SPD bietet Bartsch politisches Asyl an

[ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Neueste Beiträge zuerst ]


redaktion
Administrator

46, Männlich

Beiträge: 2408

SPD bietet Bartsch politisches Asyl an

von redaktion am 15.01.2010 13:20




SPD bietet Bartsch politisches Asyl an



Dietmar Bartsch

Berlin - SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat Linken-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch politisches Asyl in der SPD angeboten. Es werde in der Linkspartei offenbar eng für diejenigen, die nicht auf Populismus und starke Sprüche setzen, sagte Steinmeier der «Bild»-Zeitung (Samstag). «An den Rand gedrängt werden von den Ideologen diejenigen, die mit Vernunft und Verantwortung was für die Menschen bewegen wollen. Wer von denen den Weg zur SPD gehen will, findet offene Türen.»

Mit dem Angebot versucht die SPD nun offensichtlich den Spieß umzudrehen: In der Vergangenheit waren zahlreiche SPD-Politiker zur Linkspartei gewechselt, weil sie den Kurs der SPD nicht mehr sozial genug fanden.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel kritisierte Linken- Parteichef Oskar Lafontaine. «Weltoffene und verantwortungsbewusste Menschen haben neben Oskar Lafontaine keinen Platz», sagte Gabriel der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Dass Lafontaine den im Osten beliebten Politiker Bartsch zum Rückzug gezwungen habe, zeige, «dass Lafontaine mit den Bedürfnissen der Menschen in Ostdeutschland heute genauso wenig anfangen kann wie 1989.»

Bartsch hatte am Freitag im innerparteilichen Machtkampf bei der Linkspartei erklärt, Mitte Mai beim Parteitag in Rostock nicht erneut für das Amt des Bundesgeschäftsführers zu kandidieren. Sein Verhältnis zu Parteichef Oskar Lafontaine gilt als zerrüttet. Während Bartsch einen realpolitischen Kurs mit Regierungsbeteiligung anstrebt, steht Lafontaine eher für einen radikalen Oppositionskurs.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.01.2010 13:22.

« zurück zum Forum