FDP verprellt Stammwähler

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FDP verprellt Stammwähler

von redaktion am 19.04.2010 09:32




FDP verprellt Stammwähler

Düsseldorf/Berlin (rdp/ddp). Die Enttäuschung der FDP bei deutschen Führungskräften beschleunigt sich einer Umfrage zufolge. 37 Prozent der Manager haben nach eigenen Angaben bei der vergangenen Bundestagswahl mit Zweitstimme FDP gewählt, heute sagen nur noch sechs Prozent, ihnen gefalle die FDP am besten. Das zeigt eine Umfrage des Psephos-Instituts unter knapp 520 Führungskräften im Auftrag des «Handelsblattes» (Montagausgabe) und der Unternehmensberatung Droege & Comp.

85 Prozent der Führungskräfte in Deutschland sind «Ã¼berwiegend» oder sogar «völlig» unzufrieden mit der FDP. Das freundlichste Urteil der Spitzenmanager über die Leistung der Liberalen seit dem Start der schwarz-gelben Bundesregierung in Berlin lautet «Ã¼berwiegend zufrieden», und das stellen der FDP lediglich 15 Prozent aus.

Vor allem die Parteispitze der FDP sieht in den Augen der Manager blass aus. Sowohl für die Außenpolitik von Parteichef Guido Westerwelle als auch für die Wirtschaftspolitik von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hagelt es Kritik. Nach Meinung der Manager sind sie «eher unauffällig». Mit jeweils mehr als 20 Prozent ist der Anteil der Befragten, die die Arbeit der beiden FDP-Spitzenpolitiker als «enttäuschend schlecht» bezeichnen, allerdings größer als der Anteil derer, die sie «zufriedenstellend» nennen.

Das Prädikat «lobenswert» vergibt mit jeweils einem Prozent dagegen nur ein verschwindend geringer Anteil. Der einzige Liberale, der bei der Wirtschaftselite derzeit punktet, ist Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler: Er verrichtet seine Arbeit in den Augen von mehr als 60 Prozent der befragten Führungskräfte «zufriedenstellend» oder sogar «lobenswert».

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.04.2010 09:32.

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