Der Spalter geht - polis-Presseschau
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Der Spalter geht - polis-Presseschau
von redaktion am 26.05.2010 08:14
Presseschau vom 26.05.2010

Roland Koch: Konservativer Katholik, kalkulierender Polarisierer.
Der Spalter geht
Überraschung. Die Ankündigung seines Rücktritts traf Freund und Feind gleichermaßen unvorbereitet. Roland Koch gibt bis Ende August alle politischen Ämter ab. Trauer darüber hält sich weitgehend in Grenzen.

fr-online.de
Koch überrascht auch die Kanzlerin
… Als Roland Koch seinen Rücktritt verkündet, sitzt Angela Merkel im Flugzeug, Tausende Kilometer entfernt. Sie hat gerade eine Erdgas-Tankstelle in Abu Dhabi eingeweiht, als die hessische Staatskanzlei ihre Einladung zur Pressekonferenz herausgibt. Sie hat über das Engagement der deutschen Wirtschaft in der Golf-Region gesprochen, als sich in Hessen und Berlin herumspricht, dass Koch zurücktreten wird. …

faz.net
Ein konservativer Vollblutpolitiker
Alle, die glaubten, Roland Koch habe nichts sehnlicher gewollt, als EU-Kommissar von Gnaden der Kanzlerin oder Minister unter ihr zu werden, haben seinen Ehrgeiz, seinen Realismus und sein Gefühl für Würde unterschätzt. Nun hat er genug vom Blutvergießen. Zurück bleibt eine verarmte CDU. …

spiegel.de
Bouffier erbt die Koch-Krisen
… Bouffier ist nicht nur ein langjähriger loyaler Weggefährte Kochs - er ist auch noch einmal sechs Jahre älter als sein Vorgänger. Von Aufbruch in neue Zeiten kann da nicht die Rede sein. Derzeit hat er einen unangenehmen Untersuchungsausschuss am Hals: Die Opposition wirft Bouffier vor, den Posten eines Bereitschaftspolizeipräsidenten rechtswidrig einem ihm nahestehenden Parteifreund zugeschanzt zu haben. …

taz.de
"Politik ist nicht mein Leben"
… Das Land Hessen sei dank seiner elfeinhalbjährigen Amtszeit auf einem guten Weg und "stabil", sagte Koch. Deshalb könne er gehen: "Ich möchte erreichen, dass es bei Beibehaltung des politischen Kurses dieses Landes einen Wechsel gibt." Was er stattdessen tun wolle, verriet er nicht. Koch erklärte aber, er werde sich wieder "im Bereich von Wirtschaft und unternehmerischen Entscheidungen betätigen". Für ihn als Rechtsanwalt sei es sicher, dass Menschen wie er "auf beiden Seiten der Bank gut zu gebrauchen" seien. Wichtig sei ihm, wiederholte er immer wieder, dass er seinen Schritt freiwillig und "selbstständig" ohne Druck und Zwang "wohlüberlegt" getan habe. Feste Pläne habe er nicht. Zuerst wolle er sich einige Monate Auszeit "zum Durchatmen" gönnen und dann "ein Stück abwarten", was auf ihn zukomme. ...
Foto: faz.net


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