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Neues Deutschland: zur hitzigen Debatte um das Kommunismus-Zitat Gesine Lötzsch
von redaktion am 07.01.2011 09:44
Neues Deutschland: zur hitzigen Debatte um das Kommunismus-Zitat von Linksparteichefin Gesine Lötzsch
Berlin (rdp/ots) - Hysterie kann man es eigentlich nicht mal nennen, was die Dobrindt, Gröhe, Westerwelle, Steinmeier et al da um einen von der LINKEN gewollten »Kommunismus« aufführen. Sie wissen ja selbst, dass Gesine Lötzsch und ihre Partei völlig unverdächtig sind, in vergangene Zeiten zurückzukehren.
Die ganze Empörung ist gespielt, scheinheilig und ein beklemmender Ausdruck der Geistlosigkeit, die auf den Gipfeln der Politik nistet. Hierzulande nistet, muss man dabei anfügen - in Frankreich und anderswo würden Konservative sich zutiefst schämen, sich mit einer solchen Armseligkeit in einer »Debatte« zu prostituieren.
Aber armselig ist leider auch, was man aus Teilen der LINKEN als Reflex hört. Der Thüringer Fraktionschef Bodo Ramelow hätte sich »gewünscht, dass auch Gesine Lötzsch dieses Wort nicht gebraucht hätte, ohne der blutigen Spur des Kommunismus auch nur einen Viertelsatz zu widmen«. Stefan Liebich vom Forum Demokratischer Sozialismus innerhalb der LINKEN sagte Ähnliches.
Das kann man vereinbaren - wenn fortan auch das Wort Christentum nie mehr gebraucht wird, ohne dessen blutige Spur der Brandmorde an Hexen und Ketzern, der Kreuzzüge und der Kumpanei des Vatikan mit dem Hitler-Faschismus »einen Viertelsatz zu widmen«. Und wenn von den hehren Grundsätzen der bürgerlichen Gesellschaft, von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nie mehr die Rede ist, ohne anzufügen, dass sie im Blut der französischen Revolution geboren und durch eine bürgerliche Schreckensherrschaft getauft wurden.
Ja, sie wischen heute alle den Schwamm darüber, Union und Liberale auch darüber, dass es Abgeordnete ihrer Vorläuferparteien waren, darunter ein späterer Bundespräsident, ein Ministerpräsident, ein Bundesminister und ein Senator, die die Hand für Hitlers Ermächtigungsgesetz hoben. Sollte man in Analogie eines Herrn Vaatz sagen: »Wären morgen die Voraussetzungen dafür gegeben, Union und FDP hätten keinerlei Skrupel, die Demokratie erneut abzuschaffen«?
Ein paar Jahrzehnte mehr oder weniger zurück in der Geschichte, hierhin und dorthin - Hinzulernen ist relativ. Nur begibt sich außer jenen Antikommunisten kaum jemand auf ein solches Niveau. Die »Debatte« zeigt vor allem die allgemeine Verarmung des Politischen und deren Auswirkungen in der LINKEN selbst.
Dürfen, wollen wir uns noch Visionen erlauben? Das ist die eigentliche Frage, die man aus dem Text der LINKEN-Vorsitzenden gerne herauslesen möchte, die diese indes - das wäre eine Kritik! - nur am Rande streift. Es geht ihr dort ja mehr um den Öffentlich geförderten Beschäftigungssektor als um die - nochmals ja: historisch tief befleckte - Idee des Kommunismus.
Als man sich 2009 sorgte, dass die Finanzkrise das ganze kapitalistische System in Klump hauen und in einem »Blutbad« ertränken könnte (Handelsblatt), verästelte sich bis in konservative Medien hinein das Nachdenken über gesellschaftliche Alternativen. Nun werden Zweige zertreten, die kaum zu sprießen beginnen. Huch, Kommunismus, welch Schrecken - diese Menschheitsidee von Freiheit und Solidarität, von individueller und sozialer Emanzipation.
Alles ist gut - polis-Presseschau
von redaktion am 07.01.2011 09:02
Presseschau vom 07.01.2011

Frei von Selbstkritik - Alles ist gut.
Alles ist gut
In seiner mit Spannung erwarteten Rede zum Dreikönigstreffen der FDP verblüfft Guido Westerwelle seine Zuhörer. Kein Wort zur katastrophalen Situation der Partei. Kein Wort zur Kritik an seiner Person. Stattdessen Lobpreisung der Koalitionsarbeit, der FDP und der eigenen Person.

fr-online.de
Angriffslust statt Selbstkritik
Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle gibt den Kampf nicht verloren und schiebt Kritik beiseite: Beim traditionellen Dreikönigstreffen in Stuttgart präsentiert er sich unbeeindruckt vom Debakel seiner Partei und der Demontage seiner selbst. …

faz.net
Hier steht die Sandburg der Republik
Guido Westerwelle kann nicht anders: Er bleibt sich treu. Auf dem Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart gab es nicht viel Neues: Lob für den Generalsekretär und die Arbeit der Regierung in seiner Rede - und zum Abschluss die traditionellen, alten Geschichten. …

spiegel.de
FDP vertagt den Königsmord
Die FDP steckt in der Krise, dümpelt in den Umfragen dahin, führt Personaldebatten um ihr Spitzenpersonal. Doch im Staatstheater von Stuttgart gibt es eine andere Wirklichkeit: die des Guido Westerwelle.
Der Vizekanzler und Außenminister vollbringt auf dem Dreikönigstreffen ein kleines Wunder: Mit keinem einzigen Satz geht er direkt auf die Lage seiner FDP ein. …

taz.de
Der Feind steht links
… Die Selbstkritik, die viele Beobachter von dieser fast 70-minütigen Rede erwarteten, fällt extrem kurz aus: Im ersten Regierungsjahr habe die Partei sich zu wenig an den Leitsatz "Freiheit zur Verantwortung" gehalten. "Das haben wir verstanden. Aber gekämpft werden muss, weil Deutschland nicht den Linken überlassen werden darf." Damit ist Westerwelles Linie klar: Die oftmals für überflüssig erklärte FDP werde gebraucht, um linke Mehrheiten zu verhindern. "Wer die Freiheit liebt, braucht die FDP", sagt Westerwelle. ...
Ohne soziale Gerechtigkeit keine Zukunftsfähigkeit
von redaktion am 05.01.2011 18:33
Buntenbach: Ohne soziale Gerechtigkeit keine Zukunftsfähigkeit
Buntenbach
Berlin (rdp). Zu der vergleichenden Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung zur sozialen Gerechtigkeit in den OECD-Ländern erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach:
Die in der Studie benannten Hauptdefizite bei der Armutsvermeidung, Bildung und Integration von Arbeitslosen hängen eng zusammen und müssen deshalb im Paket angegangen werden. Faktisch passiert jedoch das Gegenteil, wie die Diskussion um die beschämende Mini-Erhöhung der Hartz IV-Regelsätze zeigt. Statt wirksamer und nachhaltiger Investitionen in die Köpfe unserer Kinder plant die Bundesregierung ein viel zu klein geratenes Bildungspäckchen für Kinder im Hartz IV-Bezug, das im Wesentlichen der privaten Nachhilfeindustrie und dem Bürokratieaufbau nutzen wird.
Die in Deutschland immer weiter um sich greifenden Armutslöhne – nicht nur in der Leiharbeitsbranche – sind ebenfalls Teil des Gerechtigkeitsproblems.
Wenn selbst Vollzeit arbeitende ArbeitnehmerInnen ihre Familien nicht mehr finanzieren können und auf Hartz IV-Leistungen angewiesen sind, stimmt etwas nicht im System. Deshalb brauchen wir endlich flächendeckend Existenz sichernde Mindestlöhne.
Auch was die Integration von Langzeitarbeitslosen betrifft, tut die Bundesregierung das Gegenteil von dem, was nötig ist. In diesem Jahr werden die Mittel für Eingliederungsmaßnahmen im Hartz IV-Bereich um fast 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gekürzt. Hier spart die Bundesregierung nicht im Bundeshaushalt, sondern an den Zukunftschancen nicht nur der Arbeitslosen, sondern der Gesellschaft insgesamt.
Ohne Investitionen in den Sozialstaat steht die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft insgesamt auf dem Spiel. Denn der Sozialstaat ist nicht Anhängsel der Wirtschaft, sondern zentrales Element einer modernen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung.“
Ungarn - Pressefreiheit wird abgeschafft
von redaktion am 05.01.2011 17:33
Ungarn - Pressefreiheit wird abgeschafft

05. Jan. 2011 – Der Deutsche Journalisten-Verband hat die EU-Kommission aufgefordert, das neue ungarische Mediengesetz und die Aktivitäten des Budapester Medienrates umgehend zu prüfen und wirksame Schritte zu deren Abschaffung einzuleiten. „Das Mediengesetz schränkt die Pressefreiheit in Ungarn nicht ein, es schafft sie ab“, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Die EU-Kommission kann nicht tatenlos zusehen, wie ausgerechnet das Mitgliedsland demokratische Grundwerte zerstört, das seit wenigen Tagen die EU-Ratspräsidentschaft innehat.“
Die bisherigen Proteste gegen das Mediengesetz seien wirkungslos geblieben, stellte Konken fest. Das zeige das aktuelle Vorgehen des Medienrates gegen die ungarische RTL-Tochter wegen eines im Oktober letzten Jahres ausgestrahlten Beitrags, der angeblich zu reißerisch gewesen sein solle. Konken: „Dass die neue Behörde auch in solchen Fällen aktiv wird, die vor Inkrafttreten des Gesetzes lagen, hat mit Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun. Das ist pure Willkür.“
Als bedauerlich bezeichnete der DJV-Vorsitzende, dass sich die deutsche Bundesregierung offenbar vor wenigen Tagen erstmals mit den medienfeindlichen Entwicklungen in Ungarn befasst habe. „Die Bundeskanzlerin darf die Pressefreiheit nicht erst dann verteidigen, wenn sie abgeschafft werden soll“, forderte Konken.
Die Herren vom Spiegel verlieren völlig die Fassung!
von redaktion am 05.01.2011 17:08Die Herren vom Spiegel verlieren völlig die Fassung!

Lötzsch
"Spiegel-Hass-Artikel ist ein Armutszeugnis für das Hamburger Blatt", erklärt die Vorsitzende der Partei DIE LINKE, zum Artikel ‚Linke -Chefin erklärt Kommunismus zum Ziel der Partei’ Gesine Lötzsch weiter:
Ich erkläre ausdrücklich, dass für mich linke Politik insgesamt und die Politik der Partei DIE LINKE in der herausfordernden Tradition ‚Gesellschaft verändernder radikaler Realpolitik’ steht. Ich verweise auf die Vorschläge der Partei DIE LINKE zur Lösung der Finanzkrise und zur Bewältigung der ökologischen Herausforderung. Ich werbe für den öffentlichen Beschäftigungssektor und die Demokratisierung der Wirtschaft. Ausdrücklich stelle ich fest, dass sich die wichtigsten Probleme der Gegenwart nicht mit militärischen Mitteln lösen lassen. Ich zitiere Luxemburgs Abgrenzung zu Lenin und Trotzki: ‚Das Negative, den Abbau kann man dekretieren, den Aufbau, das Positive, nicht.’ Ich zitiere Rosa Luxemburgs Forderung nach der Freiheit des Andersdenkenden und weise darauf hin, dass sich deswegen der sowjetische Parteikommunismus nicht mit ihr, die für die Partei DIE LINKE eine der wichtigsten Bezugspersonen der Arbeiterbewegung ist, versöhnen lässt.
Und ich fordere zum Schluss eine Politik, die beweist, dass dem demokratischen Sozialismus die Zukunft gehört.
Mein Artikel ist auf der Seite: www.die-linke.de zu lesen."
Gröhe: Skandalöse Kommunismus-Sehnsucht der Linkspartei
von redaktion am 05.01.2011 16:41
Gröhe: Skandalöse Kommunismus-Sehnsucht der Linkspartei

Gröhe
Berlin (rdp). Zu dem Beitrag "Wege zum Kommunismus" der Vorsitzenden der Linkspartei, Gesine Lötzsch, - veröffentlicht in der Tageszeitung "Junge Welt" - erklärt der Generalsekretär der CDU Deutschlands, Hermann Gröhe:
Die skandalöse Kommunismus-Sehnsucht von Gesine Lötzsch ist ein Schlag ins Gesicht aller Opfer dieser menschenverachtenden Ideologie. Einmal mehr wird klar: Die Linkspartei ist und bleibt die Erbin der SED. Sie will die freiheitliche Ordnung des Grundgesetzes nur taktisch nutzen und strebt eine Überwindung unseres politischen Systems an. Das Ziel bleibt der Kommunismus. Dabei gilt: Wo auch immer in der Welt man sich von der kommunistischen Ideologie hat leiten lassen, waren brutale Unterdrückung und ein wirtschaftliches, soziales und ökologisches Desaster die Folge. Zig Millionen Menschen bezahlten diesen Machtwahn mit ihrem Leben.
Wer nach 20 Jahren Deutscher Einheit immer noch von Rosa Luxemburgs Plänen der "Machteroberung" schwärmt und den Systemwechsel propagiert, der hat aus der blutigen Geschichte des Kommunismus nichts gelernt. Und wer verächtlich über unsere Demokratie herzieht und den Zusammenbruch von EU und USA herbei beschwört, zugleich aber die schrecklichen Verbrechen der SED mit keinem Wort erwähnt, der verhöhnt die Opfer von Diktatur und Gewaltherrschaft.
Zudem wird deutlich, dass die Linkspartei in den Sozialdemokraten lediglich die Handlanger für den Systemwechsel sieht. Die SPD muss jetzt endlich zur Besinnung kommen und sich klipp und klar von einer Zusammenarbeit mit derartigen Verfassungsfeinden distanzieren. Das sind Gabriel & Co. den Millionen Opfern kommunistischer Gewaltherrschaft schuldig.
Hochtief-Aufsichtsrat Klaus Wiesehügel will ACS-Aufsichtsratsmandat ablehnen
von redaktion am 05.01.2011 12:29
Hochtief-Aufsichtsrat Klaus Wiesehügel will ACS-Aufsichtsratsmandat ablehnen

Wiesehügel
Düsseldorf/Berlin (rdp/ots) - Hochtief-Aufsichtsrat Klaus Wiesehügel will Angebote, in den ACS-Aufsichtsrat zu wechseln, ausschlagen. "Wenn ich ein solches Angebot bekäme, würde ich es ablehnen. Ich bin nicht käuflich und will auch niemandem Anlass geben, das zu behaupten", sagte Wiesehügel der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Der Chef der Gewerkschaft IG Bau war während der Übernahmeschlacht um Hochtief wegen angeblicher Geheimverhandlungen mit der ACS-Konzernspitze in die Kritik geraten. In seinem Streit mit Hochtief-Betriebsratschef Siegfried Müller hofft Wiesehügel auf eine baldige Versöhnung. "Ich habe ihm eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch geschickt", sagte Wieshügel.
Triumph mit Beigeschmack
von redaktion am 05.01.2011 10:31
Börsen-Zeitung: Triumph mit Beigeschmack, Kommentar zum Übernahmekampf um Hochtief von Antje Kullrich

Frankfurt/Berlin (rdp/ots) - Man kann es sich einfach machen: In Zeiten freier Finanzmärkte und grenzüberschreitenden Kapitalverkehrs ist es ganz selbstverständlich, dass ein heimischer Branchenprimus von einem ausländischen Konzern kontrolliert werden kann. Als ACS vor drei Jahren die Sperrminorität von 25,1% bei Hochtief erwarb, investierten die Spanier gut 1,2 Mrd. Euro. Jetzt haben sie die Mittel des deutschen Übernahmerechts genutzt, um mittelfristig die Kontrolle zu übernehmen. Den Aktionären stand frei, das auch nach der Aufstockung Mitte Dezember wenig attraktive Angebot von ACS anzunehmen oder nicht.
Doch so einfach ist es nicht. Die Skepsis, die dieser feindlichen Übernahmeattacke entgegen- schlug, ging weit über die übliche reflexartige Abwehrhaltung beim Auftauchen ausländischer Großinvestoren hinaus - und das vermutlich zu Recht.
Das magere Ergebnis für ACS - die entscheidende Beteiligungshürde wurde mit 30,34% nur mit Ach und Krach genommen - lässt darauf schließen, dass fast ausschließlich der US-Fonds Southeastern Asset Management seine Aktien angedient hat. Wenn jedoch praktisch nur ein einziger Anteilseigner anders als alle anderen Aktionäre handelt, der dazu auch noch gleichzeitig bei ACS signifikant beteiligt ist, so liegt die Vermutung nahe, dass der Southeastern-Führung Zugeständnisse gemacht wurden, die für andere Aktionäre nicht galten. Das wiederum wäre illegal, wenn auch wohl kaum zu beweisen.
Es bleiben auch sonst eine Menge Fragen. Wie sehr wird das zerrüttete Verhältnis von Hochtief-Vorstand und ACS-Spitze dem Essener Konzern noch schaden? Hält sich ACS an die in der Angebotsunterlage und der IG Bau gegebenen Versprechen? Wenn ja, hätte man sich die vier Monate währende Aufregung sparen können, denn die Zusagen auf dem Papier - weitgehende Selbständigkeit, Erhalt der Börsennotiz mit weiterhin hohem Streubesitz, keine Sitzverlegung und Zerschlagung - müssten für Hochtief durchaus annehmbar sein. Doch Zweifel an der Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit der Spanier sind angebracht. Ein Indiz, wohin die Reise geht, könnte die Hauptversammlung am 12.Mai liefern. Sollte ACS versuchen, dort die Macht im Aufsichtsrat via Neubesetzungen an sich zu reißen, würde das die schlimmen Befürchtungen im Hochtief-Lager bestätigen.
Wie arbeitslos sind wir? - polis-Presseschau
von redaktion am 05.01.2011 09:53
Presseschau vom 05.01.2011
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Zerrbild Arbeitsmarktzahlen
Wie arbeitslos sind wir?
Bundesarbeitsministerin von der Leyen jubelt, die Bundesagentur für Arbeit ist zufrieden, Arbeitsmarktexperten staunen. Mit 7,7% Arbeitslosigkeit steht Deutschland zurzeit besser da als vor der Krise. Doch ein genauer Blick auf Zahlen und Ausblick trübt das Bild der Wonnigen.

fr-online.de
Der Preis des Erfolgs
… Zu Jahresbeginn hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine gute Nachricht verkündet: „Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie Anfang der 1990er Jahre“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise gestern in Nürnberg. So lag die Quote im vorigen Jahr bei 7,7 Prozent – so niedrig war sie zuletzt kurz nach der Vereinigung 1992. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) spricht denn auch von einem „Erfolgsjahr“ für die Beschäftigung, das die „kühnsten Erwartungen aller Experten übertroffen hat“. …

faz.net
Wieder mehr als drei Millionen Arbeitslose
… Das frostige Winterwetter hat die Arbeitslosigkeit im Dezember wieder über die Marke von 3 Millionen klettern lassen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende um 85 000 auf 3,016 Millionen. Dies ist jedoch immer noch der niedrigste Dezemberwert seit Beginn der neunziger Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Erwerbslosen um 260 000. Die Quote stieg um 0,2 Punkte auf 7,2 Prozent. …

spiegel-online.de
Mehr als drei Millionen Menschen arbeitslos
… Was 2010 insgesamt angeht, hat Weise Grund zur Freude. Das vergangene Jahr war für den Arbeitsmarkt das beste seit 1992 - auch ein Erfolg für die Vermittlungsagenturen. "Gegenüber dem Krisenjahr 2009 ist die Arbeitslosigkeit gesunken, und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit sind kräftig gestiegen", sagte Weise. Im Jahresdurchschnitt registrierte die BA 3,244 Millionen Arbeitslose nach 3,423 Millionen im Jahr zuvor. Noch weniger Arbeitslose hatte es zuletzt im Jahresdurchschnitt 1992 mit 2,98 Millionen gegeben. …

taz.de
Früher Winter bringt mehr Arbeitslose
… Michael Sommer, Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, erklärte dagegen, der Aufschwung gehe "an den Langzeitarbeitslosen vorbei". Zu den gut 3 Millionen registrierten Arbeitslosen müsse man noch 1,4 Millionen Menschen hinzurechnen, die in "meist perspektivlosen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen" steckten. ...
Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Armutszeugnis - polis-Presseschau
von redaktion am 03.01.2011 09:50
Presseschau vom 03.01.2011

Flüchtlinge: Rund 300.000 Menschen sind illegal in Griechenland
Armutszeugnis
Griechenland plant einen 206 km langen Zaun, entlang der türkischen Grenze nach amerikanischem Vorbild zu errichten. Das Grenzgebiet gilt als Einfallstor afrikanischer und asiatischer Flüchtlinge nach Europa. Amnesty International bezeichnet das Vorhaben als „Armutszeugnis“.

fr-online.de
Griechenland macht dicht
… Sie kommen zu Hunderten, Nacht für Nacht. Im Schutz der Dunkelheit überqueren sie die grüne Grenze zwischen der Türkei und Griechenland: Armutsflüchtlinge aus afrikanischen und asiatischen Staaten. Sie suchen in der EU ein besseres Leben. Aber schon bald könnte sich dieses Tor nach Europa schließen: Die griechische Regierung plant, die Grenze mit einem Zaun zu sichern. …

faz.net
Griechenland plant Grenzzaun zur Türkei
… Die griechisch-türkische Landgrenze führt durch flaches Land am Fluss Evros (Türkisch: Meriç) und dem Flussdelta entlang. Griechenland hatte vor zwei Monaten unter dem Druck der Migrationswelle die Hilfe der EU-Grenzagentur Frontex angefordert. Seit November arbeiten dort zusammen mit den Griechen 200 Beamte der Frontex. 2010 kamen nach Angaben des Ministers Papoutsis „täglich rund 200 Flüchtlinge“ aus der Türkei. …

spiegel.de
Griechischer Schutzwall soll EU abriegeln
… Die EU-Kommission hält die Lage am Evros für alarmierend: In den Städten betteln Tausende illegaler Migranten auf den Straßen. Hunderte versuchen, auf eine der Fähren nach Italien zu kommen. Auch das deutsche Innenministerium, das im November eine Delegation vor Ort schickte, ist besorgt und forderte EU-Kommission und Griechenland zur Verbesserung der Situation der Flüchtlinge auf. …

welt.de
Griechenland plant Bau eines Grenzzauns zur Türkei
… Mittlerweile ist fast jeder zehnte in Griechenland lebende Mensch ein Ausländer von außerhalb der Europäischen Union. Rund 300.000 Menschen sind völlig illegal im Lande. Sie stammen überwiegend aus Afghanistan, dem Irak und nordafrikanischen Staaten. ...
Foto: spiegel.de/AFP


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