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Opposition empört über "Inszenierung" der Guttenbergs in Afghanistan
von polis am 13.12.2010 16:30
Opposition empört über "Inszenierung" der Guttenbergs in Afghanistan -
Gysi: Afghanistan ungeeignetfürEntertainment
Berlin (rdp/ots) - SPD und Linkspartei haben Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) Selbstinszenierung auf Kosten der Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan vorgeworfen. Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels sprach von einer "befremdlichen Inszenierung": "Die Soldaten werden für die Show des Ministers instrumentalisiert", sagte er dem Berliner "Tagesspiegel" (Dienstagsausgabe). Eine verantwortliche Dienstaufsicht sehe anders aus. Der Fraktionschef der Linken, Gregor Gysi, sagte der Zeitung: "Afghanistan ist das letzte Land, dass sich für Showbusiness und Entertainment eignet. Die ministerielle PR-Aktion mit Gattin und Talkshowtross verbessert weder die Lage im Land, noch macht sie den von der klaren Mehrheit der Deutschen abgelehnten Bundeswehreinsatz richtig." Guttenbergs Selbsinszenierung werde dem Ernst der Lage in Afghanistan in keiner Weise gerecht. "Die Soldaten werden so gleich doppelt missbraucht: für einen falschen Krieg und nun auch noch als Staffage auf den heimatlichen Bildschirmen", sagte Gysi. Guttenberg hält sich derzeit mit seiner Ehefrau Stephanie bei einem Truppenbesuch in Afghanistan auf. Er wird dabei auch von einem Team der Talkshow "Kerner" begleitet.
Deutsche Unternehmen mitverantwortlich für Tote bei Textilarbeiter-Protesten in Bangladesh
von polis am 13.12.2010 16:02
Deutsche Unternehmen mitverantwortlich für Tote bei Textilarbeiter-Protesten in Bangladesh

Movassat
Berlin (rdp). "Deutsche Unternehmen sind indirekt mitverantwortlich für Tote und Verletzte bei den Textilarbeiter-Protesten in Bangladesh. Die andauernde Missachtung des erst im Juli diesen Jahres durchgesetzten Mindestlohns von knapp 32 Euro zeigt deutlich: Freiwillige Zusagen von deutschen Unternehmen haben vor Ort in den Fabriken keine Wirkung. Sie dienen einzig dem Image und sind meist reine Schönfärberei", so Niema Movassat, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Fraktion DIE LINKE anlässlich der Berichte über Proteste gegen das fortgesetzte Lohndumping gegenüber der Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter in Bangladesh. Movassat kritisiert:
Die deutsche Textilindustrie muss zu den zu Tode gekommenen Demonstranten Stellung nehmen. Sie haben es als Auftraggeber in der Hand, endlich faire Arbeitsbedingungen für die Arbeiterinnen in Bangladesh zu schaffen. Deutsche Unternehmen wie Lidl oder KIK dürfen sich nicht weiterhin auf Kosten der Näherinnen in Bangladesch hemmungslos an der Ausbeutung von Menschen bereichern. Auch die Bundesregierung darf sich nicht länger aus der Verantwortung stehlen und muss unverzüglich geeignete Maßnahmen zur Durchsetzung der ILO-Kernarbeitsnormen ergreifen."
Bundesregierung gibt Gefährlichkeit von Pfefferspray zu
von polis am 13.12.2010 11:02
Bundesregierung gibt Gefährlichkeit von Pfefferspray zu

Jelpke
Berlin (rdp). „Die Bundesregierung räumt ein, dass bei Anwendung von Pfefferspray gravierende Gesundheitsbeeinträchtigungen möglich sind, will aber keine Konsequenzen daraus ziehen. Das ist die pure Kaltschnäuzigkeit“, so Ulla Jelpke zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE zum Einsatz von Pfefferspray (17/3942). Die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:
Für die Bundesregierung sei ‚die entscheidende Frage nicht, ob bei einem kleinen Prozentsatz der Fälle eine gravierende Gesundheitsbeeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden kann’, sondern ob bei einem Verzicht auf Pfefferspray womöglich noch stärkere Waffen eingesetzt werden müssen, wie etwa Schlagstöcke. Das ist die pure Kaltschnäuzigkeit. Demonstranten, die wie in Stuttgart einen Park besetzen oder wie beim Castor-Transport ein Bahngleis, darf man weder einem potentiell hochgefährlichen Reizstoff aussetzen, noch darf man mit Schlagstöcken auf sie einprügeln. Beides widerspricht dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, da eine Blockade auch durch Wegtragen beendet werden kann.
Berichte aus dem Ausland bestätigen, dass es bei gesundheitlich vorbelasteten Menschen sowie bei Personen, die unter dem Einfluss von Beruhigungsmitteln oder Drogen stehen, bereits Todesfälle nach Pfefferspray-Einsätzen gegeben hat.
Da die Bundesregierung selbst dieses Risiko kennt, den massiven Pfefferspray-Gebrauch aber in keiner Weise einschränken will, nimmt sie damit den Tod von Menschen in Kauf. Das ist inhuman und verantwortungslos. Die Linksfraktion wird im Januar einen Antrag ins Parlament einbringen, der ein Verbot des Pfefferspray-Einsatzes fordert.“
DIW plädiert für stärkere Abschöpfung privater Vermögen
von polis am 13.12.2010 10:52
DIW plädiert für stärkere Abschöpfung privater Vermögen
Saarbrücken/Berlin (rdp/ots) - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin schlägt eine stärkere Abschöpfung von privaten Vermögen vor, um die wachsende Staatsverschuldung in Deutschland in den Griff zu bekommen. Das geht nach Angaben der "Saarbrücker Zeitung" (Montag-Ausgabe) aus dem neuesten DIW-Wochenbericht hervor, der an diesem Mittwoch offiziell erscheint.
Darin heißt es nach Angaben des Blatts: Neben der Notwendigkeit eines mittelfristigen Konsolidierungsprogramms mit einem "ausgewogenen Mix aus Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen" könne man "die höheren Einkommen und Vermögen belasten, die in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen haben".
Hintergrund der Überlegung sei die Erkenntnis, dass die deutsche Staatsverschuldung durch die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Ende 2010 bei etwa 75,5 Prozent liegen werde. Vor drei Jahren seien es noch 65 Prozent gewesen. Zugleich hätten sich die Vermögen der privaten Haushalte seit 1991 um 99 Prozentpunkte gemessen am Bruttoinlandsprodukt erhöht.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt das DIW eine Reform der Erbschaftsteuer beziehungsweise eine einmalige Vermögensabgabe. Wenn man alle Vermögenswerte vollständig erfasse und marktnah bewerte, könne man schon durch geringe Steuersätze ein höheres Aufkommen erzielen, heißt es in der Analyse.
Re: Selbstverständnis von Journalisten: Die Pressefreiheit liegt schon im Bett
von polis am 12.12.2010 12:03Ja, es ist ein Kreuz mit so manchen (eigentlich vielen) Kollegen. Ich habe selbst lange Zeit in diesem Geschäft verbracht. Überwiegend als TV-Journalist News, Polititik, Wirtschaft, gerät man ganz selbstverständlich in die beschriebenen Berührungen und Versuchungen. Und, ja, ich lag auch schon in diesem "Bett". Vielleicht bin ich schlechter aufgewacht als andere, hab' wahrscheinlich auch schlechter geträumt. Aber ich hatte auch ein eigenes Bett. Dort habe ich eben immer besser geschlafen. Und schlafe da immer noch. Ausgeschlafener sein ist gut.
Was mich etwas stört, ist der Impetus des Herrn Augstein, dass ein kritischerer Blick auf WikiLeaks und seinen Frontmann Assange aus der Ecke der Fremdschläfer kommt/kommen muss. Auch hier darf man hinschauen und durchaus mit dem Blick eines kritischen Journalisten. Der "Enthüller" (Assange) setzt sich natürlich den Risiken derer aus, die sich gegen Macht und Mächtige versündigen. Das hat er aber nicht exklusiv. Dafür sind schon andere durch die Hölle gegangen und nicht zurückgekommen.
Der im Vollzug befindliche Haftbefehl gegen Assange ist von einer schwedischen Staatsanwaltschaft ausgestellt. Die Amerikaner haben keine Handhabe - andere auch nicht. Ein durchsichtiges Spiel? Ja! Es braucht auch keinerlei investigativen Geist oder gar eine solche Profession um das zu unterstellen. Nur, dieses Spiel wird vor einem schwedischen Gericht ein Ende haben! Schweden ist keine von den USA abhängige Bananenrepublik. Schweden ist eine Demokratie, schwedische Gerichte sind unbestritten rechtsstaatlich hochgerüstet. Deshalb hat Assange in Schweden ncht zu befürchten in einem Schauprozess für WikiLeaks und dem Hass der Macht auf sein Enthüllungsportal "hin"gerichtet zu werden. Entweder er ist ein, nach schwedischem Recht zu bezeichnender, Vergewaltiger - oder er ist es nicht. Ist er es nicht, wird er den Gerichtssaal als freier Mann verlassen. Dass er dann weiter gejagt wird, wird nicht verwundern.
Der Hype im Netz mit der Parole "free Assange" zeigt mir auch, dass die "Macht des Netztes" so weit noch nicht vorhanden ist. Diese Kampagne bringt in ihrer pupertären Aufgeregtheit mehr Amüsantes und politisch Irrelevantes über die Initiatoren zu Tage, als denen lieb sein kann. Wenn ich dann, das geschieht automatisch, "free assange" mit "free Mandela" assoziiere, dann wird schon klar, wie weit zu hoch gegriffen und zu kurz gesprungen der Anspruch aus der Netzkampagnenecke doch nur ist.
Wenn eine deutsche Politikerin auch noch Asyl für Julian Assange in Deutschland fordert, dann wirds absurd.
2010 ist das wärmste Jahr seit 1880
von polis am 11.12.2010 16:10
Munich Re: 2010 ist das wärmste Jahr seit 1880
Berlin (rdp/ots) - Es mag sich im aktuellen Schneechaos nicht so anfühlen - aber das Jahr 2010 schlägt alle Wärmerekorde. "Bis jetzt ist das Jahr 2010 global gesehen das wärmste seit 1880", sagte der Chef-Klimaforscher der Munich Re, Peter Höppe, dem Tagesspiegel (Samstagausgabe). In Pakistan sei mit 53,3 Grad die höchste je gemessene Temperatur registriert worden, auch in Los Angeles und Moskau habe es Rekordtemperaturen gegeben. Für Höppe ist das ein Beleg dafür, dass der Klimawandel stattfindet.
Nicht nur bei den Temperaturen sticht 2010 hervor, auch die Zahl der Naturkatastrophen ist überdurchschnittlich hoch. "Gemessen an der Gesamtzahl der schadenträchtigen Naturkatastrophen liegt das Jahr 2010 derzeit mit mehr als 900 Ereignissen auf Platz zwei, seit wir 1980 begonnen haben, die Daten global zu erheben", berichtete Höppe, der bei der weltgrößten Rückversicherung die Geo-Risk-Forschung leitet.
Cancún: Kopenhagen plus statt neuem Kyoto
von polis am 11.12.2010 16:00
Cancún: Kopenhagen plus statt neuem Kyoto

Bulling-Schröter
Berlin (rdp). „Weitere Jahre Schonzeit für Konzerne, die mit fossilen Energien ihr Geld verdienen“, so schätzt Eva Bulling-Schröter, umweltpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, das Ergebnis der UN-Klimaverhandlungen in Cancún ein. Eva Bulling-Schröter weiter:
Jedoch kann verhalten positiv eingeschätzt werden, dass nun wenigsten Grundrisse für die Architektur eines künftigen Abkommens erkennbar sind.
Unter dem Strich sind weitere Jahre Schonzeit für Kohle und Öl herausgekommen. Das sind weitere verlorene Jahre im Kampf gegen die Erderwärmung. Die Bundesregierung muss nun endlich in der EU darauf drängen, dass Europas Minderungsziel bis 2020 gegenüber 1990 bedingungslos von minus 20 auf minus 30 Prozent verschärft wird. Nur durch eine Vorreiterrolle können die Verhandlungen im nächsten Jahr in Südafrika zu tatsächlichen Fortschritten führen. Nur dann wäre Cancún ein wirklicher Schritt für die Wiederbelebung des internationalen Klimaschutzes."
Re: Unterschrieben! - polis-Presseschau
von polis am 10.12.2010 15:00"dumme sprüche in aller welt..."
jo... "in aller welt" wäre dann die rede vor dem türkischen parlament. die war gut! ... muss sogar ich zugeben!
unter welchem link gibts denn da mehr?
Urwald in Nordfinnland wird geschützt
von polis am 10.12.2010 14:49
Proteste von Greenpeace und deutschen Verlegern erfolgreich: Urwald in Nordfinnland wird geschützt

Helsinki/Hamburg/Berlin (rdp/ots) - 10. 12. 2010 - In Nordfinnland sind seit heute 1500 Quadratkilometer Urwald vor den Kettensägen der Papierindustrie geschützt. Ein entsprechender Vertrag ist in Helsinki vom finnischen Forstamt und den Ureinwohnern der Region, den Saami, unterzeichnet worden. Greenpeace und große deutsche Zeitungs- und Zeitschriftenverlage haben sich seit zehn Jahren für ein Schutzgebiet eingesetzt. Deutsche Verlage sind Finnlands wichtigste Papierkunden. Jetzt ist eine Fläche von der sechsfachen Größe des Nationalparks Bayerischer Wald für mindestens 20 Jahre sicher. Von den geschützen Wäldern profitieren vor allem die traditionellen Rentierzüchter der Saami. Die Züchter brauchen die Urwlälder, um im Winter ausreichend Nahrung für ihre Tiere zu finden.
"Die Konflikte mit der finnischen Holzindustrie waren hart und wir freuen uns, dass es nun eine Einigung gibt und sich unser langjähriges Engagement ausgezahlt hat", sagt Oliver Salge, Waldexperte von Greenpeace. "Für die Saami und die Umwelt ist der Vertrag von Helsinki ein riesengroßer Erfolg." Der Vertrag sichert einen seit 2005 bestehenden Stopp der Waldzerstörung jetzt rechtlich ab. Damals hatten die finnischen Behörden nach Protesten von Verlagen, Umweltschützern und der UNO das Fällen von Bäumen in einigen Gebieten der Saami vorübergehend eingestellt.
Für den deutschen Markt sind Knapp 20 Prozent des Papiers und ein Drittel der finnischen Zellstoffexporte sind für den deutschen Markt bestimmt. Zeitschriftenverlage wie Burda, Baur, Axel Springer, Spiegel oder Gruner und Jahr hatten sich wiederholt für einen Stopp der Urwaldzerstörung in Finnland eingesetzt.
Re: Unterschrieben! - polis-Presseschau
von polis am 10.12.2010 14:41Sorry, Trotzki, da iss nix ... oder hast du jetzt auch schon ein eigenes google?


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