Zeitspiel - polis-Presseschau
Erste Seite | « | 1 | 2
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Älteste Beiträge zuerst ]
Re: Zeitspiel - polis-Presseschau
von Trotzki am 02.02.2011 17:15Wir sollten für jeden Tag, den Mubarak durchhält, dankbar sein. Ein Machtvakuum wäre das Letzte, was wir dort gebrauchen können. El Baradei ist ein Theoretiker, der nicht zum Regierungschef taugt und jemand anderes ist nicht in Sicht.
Obama sollte vorsichtig sein mit seinen Ratschlägen, wenn er die Problemlösung nicht schon mit der Armeeführung geklärt hat. So berauschend gut waren seine Werke in der gesamten bisherigen Amtszeit nicht, dass man ihm unumschränkte Kompetenz zugestehen könnte.
Zeitspiel - polis-Presseschau
von redaktion am 02.02.2011 09:41
Presseschau vom 02.02.2011

Friedlicher Protest unter Militärbeobachtung in Kairo
Zeitspiel
Ägyptens Präsident Mubarak spielt auf Zeit. Er werde zu den Wahlen im September nicht mehr kandidieren erklärte er in einer gestrigen Ferneshansprache. In Kairo waren derweil mehr als eine Million Menschen auf den Straßen und forderten seinen sofortigen Rücktritt.

faz.net
Kein Rücktritt, aber Verzicht auf weitere Amtszeit
… Der ägyptische Staatspräsident Husni Mubarak bewirbt sich bei der Präsidentenwahl im September nicht um eine weitere Amtszeit. Im Staatsfernsehen behauptete der 82 Jahre alte Machthaber am späten Dienstagabend, er habe nie vorgehabt, noch einmal anzutreten. Doch werde er seine im September endende Amtszeit zu Ende bringen.
Seine letzten Monate als Präsident wolle er nutzen, um die „friedliche Übergabe der Macht“ an die neue Regierung zu überwachen. …

spiegel.de
Mubaraks Rückzugsplan provoziert Regimegegner
… Die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairos Zentrum ließen ihren Präsidenten gar nicht erst ausreden. Gegen 23 Uhr (Ortszeit) harrten dort nach den größten Protesten in der Geschichte Ägyptens noch immer Zehntausende Regimegegner aus. Und kaum hatte Husni Mubarak am Dienstagabend die ersten Minuten seiner Rede im Staatsfernsehen absolviert, ging seine Stimme in einem lauten Pfeifkonzert unter. "Hau ab, hau ab", skandierten die Menschen. Oder: "Das ist uns nicht genug, damit kommst du nicht davon." …

taz.de
Mubarak enttäuscht sein Volk
… Mubaraks Sturheit könnte nun ein Umschlagen der friedlichen Proteste in Gewalt zur Folge haben, befürchtet man nun in Washington. Schließlich schwor der bedrängte Präsident, er werde die Ordnung wiederherstellen. Dafür müsste er seine verhasste Polizei einsetzen, die in 30 Jahren Ausnahmerecht willkürliche Verhaftungen vornehmen und Festgenommene ohne Anklage in Gefängnissen verschwinden lassen konnte. …

sueddeutsche.de
Obama drängt Mubarak zur Abgabe der Macht
… US-Präsident Barack Obama hat Ägyptens Präsidenten Hosni Mubarak in einem persönlichen Gespräch gedrängt, sofort den Weg zur Demokratie freizumachen. "Ein geordneter Übergang muss bedeutungsvoll sein, muss friedlich sein und muss jetzt beginnen", sagte Obama in Washington. Er habe dies in einem Telefonat mit Mubarak nach dessen Rede verdeutlicht. "Er erkannte an, dass der gegenwärtige Zustand nicht aufrechterhalten werden kann." ...
Foto: taz.de/dpa


Antworten