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Nazis bleiben draußen - polis-Presseschau

von redaktion am 21.03.2011 09:05




Presseschau vom 21.03.2011



Nazis müssen draußen bleiben: Die Wahl-"Party" der NPD
am Sonntag in Magdeburg.


Nazis bleiben draußen

Knapp vorbei ist auch vorbei. Mit 4,7% Wählerstimmen verpasst die NPD den Einzug in den Landtag von Sachsen Anhalt. Auch die FDP bleibt draußen. Die Grünen ziehen nach 13 Jahren wieder ein. Ansonsten bleibts wohl wie es war. Alles spricht für eine Weiterführung der Großen Koalition.





fr-online.de

Haseloff dürfte auf Böhmer folgen

… In Sachsen-Anhalt läuft alles auf eine Fortsetzung von Schwarz-Rot zu. Nach der Landtagswahl am Sonntag bleibt die CDU trotz Verlusten stärkste Partei und will weiter mit der SPD regieren. Die Linke wirbt um ein rot-rotes Bündnis unter ihrer Führung, was die SPD aber ablehnt. Die FDP fliegt aus dem Landtag. Dank Atomdebatte feiern die Grünen ein Rekordergebnis. Insgesamt gehen Union und FDP mit einem Dämpfer in die für sie wichtigste Wahl des Jahres am nächsten Sonntag in Baden-Württemberg. …




faz.net

CDU will „Koalition der Vernunft“ fortsetzen

… Die Grünen verdoppeln ihr Ergebnis von 2006 und schaffen mit 7,1 Prozent nach 13 Jahren wieder den Einzug in den Landtag. Die Partei von Spitzenkandidatin Claudia Dalbert, die von der neu entfachten Atomdebatte profitiert haben dürfte, ist damit nach dreizehn Jahren erstmals wieder im Landtag vertreten. …




spiegel.de

Schwarz-gelb taumelt in die heiße Wahlkampfwoche

… Doch Euphorie dürfte sich in der Union und im bürgerlichen Lager kaum breit machen. Die wirklich wichtigen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind erst kommenden Sonntag. Vor allem im Ländle dürfte jetzt das Zittern noch ein bisschen stärker werden. Dort steht Schwarz-Gelb auf der Kippe, und es ist nicht zu erwarten, dass das Ergebnis in Sachsen-Anhalt für das Bündnis in Stuttgart sonderlich ermutigend wirkt. Im Gegenteil. Für das bürgerliche Lager ist es zum alarmierenden Weckruf geworden. …




taz.de

Nazis scheitern an 5 Prozent

… Die Neonazis hatten die Wahl in Sachsen-Anhalt zur "Schicksalswahl" hochgejazzt und nach eigenen Angaben eine Viertelmillion Euro ausgegeben. Entsprechend geknickt zeigten sich die sachsen-anhaltischen NPD-Kader, als sie im dritten Stock des Magdeburger Landtags die ersten Zahlen auf den Monitoren verfolgten. Bestätigte sich der Trend, habe man ohne Erfolg sehr viel Geld investiert, sagte Landespressesprecher Michael Grunzel: "Das tut schon weh, auch Nazis sind Menschen." ...

Foto: taz.de/dpa

Antworten Zuletzt bearbeitet am 21.03.2011 09:11.

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Kardinal Marx: Auch mich bewegt Frage nach Gottes Gerechtigkeit

von redaktion am 19.03.2011 12:16




Kardinal Marx: Auch mich bewegt Frage nach Gottes Gerechtigkeit


Marx

Düsseldorf (ots) - Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, betrachtet die Katastrophe in Japan auch als eine Prüfung des Glaubens für die Menschen. "Wir Christen glauben an einen Gott, der sich selbst in das Leid dieser Welt hineinbegeben hat. Er ist am Kreuz für uns alle gestorben. Keine andere Religion bringt Leiden, Schmerz und Angst des Menschen so nahe in die Wirklichkeit Gottes hinein wie der christliche Glaube", sagte Marx der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Diesem Gott sei es nicht egal, was mit dem Menschen passiert, so Marx. "Unser Glaube sagt uns: Auch für die Opfer gibt es Gerechtigkeit und Sühne. Ich weiß, dass das keine einfache Antwort ist. Aber der Blick auf den Gekreuzigten ist für mich die einzige Hoffnung, damit Leid und Tod nicht das letzte Wort behalten." Marx räumte ein, dass die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes gegenüber seiner Schöpfung auch ihn als gläubigen Menschen schon ein Leben lang begleite: "Und auch ich habe darauf keine letzte Antwort. Ich weiß aber, dass wir als Menschen nicht einfach einen Anspruch darauf haben, alles zu verstehen. Das gilt nicht nur im Blick auf die Bilder von Katastrophen wie in Japan oder vor einem Jahr in Haiti. Oftmals können wir auch einzelne Lebensschicksale nicht begreifen, warum jemand von einer schweren Krankheit getroffen wird, warum jemand früher oder später stirbt. Der Schöpfung und damit auch unserem Leben sind Grenzen gesetzt. Die Natur ist nicht vollkommen, sonst gäbe es keinen Unterschied zwischen Schöpfer und Geschöpf."

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Gabriel bietet Energiekonsens gegen Atomausstieg

von redaktion am 19.03.2011 12:01




Gabriel bietet Energiekonsens gegen Atomausstieg - "Merkel ist Gefangene der Atomlobby"


Gabriel

Berlin / Saarbrücken. (rdp/ots) - SPD-Chef Sigmar Gabriel hat seine Bereitschaft zu Gesprächen über einen Energiekonsens mit der Bundesregierung erklärt, wenn diese auf die Laufzeitverlängerung verzichtet. Der "Saarbrücker Zeitung" (Sonnabendausgabe) sagte Gabriel man könne mit der Regierung unter anderem über Planungsbeschleunigungen für den Netzausbau, die Förderung erneuerbarer Energien und die Modernisierung von Kohle- und Gaskraftwerken reden. "Wir wollen gern helfen, das wieder in Gang zu bringen, wenn Frau Merkel zum Atomausstieg zurückkehrt", sagte Gabriel. Deutschland als Industrieland brauche einen solchen Konsens. "Unsere Unternehmen, aber auch unsere Bürger brauchen Planungs- und auch Investitionssicherheit". Kanzlerin Merkel habe den von Rot-Grün erreichten Kompromiss mit der Atomwirtschaft ohne Not gekündigt, kritisierte Gabriel. Auch jetzt habe er die Befürchtung, "dass sie uns nach den Wahlen den zweiten Deal mit der Atomwirtschaft präsentiert: Einige alte Kraftwerke bleiben abgeschaltet und eine ganze Reihe anderer dürfen wesentlich länger laufen". Dies sei gefährlich, da die Atomkraftwerke umso störanfälliger seien, je älter sie würden. "Sie ist Gefangene der Atomlobby", sagte Gabriel über die Kanzlerin.

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Neues Deutschland: zur UNO-Resolution gegen Libyen

von redaktion am 19.03.2011 11:03




Neues Deutschland: zur UNO-Resolution gegen Libyen

Berlin (rdp/ots) - Wenn es auch so aussieht, als hätte die UN-Resolution gegen Libyen zunächst für ein Einhalten im Bürgerkrieg gesorgt: Diese Hoffnung - wenn sie denn tatsächlich der Intention der Initiatoren des Beschlusses entspricht - ist trügerisch. Die Schwelle zum offenen Krieg ist noch niedriger geworden. Ähnlich der Handgranate, deren Splint gezogen ist, lässt sich die nun herbeigestimmte Eskalationsstufe im Libyen-Konflikt nur schwer rückgängig machen. Die NATO kann jetzt, wann immer sie will, beschließen loszuschlagen. Was Libyens Staatschef Gaddafi, der einen Tag zuvor noch Kapitulationsultimaten an die Rebellen von Bengasi stellte, tatsächlich beabsichtigt, ist wenig durchschaubar. Man hat aber von seiten der NATO auch keinen erkennbaren Versuch unternommen, es in Erfahrung zu bringen. Das wäre das mindeste gewesen, wenn es tatsächlich, wie behauptet, in Libyen um die Abwendung einer »humanitären Katastrophe« ginge. Vermittelnd eingreifen kann man jetzt noch immer, wenn wirklich Interesse an einer nachhaltigen Entschärfung der inneren Konflikte besteht. Aber die Zweifel an diesem Interesse sind größer geworden. Die schon aus den Fällen Milosevic/Jugoslawien und Saddam/Irak bekannten Dämonisierungsmuster fanden für Gaddafi und Libyen ihre Wiederholung, zum Beispiel durch die verantwortungslose Behauptung, in Libyen müssen einem Völkermord durch einen »irren Diktator« Einhalt geboten werden. Deutschland hat sich zu dem gewiss weisen Entschluss durchgerungen, dem Beschluss für ein Kriegsszenario gegen Libyen seine Zustimmung zu versagen. Klar Nein gesagt hat von den Bundestagsparteien aber allein die LINKE. Westerwelle versichert, dass mit der Stimmenthaltung im Sicherheitsrat eine Absage an jede Präsenz deutscher Truppen in Libyen verbunden ist. Das ist zu begrüßen. Den Eindruck, dass man die Intentionen beispielsweise Frankreichs dennoch im Grunde teilt, haben FDP und Union gestern aber nicht ausräumen können - nicht hinsichtlich strategischer Ziele wie der Flüchtlingsabwehr und auch nicht, was die Beteiligung am möglichen Kriegseinsatz betrifft. Denn über AWACS-Angebote auf dem anderen Kriegsschauplatz Afghanistan zur Entlastung der NATO ist man auf leisen Sohlen dennoch im Mittelmeer dabei. Dass Merkel und Westerwelle für ihr Nicht-Ja zur Flugverbotszone in der UNO ausgerechnet von Rot und Grün gestern im Bundestag angezählt wurden, verwundert nur insofern, als dass sich mit Gabriel und Trittin zuvor beide Parteichefs lobend zu Westerwelles Enthaltung geäußert hatten - wie auch die LINKE. Tatsächlich erlebten in der Parlamentsdebatte viele Reflexe der rot-grünen Kriegskoalition ihre Auferstehung, mit denen 1999 die deutsche Bevölkerung für den ersten Kriegseinsatz seit dem zweiten Weltkrieg reifgeredet werden sollte. Die bizarre Situation, dass sich Schwarz-Gelb faktisch gegen »Friedensvorwürfe« ausgerechnet seitens der einstigen Ökopaxe zur Wehr setzen muss, ist eine bisher kaum erlebte Perversion des Wahlkampfes.

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Nicht mit uns! - polis-Presseschau

von redaktion am 19.03.2011 10:10




Presseschau vom 19.03.2011



Außenminister Guido Westerwelle und Kanzlerin Angela Merkel im Bundestag:
Ein deutscher Alleingang.


Nicht mit uns!

Die Enthaltung der Deutschen zum Libyenbeschluss des Sicherheitsrates stößt auf Kritik und Verwunderung. Aus Frankreich hört man unverhohlene Drohungen: „Fehler mit unabsehbaren politischen Kosten“. Zu Hause gebären sich SPD und Grüne als Kriegsparteien und unterstellen der Regierung das libysche Volk zu verraten.






faz.net

Frankreich freut und ärgert sich

… Juppé sagte in New York, er könne sich nicht daran erinnern, wann Deutschland und Frankreich zuletzt in einer entscheidenden außenpolitischen Frage so große Divergenzen aufwiesen. „Es gibt Augenblicke, in denen man sich seiner Verantwortung stellen muss. Nichtstun hätte katastrophale Folgen, für die Bevölkerung in Benghasi und in anderen libyschen Städten. (...) Nichtstun hätte auch verheerende Folgen für die Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen und der Demokratien. …




spiegel.de

Die Jeinsager-Koalition

Diplomatie-Desaster oder verantwortliche Friedenspolitik? Angela Merkels Enthaltung zu Libyen im Uno-Sicherheitsrat hat eine heftige Debatte ausgelöst - der Riss geht quer durch die Parteien. Die Kanzlerin und ihr Vize Westerwelle geraten in Erklärungsnot. …




sueddeutsche.de

"Wir wünschen viel Erfolg"

… Was treibt Kanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle um? Sie isolieren Deutschland mit ihrem Libyen-Kurs in der westlichen Welt und beharren darauf, dass das Flugverbot falsch ist. Protokoll eines Tages, an dem die Regierung riskante Diplomatie versucht. …




welt.de

"Wo wart ihr, als wr ieuch brauchten?"

… Als sich die Nachricht über die Sicherheitsratsresolution zur Errichtung einer Flugverbotszone in Bengasi verbreitet, strömen Tausende jubelnder Menschen zum Gerichtsgebäude an der Küste, wo sich das politische und mediale Nervenzentrum der Opposition befindet. „Alle nötigen Maßnahmen“ werde man ergreifen, um Gaddafis gnadenlosem Abschlachten von Zivilisten ein Ende zu bereiten, heißt es im Wortlaut des Beschlusses. ...

Foto: sz.de/dpa

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Libyen

von redaktion am 18.03.2011 12:58




Libyen


von Brandenstein

In überraschender Deutlichkeit hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Errichtung einer Flugverbotszone über Libyen beschlossen. Trotz aller Risiken und Unwägbarkeiten bin ich erleichtert über diese Entscheidung und zugleich betrübt darüber, mein Land in der Gesellschaft Chinas und Russlands (und auch von Venezuelas Chávez, einem engen Verbündeten Gaddafis) zu sehen.

Doch Entscheidungen über militärische Einsätze, d.h. über Frieden und Krieg, können und dürfen niemals leichtfertig getroffen werden. Kategorien wie „richtig“ und „falsch“ werden der Thematik nicht gerecht. Es existieren immer gute Gründe, normativ-moralische wie realpolitische, die gegen eine militärische Interventionen sprechen. Deutschland kam in seiner Abwägung zu einem anderen Ergebnis als seine Verbündeten und hat sich in der entscheidenden Stunde der Stimme enthalten. Diese Entscheidung muss man nicht goutieren, respektieren muss man sie aber allemal.

In der Konsequenz werden unsere Soldaten nicht an der militärischen Intervention teilnehmen, die entgegen dem beschlossenen Resolutionstext sehr wohl schon bald in einem Bodenkrieg münden könnte. Für die Freiheit der Libyer werden Briten, Franzosen und Amerikaner nun ohne unsere militärische Hilfe kämpfen müssen. Man sollte nicht vergessen, dass unsere Verbündeten auch in Kauf nehmen, dass ihre Soldaten im Einsatz fallen und ihre Städte wieder verstärkt ins Visier des Terrorismus geraten. Wer dieser Opferbereitschaft statt mit Respekt nur mit den zynischen und intellektuell überschaubarem Verweis auf amerikanischen Erdöldurst begegnet, hat nicht verstanden, wie moderne und demokratische Zivilgesellschaften funktionieren. Er will es vielleicht auch nicht verstehen, da die ressentimentgesättigte Welt diffuser imperialistischer Verschwörungstheorien tatsächlich übersichtlicher ist als die hochkomplexe Realität.

Nicht zuletzt aus Respekt gegenüber unseren Verbündeten, aber auch aus bedeutsamen moralischen Gründen, sollte sich die deutsche Regierung davor hüten, den Eindruck zu erwecken, die Enthaltung im Sicherheitsrat sei eine Flucht Deutschlands aus der Verantwortung.

Gerade wegen des deutschen Votums und der Entscheidung gegen den Einsatz deutscher Soldaten sollte sich unser Land nun in einer besonderen Verpflichtung für eine restriktive Durchsetzung der Sanktionen und für effektive humanitäre Hilfe für die Opfer des Konfliktes sehen. Das heißt letztlich für den hoffentlich bald beginnenden Wiederaufbau des Landes und vor allen anderen Dingen für die Flüchtlinge, die nun umso verzweifelter vor den Toren der Festung Europa stehen. An diesen Fragen wird sich der tatsächliche moralische Substanzgehalt des deutschen Regierungshandelns messen lassen.

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Der Autor diente ab Anfang 2007 als Chief-of-Staff von Karl-Theodor zu Guttenberg in Berlin. Diesem folgte Brandenstein Ende 2008 als Leiter Strategie und Kommunikation in die Landesleitung der CSU. In dieser Funktion - verantwortlich für die Kampagnenführung der CSU - erstellte Brandenstein ein vertrauliches Strategiepapier, in welchem er gegen eine "Anti-Türkei-Kampagne" der CSU bei den Europawahlen 2009 Stellung nahm. Inzwischen ist Philipp von Brandenstein aus der CSU ausgetreten.

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AKW-Abschaltung kostet Energiekonzern täglich Millionensumme

von redaktion am 18.03.2011 11:19




AKW-Abschaltung kostet Energiekonzern täglich Millionensumme
Berechnung des Ökoinstituts zu EnBW-Kraftwerken


Berlin (rdp/ots) - Berlin. Die Abschaltung der Atomkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg I kommt den Betreiber teuer. Nach einer Berechnung des Öko-Instituts für die taz-Wochenendausgabe verliert die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) durch die Abschaltung von Block I in Neckarwestheim mindestens 700.000 Euro pro Tag. Solange Philippsburg I nicht läuft, kostet das nach der Berechnung mindestens weitere 800.000 Euro täglich.

EnBW hatte Philippsburg I und Neckarwestheim I in der Nacht zum Donnerstag abgeschaltet. Damit folgte das Unternehmen einer Anordnung der Regierung von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU), die wegen nach der Katastrophe in Japan unter Druck geraten ist. Das Land Baden-Württemberg selbst ist seit kurzem mit 45 Prozent an EnBW beteiligt. Gehen nun die Erlöse zurück, könnte sich das auch auf die Dividende niederschlagen, aus der Mappus die Staatsanleihe für den Kauf finanzieren will.

Während die Abschaltung des Reaktors in Neckarwestheim endgültig ist, soll der in Philippsburg zunächst nur wegen eines dreimonatigen Moratoriums nicht laufen. Das Öko-Institut geht davon aus, dass Neckarwestheim I auf dem Strommarkt 250 Millionen pro Jahr erwirtschaftet hätte. Dabei ist eingerechnet, dass der Meiler etwa zwei Wochen im Jahr für Brennelementewechsel und Revision still steht und ansonsten Vollast läuft. Auch von dieser Summe seien Steuern noch nicht abgezogen, sagte Charlotte Loreck vom Ökoinstitut. Etwa die Brennelementesteuer schlage mit etwa 86 Millionen im Jahr für den Reaktor zu Buche.

In seiner Berechnung für die taz geht das Öko-Institut von 17 Euro Kosten pro Megawattstunde und einem durchschnittlichen Strompreis von 55 Euro pro Megawattstunde aus - das entspricht 5,5 Cent pro Kilowattstunde. Loreck sagte: "Die Berechnung enthält nur einen Puzzlestein, allerdings den wesentlichen Puzzlestein." Andere, weniger ins Gewicht fallende Erlöse seien nicht berücksichtigt worden: Hinzu kommen beispielsweise die Zinsen, die der Konzern aus Rückstellungen einnimmt, die er bilden muss.

Die taz hatte auch bei der EnBW nachgefragt, wie viel das Unternehmen durch die Abschaltung verliert, jedoch keine Antwort erhalten.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.03.2011 11:22.

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Feuer frei - polis-Presseschau

von redaktion am 18.03.2011 08:36




Presseschau vom 18.03.2011



Deutschland enthielt sich bei der Abstimmung des UN-Sicherheitsrates


Feuer frei

Der Weg ist frei für Luftangriffe auf Gaddafi. In der Nacht hat der UN-Sicherheitsrat die notwendige Resolution verabschiedet. Mit 10 Ja-Stimmen und 5 Enthaltungen wurde ein Papier verabschiedet, das nicht nur eine Flugverbotszone beinhaltet, sondern auch weiterführende Luftschläge erlaubt. Deutschland hat sich enthalten.





Faz.net

Flugverbot über Libyen - Weg frei für Luftschläge

… Die Vereinten Nationen haben den Weg frei gemacht für ein militärisches Vorgehen gegen Libyen. Nach einer am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York vom Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution gibt es nicht nur ein Flugverbot über dem nordafrikanischen Land, um die Zivilisten vor der Luftwaffe von Muammar al-Gaddafi zu schützen. Erlaubt ist militärisch fast alles - bis auf Bodentruppen. Deutschland enthielt sich in der Abstimmung und will das auch bei Luftschlägen tun. …




spiegel.de

USA drohen Gaddafi mit raschen Luftangriffen

… Sollte Muammar al-Gaddafi nicht alle Forderungen der Uno-Resolution sofort befolgen, könnten westliche Luftschläge in kürzester Zeit erfolgen, hieß es in Uno-Kreisen. Gaddafi habe "die fundamentalen Menschenrechte des libyschen Volkes" verletzt, sagte US-Botschafterin Susan Rice. In einer Telefonkonferenz bekräftigten Barack Obama, Nicolas Sarkozy und David Cameron ihre Entschlosseneit zu einer schnellen Reaktion und verabredeten eine enge Zusammenarbeit zwischen den USA, Frankreich und Großbritannien. …




taz.de

Alliierte planen Gaddafi-Angriff

… Nach der Verabschiedung der Resolution über eine Flugverbotszone über Libyen im UN-Sicherheitsrat hat hinter den Kulissen die militärische Einsatzplanung begonnen. Die Maßnahmen zur Durchsetzung des Flugverbots könnten bereits am kommenden Sonntag oder Montag beginnen, verlautete aus US-Regierungskreisen nach einer Sitzung im Kongress. …




sueddeutsche.de

UN erlauben Luftangriffe gegen Gaddafis Regime

… Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen habe kein Mandat, um sich in Libyen einzumischen, sagte Gaddafi weiter. "Wir werden keine Resolutionen oder Entscheidungen befolgen. Es ist nicht so, dass es Krieg zwischen zwei Ländern gibt", erklärte der Diktator, der Libyen seit mehr als 40 Jahren regiert. Nach der UN-Charta, so Gaddafi, dürfe sich der Sicherheitsrat nicht in interne Angelegenheiten eines Landes einmischen. Ein Angriff auf Libyen würde "einer Kolonisierung ohne Rechtfertigung" gleichkommen. ...

Foto: faz.net/afp

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Moratorium? - nein bitte! - polis-Presseschau

von redaktion am 17.03.2011 09:16




Presseschau vom 17.03.2011



Bundeskanzlerin Merkel: Kehrtwende mit offenem Ausgang


Moratorium? - nein bitte!

Das von Bundeskanzlerin Merkel verkündete dreimonatige Überprüfungs-Moratorium für alle deutschen AKWs stiftet erhebliche Verwirrung. Wahlkampftaktik? Placeboaktion? Was passiert danach? Die Opposition misstraut der schwarz-gelben Überraschungsaktion und fordert weitergehende Maßnahmen.





fr-online.de

Pudding an die Wand nageln

… Die Ankündigung der Regierung, vier Monate nach der Laufzeitverlängerung die ältesten AKW vorerst vom Netz zu nehmen, hat die Opposition kalt erwischt. Noch am Wochenende hatten sich Spitzenpolitiker von SPD und Grünen vorsichtig an die innenpolitische Aufarbeitung der Krise in Japan herangetastet. Keinesfalls sollte der Eindruck entstehen, man wolle aus den grauenhaften Ereignissen zwei Wochen vor den Wahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg Kapital schlagen. …




faz.net

Stromnetzbetreiber erwarten „kritische Situationen“

… Die Bundesregierung hat die Abschaltung von sieben Atomkraftwerken angeordnet. Welche Folgen hat das für das Hochspannungsnetz? Um das Netz stabil zu halten, müssen Windparks öfter abgeschaltet werden. In den nächsten Wochen wird es schwieriger, die Systemsicherheit aufrechtzuerhalten. Der Netzausbau wird dringlicher. …




spiegel.de

Kehrtwende mit Restrisiko

Ihre demonstrative Kehrtwende in der Atompolitik bringt Kanzlerin Merkel in Erklärungsnot. Viele rechtliche Fragen sind ungeklärt - und in den Reihen der Koalition wächst der Unmut über den radikalen Kurswechsel der Chefin. …




taz.de

"Schwarz-Gelb hat Angst vor Wählern"

Die Abschaltung der AKWs soll die Koalition nur über die Wahlen retten, kritisiert der Grünen-Fraktionschef. Um die Ängste der Menschen vor Atomkraft ginge es nicht.
Jürgen Trittin über das AKW-Moratorium ...

Foto: spiegel.de/dpa

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Beitrag erneuerbarer Energien zur Energieversorgung in Deutschland auch 2010 weiter gestiegen

von redaktion am 16.03.2011 11:36




Beitrag erneuerbarer Energien zur Energieversorgung in Deutschland auch 2010 weiter gestiegen --
17 Prozent Anteil an der Stromversorgung --
370.000 Beschäftigte in der Branche


Berlin (rdp). Der Anteil der erneuerbaren Energien an der deutschen Stromversorgung hat sich auch 2010 weiter erhöht. Mit rund 17 Prozent lag er etwa einen halben Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Dies sind vorläufige Ergebnisse der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) für das Bundesumweltministerium. Dieser Anstieg wurde trotz witterungsbedingter Einschränkungen erzielt. Da 2010 ein außerordentlich windschwaches Jahr war, erreichte der Windstrom-Ertrag mit 36,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh) den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2006. Dennoch war die Windenergie mit rund 6 Prozent Anteil an der gesamten Strom-bereitstellung wieder die wichtigste Säule bei den erneuerbaren Energien. Deutliche Steigerungen waren bei der Stromerzeugung aus Biogas sowie bei der Photovoltaik zu verzeichnen. Der Solarstrom konnte seinen Beitrag nahezu verdoppeln und rund 2 Prozent des gesamten Strombedarfs bereitstellen.

Aktuelle Szenarien zeigen, dass die erneuerbaren Energien in zehn Jahren bereits 40 Prozent zur Stromversorgung beitragen können. Dabei wird eine Steigerung um 12 Terawattstunden (TWh) pro Jahr als realistisch angesehen (1 Terawattstunde 1 Milliarde kWh).

Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch für Wärme stieg von 9,1 Prozent im Jahr 2009 auf knapp 10 Prozent im Jahr 2010. Ihr Anteil am Kraftstoffverbrauch erhöhte sich nach den Abschätzungen leicht auf 5,8 Prozent (2009: 5,5 Prozent).

Insgesamt konnten die erneuerbaren Energien damit 2010 bereits etwa 11 Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs an Strom, Wärme und Kraftstoffen decken. Dies liegt deutlich über dem Vorjahreswert (2009: 10,4 Prozent) und ist bemerkenswert, weil der Energieverbrauch aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs sowie der kalten Witterung deutlich über dem Vorjah-resniveau lag.

Auch hinsichtlich ihres Klimaschutzbeitrags konnten die erneuerbaren Energien weiter zulegen. Sie sorgten 2010 dafür, dass rund 120 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden wurden (2009: 111 Millionen Tonnen). Allein durch die Wirkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) waren das rund 58 Millionen Tonnen.

Die Zahlen belegen, dass die erneuerbaren Energien mit dem Aufschwung Schritt halten und den Trend eines kontinuierlich steigenden Anteils an unserer Energieversorgung fortsetzen konnten.

Parallel hierzu stieg auch die Bedeutung der erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor. Erste Abschätzungen für das BMU zeigen, dass die Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien mit rund 26 Milliarden Euro nochmals etwa ein Viertel höher lagen als im Vorjahr (2009: 20,7 Milliarden Euro).

Die mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien verbundene Beschäftigung spiegelt diese Ent-wicklung wider. Sie ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen und liegt nach aktuellen Abschät-zungen inzwischen bei rund 370.000 Arbeitsplätzen. Gegenüber dem Vorjahr (rund 339.500 Be-schäftigte) ist dies ein Plus von etwa 8 Prozent, seit 2004 (rund 160.500 Beschäftigte) deutlich mehr als eine Verdopplung.

Weitere Informationen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien im Jahr 2010, zu den Umwelt- und Beschäftigungseffekten finden sich in aktuellen Dokumenten, die im Internet des BMU unter www.bmu.de und auf der BMU-Themenseite Erneuerbare Energien unter www.erneuerbare-energien.de – Bereich Datenservice – veröffent-licht sind.

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