaltbereiter Demonstranten. Grünen-Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin sagte, er erwarte friedliche Proteste. (dapd)
9 Uhr: Gruppe "Südblockade" rechnet mit Berg
Berg/Südpfalz, Grenzland Frankreich/Deutschland: In Berg finden Kundgebung und Demonstration gegen den Castortransprt wie geplant am Vormttag statt - trotz Verspätung des Zuges und aller Gerüchte über dessen Umleitung über Metz (F) und das Saarland.
Die Gruppe "Südblockade" rechnet fest damit, dass der Castor die Grenze bei Lauterbourg/Berg passieren wird, etwa gegen 15/16 Uhr. Eine Routenänderung würde die Polizei "restlos überfordern", hieß es. Man könne dort nicht die ganze Planung über den Haufen werfen und Tausendschaften von Polizisten irgendwohin ins Saarland karren.
In Berg ist die Bahnstrecke auf Kilometer mit Natodraht abgesperrt worden. Die Polizei hat ihr Hauptquartier im nahen Wörth am Rhein aufgeschlagen
…..

Foto: faz.net/AFP

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.11.2010 10:20.

« zurück zum Forum