Show-Time in Kabul - polis-Presseschau

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polis
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Show-Time in Kabul - polis-Presseschau

von polis am 18.09.2010 09:19




Presseschau vom 18.09.2010



Wahlplakate in Jalalabad


Show-Time in Kabul

Die anstehenden Parlamentswahlen in Afghanistan sehen internationale Beobachter als betrügerische Farce. Während das offizielle Amerika den Urnengang als „Meilenstein“ einer afghanischen Demokratisierung bezeichnet, zieht im Hintergrund der amtierende Präsident ­Karsai seine machtpolitischen Strippen.





fr-online.de

Wahl in der Fassaden-Demokratie

… Einige hundert Wahllokale bleiben geschlossen, weil die Sicherheitskräfte sich nicht in der Lage sehen, die Wähler zu schützen. Und es mehren sich Berichte, dass auch wieder gefälscht und gemauschelt wird, was das Zeug hält. Thomas Ruttig, Ko-Direktor des Afghanistan Analyst Network, spricht bereits von einer bloßen „Fassaden-Demokratie“. …




faz.net

Wahlkampf in Geisterwahllokalen

… Auch diesmal sind bei der FEFA zahlreiche Berichte eingegangen, die auf die Vorbereitung von Manipulationen hindeuten. Unter anderem wird Polizeichefs und Gouverneuren verschiedener Provinzen und Distrikte vorgeworfen, mit Hilfe von Staatsmitteln bestimmte Kandidaten zu unterstützen. Auch der Verkauf von Stimmkarten scheint weit verbreitet zu sein – in Laufe der vergangenen Jahre sind etwa fünf Millionen mehr Karten ausgegeben worden, als es laut Schätzungen Wahlberechtigte gibt. …




spiegel.de

Taliban verschleppen Kandidaten vor Parlamentswahl

Kurz vor der Parlamentswahl in Afghanistan haben Taliban zwei Politiker und zahlreiche Wahlhelfer entführt - und die Extremisten drohen mit weiteren Angriffen. Die Gewalt überschattet die Abstimmung, viele Menschen könnten aus Angst am Samstag den Wahllokalen fernbleiben. …




taz.de

Chaotisch, umkämpft und manipuliert

… Kein Wunder, dass das Interesse der Afghanen an diesen Wahlen gering ist. Daran ändern auch die vielen bunten Plakate nichts. Die Menschen sorgen sich, was passiert, wenn der Westen seine Ankündigungen wahrmacht und seine Soldaten abzieht, bevor das Land auf einem positiven Weg ist.
Wie soll das gehen, fragt sich etwa der Karsai-Kritiker Ahmad Behsad, wenn "die Regierung in Korruption versinkt" und der Westen nur mit immer mehr Geld nach den Problemen wirft und die Wahl am Sonnabend lediglich als seine politische Abschiedsvorstellung vom Hindukusch betrachtet.

Foto: taz.de/dapd

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