Linke kritisiert Rückgang bei Einbürgerungen
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Linke kritisiert Rückgang bei Einbürgerungen
von redaktion am 28.01.2010 15:25
Linke kritisiert Rückgang bei Einbürgerungen
Berlin - Die Linke hat die Bundesregierung verantwortlich gemacht für einen erwarteten weiteren Rückgang bei den Einbürgerungen. Zu erwarten sei ein Rückgang um rund zehn Prozent «auf geschätzt 80 000 bis 85 000 Einbürgerungen», sagte die migrationspolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, Sevim Dagdelen, am Donnerstag in Berlin unter Berufung auf die bisher vorliegenden Zahlen zu Einbürgerungstests, die Rückschlüsse auf die Zahl der Einbürgerungen zulassen. Bis September nahmen 49 552 Menschen an einem Test teil, nach Angaben der Regierung bestanden ihn 98,4 Prozent. Endgültige Zahlen liegen frühestens im Februar vor.
«Die Einbürgerungszahlen für 2009 werden für die Bundesregierung ein Desaster und eine Bankrotterklärung ihrer restriktiven Einbürgerungspolitik», sagte Dagdelen. Verantwortlich für den erneuten Rückgang seien «die gezielten Verschärfungen im Einbürgerungsrecht und der im September 2008 eingeführte Einbürgerungstest.»
Von der Bevölkerung mit Migrationshintergrund waren 2008 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes etwa 7,3 Millionen Ausländer und 8,3 Millionen Deutsche. Fast jeder fünfte Einwohner (19 Prozent) war damals ein Zuwanderer oder stammte aus einer Zuwandererfamilie.


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