Dammbruch? - polis-Presseschau
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Dammbruch? - polis-Presseschau
von redaktion am 07.07.2010 08:38
Presseschau vom 07.07.2010

Direkt danach darf künftig auf Gendefekte getestet werden:
künstliche Befruchtung einer menschlichen Eizelle im Labor.
Dammbruch?
Mit seinem Urteil zur Präimplantationsdiagnostik (PID) entfacht der Bundesgerichtshof eine neue, weitreichende Bioethik-Diskussion in Deutschland. PID-Befürworter atmen auf, Kritiker befürchten einen Dammbruch, hin zur Selektion von lebenswertem und nicht lebenswertem Leben.

fr-online.de
Auswahl mit Risiko
Die Präimplantationsdiagnostik birgt Chancen. Erbkrankheiten können erkannt werden. Kritiker warnen vor Missbrauch. Die FR sagt, worum es geht. …

faz.net
Mit dem Embryonenschutzgesetz vereinbar
Die Präimplantationsdiagnostik wird von den bestehenden Gesetzen nicht erfasst. Das hat den Bundesgerichtshof veranlasst, einen Arzt freizusprechen. Die Untersuchung von Embryonen auf Erbkrankheiten außerhalb des Mutterleibs verstoße nicht gegen das Embryonenschutzgesetz. …

taz.de
Selektion ist zulässig
Künstlich gezeugte Embryonen dürfen auf Erbkrankheiten untersucht werden, bevor sie in die Gebärmutter eingepflanzt werden. Dies hat am Dienstag der Bundesgerichtshof entschieden. Der Berliner Arzt Matthias B., der eine Kinderwunschklinik betreibt, wurde freigesprochen.
In der Klinik von B. werden jährlich hunderte von Kindern künstlich gezeugt. Zumindest bei drei Ehepaaren hat er 2005 und 2006 die im Reagenzglas entstandenen Embryonen auf Gendefekte untersucht, bevor er sie der jeweiligen Mutter einpflanzte. Die Paare hatten zuvor bereits Fehlgeburten erlitten oder schwer behinderte Kinder bekommen. Bei insgesamt vier der acht untersuchten Embryonen stellt B. gravierende genetische Auffälligkeiten fest. Die Eltern entschieden sich dann gegen eine Einpflanzung und der Mediz - Embryonen absterben. …

welt.de
BGH-Urteil startet neue Debatte um Embryonenschutz
… Die Entscheidung hat Folgen: Das Embryonenschutzgesetz muss gründlich überarbeitet oder durch ein – von vielen Experten gefordertes – Fortpflanzungsmedizingesetz ergänzt werden, das klare Regeln setzt. Reproduktionsmediziner und Paare mit genetischer Vorbelastung fordern seit Langem, dass die PID auch in Deutschland in Grenzen erlaubt werden soll. ...
Foto: taz.de/dpa


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