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polis
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Mappus lobt Friedrich für angestoßene Islam-Debatte

von polis am 06.03.2011 15:36




Mappus lobt Friedrich für angestoßene Islam-Debatte

Leipzig/Berlin (rdp/ots) - Vor dem Hintergrund der mit dem neuen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) verbundenen neuerlichen Islam-Debatte in Deutschland hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) auf den prägenden Charakter des christlichen Menschenbildes verwiesen. Der als konservativ geltende Mappus, derzeit in der heißen Phase seines Landtagswahlkampfes, sagte in einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe): "Ich bin sehr für Religionsfreiheit. Ich will, dass jeder Mensch seine Religion frei ausüben kann, natürlich im Rahmen von Demokratie und Rechtsstaat", meinte Mappus. "Prägend für uns in Deutschland soll aber nach meiner Überzeugung stets das christliche Menschenbild sein, das auch eine Grundlage unserer Verfassung ist."

Mit seinem Amtsantritt hatte Bundesinnenminister Friedrich darauf verwiesen, dass der Islam zu Deutschland gehöre, lasse sich historisch nicht begründen. "Ich finde es gut und wichtig, dass das Thema in Deutschland angesprochen wird, egal wer Bundesinnenminister ist", lobte Mappus. Zugleich hob er hervor: "Übrigens finde ich, dass Angela Merkel und Horst Seehofer mit Thomas de Maiziere und Hans-Peter Friedrich sehr gute Personalentscheidungen getroffen haben."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.03.2011 15:38.

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Friedrich stolpert ins Amt, als ob er von van Gaal eingewechselt worden wäre

von polis am 06.03.2011 13:46




Friedrich stolpert ins Amt, als ob er von van Gaal eingewechselt worden wäre


Korte

Berlin (rdp). „Innenminister Friedrich stolpert ins Amt, als ob er von Bayern-Trainer van Gaal eingewechselt worden wäre. Mit Realitätsverweigerung, Verfassungsvergessenheit und Leitkulturgebrabbel zeigt der neue CSU-Hoffnungsträger, wie begrenzt der weiß-blaue Horizont ist“, erklärt Jan Korte, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE, zu den ersten Tagen von Hans-Peter Friedrich im Amt des Innenministers. „Wer so wie Friedrich erst vier Millionen Muslimen in Deutschland signalisiert, dass sie für ihn nicht dazugehören, um dann ein Gesprächsangebot nachzuschieben, hat noch nicht begriffen, dass er nicht mehr irgendwelche imaginären bayerischen Interessen vertritt, sondern allen Menschen im Land zu dienen hat.“ Korte weiter:

Es gehört schon ein besonderes Maß an Realitätsverlust dazu, wenn ausgerechnet einer der offensivsten Verteidiger des Lügenbarons das Lied von der christlich-abendländischen Leitkultur singt. Solange die Union an ihrem gefallenen Helden festhält und sogar dem zweiten Mann im Staat das kritische Wort verbieten will, sollte sie in Bezug auf Werte, Anstand und Moral lieber schweigen. Für die rechtsstaatlichen Grundlagen der Republik stimmt es doch sehr bedenklich, wenn der neue Innenminister, der ja zugleich Verfassungsminister ist, sich nach wie vor einen Betrüger als Ministerkollegen wünscht. Da fällt sein sofortiger Vorstoß nach der Amtsübernahme für die Vorratsdatenspeicherung schon kaum noch auf, zumal von ihm in dieser Beziehung wohl nichts anderes zu erwarten war.

Wenn Hans-Peter Friedrich so weiter macht, könnte wohl auch Angela Merkel irgendwann nur noch die Höchststrafe des Trainers bleiben: Auswechseln des Einwechselspielers.“

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.03.2011 13:46.

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Unverantwortliches Gerede über Militäreinsatz gegen Libyen beenden

von polis am 06.03.2011 13:25




Unverantwortliches Gerede über Militäreinsatz gegen Libyen beenden


Gehrke

Berlin (rdp). „Wer Gaddafi schwächen will, darf nicht auf Militär setzen. Diese einfache, aber einsichtige Logik wird insbesondere von Grünen- und FDP-Politikern in den Wind geschlagen“, kritisiert der außenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Wolfgang Gehrcke entsprechende Spekulationen bei FDP und Grünen. „Vor dem Hintergrund der Truppenkonzentration der NATO bei Kreta werden alle Zweideutigkeiten, die einen Militäreinsatz und eine deutsche Beteiligung daran offen halten, zu einem Spiel mit dem Feuer. All das hilft dem Gaddafi-Clan.“ Gehrcke weiter:

Vor diesem Hintergrund fällt es der Gaddafi-Familie nicht schwer, sich als Verteidiger der libyschen Interessen aufzuspielen und Einsätze gegen Aufständische zur nationalen Verteidigungsinitiative umzumünzen.

Hingegen werden notwendige Schritte immer noch blockiert. Notwendig bleibt ein Verbot von Waffenexporten in den gesamten Nahen Osten und eine rasche Aufnahme libyscher Flüchtlinge in die europäischen Länder. Eine Militärintervention gegen Libyen, die in der NATO ganz offensichtlich vorgeplant und kalkuliert wird, würde zu einem zweiten Irak-Krieg führen. Das kann kein vernünftiger Mensch wollen.“

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.03.2011 13:26.

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Obamas Spiel mit dem Feuer - polis-Presseschau

von polis am 05.03.2011 09:42




Presseschau vom 05.03.2011



Mit dem Schwert in den Kampf: Ein Aufständischer unterwegs zum Ölhafen Ras Lanuf.



Obamas Spiel mit dem Feuer

Während in Tripolis Gaddafis Sicherheitskräfte mit scharfer Munition und Tränengas gegen Demonstranten vorgehen, wird die Lage im Land immer unübersichtlicher. US-Präsident Obama schließt inzwischen auch einen Einmarsch von Bodentruppen nach Libyen nicht mehr aus.





fr-online.de

Libyen-Krise: Obama spricht von Militärschlag

… US-Präsident Barack Obama hat angesichts der Lage in Libyen einen Einsatz der US-Streitkräfte im Land nicht ausgeschlossen. Im Umgang mit dem Konflikt behalte sich sein Land „die ganze Palette an Optionen“ vor, sagte Obama am Donnerstag in Washington. Der US-Präsident kündigte eine Luftbrücke an, um aus Libyen geflohene Ägypter in ihre Heimat zu bringen. …




faz.net

Kampf um die Macht in Libyen

Die Lage in dem von bürgerkriegsähnlichen Szenen erschütterten Libyen ist unübersichtlich. Staatschef Gaddafi versucht mit aller Macht, von Rebellen eroberte Städte zurückzugewinnen. In Zawija und der wichtigen Hafenstadt Ras Lanuf wird heftig gekämpft, Dutzende Menschen starben. …




spiegel.de

Revolte gegen Gaddafi eskaliert zum Bürgerkrieg

… Die USA haben Marineeinheiten auf dem großen Stützpunkt von Souda auf der Westseite der Mittelmeerinsel Kreta zusammengezogen. Der Hubschrauberträger "USS Kearsarge" liegt nun in der Bucht von Souda. An Bord seien rund 1200 Besatzungsmitglieder, darunter fast 800 Marineinfanteristen, berichtete der griechische Rundfunk. Das Schiff eignet sich sowohl für Landungsunternehmen wie auch für Evakuierungsaktionen. Außerdem wird noch das amphibische Landungsschiff "USS Ponce" erwartet. …




taz.de

Alleingelassen am Rand der Wüste

Der Strom an Flüchtlingen aus Libyen nach Tunesien reißt nicht ab. Der tunesische Staat kann kaum helfen. Die Tunesier zeigen zwar Solidarität, aber die reicht nicht. ...

Foto: spiegel.de/ap

Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.03.2011 09:46.

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"Schutzsuchende brauchen unsere Solidarität"

von polis am 04.03.2011 18:46




"Schutzsuchende brauchen unsere Solidarität/ EKD-Ratsvorsitzender Schneider besucht Flüchtlingslager auf Malta


Schneider

Hannover/Berlin (rdp/ots) - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, hat auf Malta das dortige Flüchtlingslager "Marsa Open Center" besucht. Nach einem Rundgang und Gesprächen mit der Leitung und Bewohnern des Lagers zeigte er sich erschüttert über die Lebensbedingungen und die Perspektivlosigkeit vieler Flüchtlinge: "Die Menschen hier leben in einem dauerhaften Provisorium ohne Aussicht auf eine echte Zukunft für sich." Zwar wären viele der Insassen mittlerweile im Asylverfahren, jedoch seien die maltesischen Behörden mit der großen Zahl von Flüchtlingen überfordert. "Solange die EU-Mitgliedstaaten sich nicht zu einer solidarischen Verteilung von Asylsuchenden und Flüchtlingen und der damit verbundenen Lasten innerhalb der Europäischen Union durchringen können, werden hier menschliche Tragödien an der Tagesordnung sein", sagte Schneider am Freitag in Valetta. "Alle EU-Länder stehen gemeinsam in der Pflicht, die Aufnahme von Schutzsuchenden in der Europäischen Union zu gewährleisten." Das könne nicht auf die EU Staaten mit Außengrenzen abgewälzt werden. "Dafür setzen wir uns als Evangelische Kirche in Deutschland, aber auch gegenüber den EU-Institutionen ein", betonte Schneider.

Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen in Nordafrika warnte Schneider gemeinsam mit örtlichen Hilfswerken vor einer humanitären Katastrophe. Noch sei nicht absehbar, wann erste Flüchtlinge aus Libyen oder Tunesien Malta erreichten. Dies sei jedoch nur eine Frage der Zeit. "Europa muss auf den Ernstfall vorbereitet sein und schnell unkomplizierte Hilfe leisten. Da geht es dann erst mal um die konkrete Versorgung und den Zugang zu einem effektiven und fairen Asylverfahren. Das gehört zu den Menschenrechten, für deren Einhaltung wir auch sonst eintreten.", so Präses Schneider weiter.

Sollte es zu einem Anstieg von Bootsflüchtlingen über das Mittelmeer kommen, dürfe die EU keinesfalls auf Abwehr setzen und Schutzbedürftige mit Hilfe der europäischen Grenzschutzagentur Frontex an der Landung hindern, warnte der Ratsvorsitzende. "Wir haben für Flüchtlinge eine Verantwortung - zu dieser müssen wir unmissverständlich stehen", betonte Schneider.

Die so genannte Dublin-II-Verordnung schreibt vor, dass Schutzsuchende nur in dem Land einen Asylantrag stellen können, in dem sie erstmals europäischen Boden betreten haben. Dies führt zu einer unverhältnismäßig großen Belastung von Ländern wie Griechenland, Italien oder Malta, welche an der südlichen EU-Außengrenze meist erste Anlaufpunkte für Flüchtlinge aus Afrika, Afghanistan oder dem Irak sind. Deutschland und andere binneneuropäische Länder haben aufgrund ihrer geographischen Lage durch diese Regelung eine vergleichsweise geringe Zahl an Asylanträgen zu bearbeiten. Bisher sind alle Versuche der Europäischen Kommission, die Dublin-II-Verordnung zugunsten einer stärkeren Lastenteilung zu überarbeiten, am Widerstand dieser Länder gescheitert.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.03.2011 18:46.

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Immer mehr Verpackungsmüll verschwindet in den dunklen Kanälen einzelner "Dualer Systeme"

von polis am 04.03.2011 17:55




Immer mehr Verpackungsmüll verschwindet in den dunklen Kanälen einzelner "Dualer Systeme"


Verpackungsmüll

Berlin (rdp/ots) - Jede vierte Verpackung wird zwischenzeitlich nicht mehr ordnungsgemäß lizensiert und entsorgt - Deutsche Umwelthilfe entdeckt erhebliche Unterschiede in der Lizenzierungspraxis der "Dualen Systeme" - Zunahme "kreativer" Entsorgungsangebote bedroht eine hochwertige Recyclingwirtschaft in Deutschland - DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch fordert konsequente behördliche Kontrollen und Sanktionen

In den Entsorgungskanälen der "Dualen Systeme" verschwindet Verpackungsmüll. Jede vierte Verpackung ist nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) nicht ordnungsgemäß bei einem der neun Unternehmen der "Dualen Systeme" angemeldet. Da der Recyclingmarkt hart umkämpft ist, interpretieren offensichtlich einzelne Systembetreiber die komplizierte Gesetzgebung mit immer trickreicheren Interpretationen der Verpackungsverordnung. Mit Preisdumping und Billigst-Angeboten an Hersteller, die im Rahmen der Produktverantwortung für die Entsorgung ihrer Verpackungen verantwortlich sind, kämpfen die "Dualen Systeme" um die Aufträge - mit der Folge schlechter werdender Recyclingqualität. "Die von wenigen Ausnahmen abgesehen praktisch völlige Abwesenheit behördlicher Kontrollen hat einen faktisch rechtsfreien Raum entstehen lassen. Wir leben aber noch nicht wirklich in Süditalien. Die für den Vollzug der Abfall- und Recyclinggesetze zuständigen Länderbehörden dürfen nicht länger wegschauen, wenn sich Handel und Industrie durch die immer breitere Nutzung von Pseudoentsorgungsangeboten einen finanziellen Vorteil in hoher dreistelliger Millionenhöhe verschaffen und in der Folge Verpackungen und Altprodukte immer weniger qualifiziert recycelt werden", sagte Jürgen Resch, DUH-Bundesgeschäftsführer.

In den deutschen Haushalten fallen jährlich 5,9 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle zur Entsorgung über die gelben Tonnen und Säcke sowie über die Altglas- und Altpapiersammlung an. Davon sind aber nur 4 Millionen Tonnen bei den "Dualen Systemen" angemeldet. Besonders dramatisch ist die Situation bei Papier und Leichtverpackungen: Nach Schätzungen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung sind 39 Prozent der Papierverpackungen und 31 Prozent der Leichtverpackungen nicht lizenziert. Mit der Nicht-Lizenzierung von Verkaufsverpackungen drücken sich die Hersteller vor Entsorgungskosten von rund 730 Millionen Euro - pro Jahr.

650-700 Euro pro Tonne müssen die Hersteller für die Lizenzierung von Leichtverpackungen bei den "Dualen Systemen" zahlen. Papierverpackungen kosten 120-145 Euro pro Tonne und Glasverpackungen kommen auf 45-60 Euro pro Tonne. Deutlich billiger sind für die Unternehmen sogenannte Branchenlösungen und die behauptete Rücknahme von Verkaufsverpackungen im Handel am Point-of-Sale (POS). Dabei dürfen sie nach der Verpackungsverordnung nur sehr beschränkt eingesetzt werden. Branchenlösungen sind nur für Verkaufsverpackungen, die nicht in privaten Haushalten anfallen, sondern beispielsweise in Krankenhäusern, Schulen, Stadien, Kanzleien und Kantinen, zulässig. Die Kosten für die Verpackungsentsorgung durch Branchenlösungen betragen nur 20 bis 40 Prozent der Lizenzgebühren für "Duale Systeme". Die POS-Rücknahme kommt noch billiger und kostet nur 5 bis 20 Prozent der Gebühren im "Dualen System". Sie ist aber nur dann zulässig, wenn private Endverbraucher diese Verpackungen nachweislich im Handel zurücklassen bzw. in den Handel zurückbringen. Aufgrund der hohen Kosteneinsparpotenziale durch Branchenlösungen und POS-Rücknahme ist die Verlockung für die "Dualen Systeme" groß, diese Möglichkeiten überproportional zu nutzen und so ein besonders günstiges Angebot zu machen. Die DUH hat in einer Umfrage unter den neun "Dualen Systemen" zu den Lizenzierungspraktiken erhebliche Unterschiede zwischen den Unternehmen festgestellt.

"Auch bei einer Spezialisierung auf Kunden in bestimmten Produktsegmenten sind durchschnittliche Branchenquoten von 20 Prozent und in einigen Fällen bis zu fast 50 Prozent sowie angebliche POS-Rücknahme von mehr als 10 Prozent als Durchschnitt aller Kunden in einem 'Dualen System' nicht ganz nachvollziehbar", kommentiert Jürgen Resch. "Die aktuelle Situation bei der Verpackungsentsorgung zeigt, dass die von Bund und Ländern beschlossene 'Selbstkontrolle der Wirtschaft' bei der Verpackungsentsorgung wie zu erwarten war gescheitert ist. Eine ordnungsgemäße und umweltgerechte Verpackungsentsorgung ist nur mit konsequenten Kontrollen der zuständigen Länderbehörden möglich."

Vor allem Großkunden sind im Konkurrenzkampf unter den "Dualen Systemen" die Könige und können die Bedingungen diktieren. "Wenn einzelne Angebote für die Verpackungsentsorgung deutlich unter den Kosten für andere liegen, dann sind die Hersteller im Rahmen ihrer Produktverantwortung verpflichtet, nicht nur auf den Preis zu gucken, sondern auch auf die Leistung, die sich dahinter verbirgt", sagte Maria Elander, Leiterin Kreislaufwirtschaft der DUH. "Die Herstellerverantwortung hört nicht mit dem Aushandeln des günstigsten Angebotes auf."

Hintergrund

Die DUH hat die neun "Dualen Systeme" nach den Lizenzierungspraktiken für Verkaufsverpackungen im Jahr 2009 sowie zu Trends und Gesamtpotenzialen für Branchenlösungen und POS-Lösungen befragt. Vier Anbieter (Belland Vision GmbH, Interseroh Dienstleistungs GmbH, Redual GmbH und Veolia Umweltservice Dual GmbH) haben mit Hinweis auf Geschäftsgeheimnisse keine Angaben zu Anteilen an Branchenlösungen bzw. POS gemacht. Fünf Unternehmen (Duales System Deutschland GmbH, EKO-Punkt GmbH, Landbell AG, Vfw GmbH und Zentek GmbH & Co. KG) haben mengenbezogene Daten zu Branchenlösungen und POS geliefert, wobei die Landbell AG nachträglich die Veröffentlichung der Daten untersagt hat. Die Antworten belegen deutliche Unterschiede zwischen den Systembetreibern.

Auffällig ist unter anderem die offensichtlich sehr unterschiedliche Handhabe der POS-Rücknahme. Im Jahr 2009 haben die Kunden von EKO-Punkt und Zentek gar keine POS-Mengen gemeldet; die Kunden vom Dualen System Deutschland durchschnittlich 0,3 Prozent und die Kunden von Vfw durchschnittlich 11,2 Prozent. Nach Berechnungen der DUH hätten demnach die Kunden der übrigen Systemanbieter (Belland Vision, Interseroh, Landbell, Redual/Reclay und Veolia) im Durchschnitt 14,4 Prozent ihrer Leichtverpackungen und 8,0 Prozent ihrer Glasverpackungen am POS zurückgenommen. Dabei schätzt die Mehrzahl der dualen Systeme das durchschnittliche Gesamtpotenzial für POS-Rücknahme auf 1-3 Prozent der privaten Verkaufsverpackungen.

Diese Schätzung deckt sich mit Beobachtungen der DUH in Einzelhandelsgeschäften. Bei Testbesuchen in insgesamt 10 Lebensmittel- und Drogeriemärkten wurde das Verhalten von 334 Kunden beobachtet. Die Kunden haben jeweils mehrere Produkte gekauft, insgesamt aber nur neun Verpackungen abgegeben. Kein einziger Kunde hat Verpackungen von Zuhause mitgebracht. Angenommen, jeder Kunde würde ein bis fünf verpackte Produkte kaufen, entspräche dies einer durchschnittlichen POS-Rücknahmequote von 0,5-3 Prozent.

Während der für alle dualen Systeme durchschnittliche Anteil der Branchenlösungen laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag bei 9 Prozent liegt, ergibt eine differenzierte Betrachtung ein anderes Bild. Den höchsten Anteil an Branchenlösungen (als Durchschnitt für Papierverpackungen, Leichtverpackungen und Glasverpackungen) hat Vfw mit 45 Prozent, den niedrigsten EKO-Punkt mit 0,3 Prozent; Zentek liegt bei 13 Prozent und Duales System Deutschland bei 4,9 Prozent. Im Durchschnitt wären nach Berechnungen der DUH die Kunden der anderen Systemanbieter (Belland Vision, Interseroh, Landbell, Redual/Reclay und Veolia) demnach mit 20,9 Prozent ihrer Papierverpackungen, 19,9 Prozent ihrer Leichtverpackungen und 1,8 Prozent ihrer Glasverpackungen an Branchenlösungen beteiligt.

Der Anteil branchenfähiger Verkaufsverpackungen eines "Dualen Systems" hängt vor allem von den Produktpaletten und Vertriebsstrukturen seiner Kunden ab. So wird beispielsweise der Großteil Süß- und Backwaren sowie Kaffee, Tee und Kakao an private Verbraucher verkauft. Systeme, die hauptsächlich Kunden in diesen und anderen Segmenten des Lebensmittelbereichs haben, können entsprechend nur geringe Mengen Verpackungen an Branchenlösungen beteiligen. Systembetreiber, die z.B. überwiegend Hersteller von medizinischen Produkten oder von Autoersatzteilen unter Vertrag haben, können höhere Branchenanteile ansetzen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.03.2011 17:56.

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Merkels Krisenmechanismus verschärft die Krise

von polis am 04.03.2011 17:35




Merkels Krisenmechanismus verschärft die Krise


Schlecht

Berlin (rdp). "Die EU plant einen Krisenmechanismus, verschärft aber die Krise. Das ist vorsätzliche Enteignung der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler", kommentiert Michael Schlecht anlässlich des Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker die Pläne der Bundesregierung zur Vorbereitung des EU-Gipfels. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

Merkel will nicht die deutschen Exportüberschüsse angehen, sondern die Agenda 2010, Rentenkürzungen und Schuldenbremsen in ganz Europa durchsetzen. Es können aber nicht alle EU-Staaten gleichzeitig Vize- Exportweltmeister sein. Diese Enteignung der Bevölkerungsmehrheit wird den Aufschwung abwürgen und die politische Zustimmung zur EU untergraben. Die EU tut zudem nichts gegen die Wucherzinsen der Banken für Staatskredite und lehnt eine Beteiligung der Gläubiger an den Kosten der Euro-Krise ab.

Merkels Pläne für den ständigen European Stability Mechanism (ESM) sind darüber hinaus grundgesetzwidrig. Die Vertragsänderung soll ohne Zweidrittelmehrheit im Bundestag erfolgen, die Ausgestaltung des Mechanismus außerhalb des EU-Rechts angesiedelt werden. Der Mechanismus soll tiefe Einschnitte in das Haushaltsrecht des Bundestags begründen. DIE LINKE bezweifelt daher, dass der ESM den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts und des Europarechts genügt.

DIE LINKE lehnt den ESM ab. Die Verursacher und Profiteure der Krise müssen über eine Beteiligung der Gläubiger bzw. eine Besteuerung hoher Vermögen zur Verantwortung gezogen werden. Wir brauchen einen Abbau der hohen deutschen Exportüberschüsse, etwa über Mindestlöhne und höhere öffentliche Investitionen. Zudem fordert DIE LINKE Euro- Anleihen und Kredite einer Europäischen Bank für öffentliche Anleihen, um die Wucherzinsen der Kapitalmärkte zu drücken."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.03.2011 17:38.

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Gigaliner spaltet die Lkw-Branche

von polis am 04.03.2011 14:36




Gigaliner spaltet die Lkw-Branche


Gigaliner

Berlin (rdp). Während das Bundesverkehrsministerium gegen das Nein der Mehrheit der Bundesländer an Gigaliner-Testfahrten festhält, fehlt dem Vorhaben sogar in der Lkw-Branche zunehmend der Rückhalt. Die Gewerkschaft Verdi, die viele Lastwagenfahrer vertritt, und Spediteure kritisierten das Konzept Riesen-Lkw als mittelstands- und arbeitnehmerfeindlich. „Keiner in Deutschland will den Monstertruck - nur eine Handvoll Großspeditionen und ein paar Hersteller“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Freitag in Berlin.

Die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende, Andrea Kocsis, warnte davor, dass die Arbeitsbelastung der Lkw-Fahrer durch den Einsatz von überlangen Lastwagen weiter steigen werde. „LKW-Fahrer haben eine hohe Verantwortung. Schon heute ist der Druck riesengroß. Mit dem Gigaliner noch einen oben drauf satteln zu wollen, ist fahrlässig“, sagte Kocsis. Um den Arbeits- und Gesundheitsschutz sei es in der Transportbranche nicht zum Besten bestellt. Der enorme Preisdruck im Straßengüterverkehr führe schon jetzt dazu, dass Fahrer systematisch zur Selbstausbeutung gezwungen seien. „Wenn das Bundesverkehrsministerium von den Riesen-Lkw mehr Effizienz erwartet, ist das eine Effizienzsteigerung auf den Knochen der Fahrerinnen und Fahrer“, bilanzierte Kocsis.

Auch Spediteure übten Kritik am Kurs des Verkehrsministeriums. „Der Gigaliner ist mittelstandsfeindlich“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter der Spedition Paneuropa Rösch, Jürgen Muhle. Innerhalb der Branche werde es einen harten Verdrängungswettbewerb zwischen großen und mittleren Speditionen geben. Sein Unternehmen habe für umweltfreundlichen Transport schon mehrfach Umweltpreise gewonnen, etwa indem Paneuropa Rösch seine Kühl-Lkw die lange Strecke auf der Schiene zurücklegen lässt. „Mit den Riesen-Lkw-Testfahrten schlägt die Politik die genau entgegengesetzte Richtung ein: Wer Straße und Schiene verknüpft hat, der fühlt sich jetzt verschaukelt“, sagte Muhle.

Olaf Krüger, Vorstandsvorsitzender der Interessengemeinschaft der Bahnspediteure (IBS) beklagte, dass der Gigaliner-Testlauf die Verkehrsträger Straße und Schiene gegeneinander ausspiele anstatt an ihrer Verknüpfung zu arbeiten. Krüger rechnete vor, dass flächendeckend betriebene Riesenlastwagen den Straßentransport um 25 Prozent verbilligen würden. Auch für den Einzelwagenverkehr auf der Schiene sei dies existenzbedrohend. „In den Niederlanden und in Dänemark gibt es keinen Einzelwagenverkehr mehr. Dafür fahren Riesenlastwagen flächendeckend im Echtbetrieb.“

Die Allianz pro Schiene kritisierte, dass der bahnfeindliche Riesen-Lkw vom Steuerzahler teuer bezahlt werden müsse. „Unsere Infrastruktur ist für überlange Lastwagen nicht geeignet“, sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Flege. Kreisverkehre, Parkplätze und Bahnübergänge seien nicht auf 25 Meter ausgelegt, Tunnel müssten an die höhere Brandlast angepasst werden, sagte Flege. „Einige wenige Profiteure wollen uns weismachen, dass längere Lkw effizient, umweltfreundlich und sicher seien. Doch das Gegenteil hat sich inzwischen sogar in der Straßengüterverkehrsbranche herumgesprochen: Gigaliner sind teuer, umweltschädlich und gefährlich.“

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Waffenexporte außer Kontrolle - Deutsches Sturmgewehr illegal in Libyen

von polis am 04.03.2011 14:20




Waffenexporte außer Kontrolle - Deutsches Sturmgewehr illegal in Libyen


van Aken

Berlin (rdp). „Wo immer auf der Welt geschossen und getötet wird sind deutsche Waffen mit dabei, mal legal, mal illegal, aber immer tödlich“, so Jan van Aken zu aktuellen Internet-Videos auf denen ein Sohn Gaddafis mit einem Sturmgewehr G36 der deutschen Firma Heckler & Koch in Libyen posiert. Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:

Eigentlich dürfte es das G36 gar nicht in Libyen geben. Eine Genehmigung wurde nie erteilt. Waffenexporte werden hierzulande so lasch kontrolliert, dass deutsche Waffen am Ende überall in der Welt zu finden sind. Einmal exportiert, wird überhaupt nicht mehr überprüft, ob die Waffen nicht einfach weiterverkauft werden. Es ist eine Legende, dass die Exportkontrollen in Deutschland besonders streng sind. Im Gegenteil: jede Frittenbude wird in Deutschland schärfer kontrolliert als Heckler & Koch und die anderen Waffenschmieden.

Gegen Heckler & Koch ermittelt zur Zeit die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachtes des illegalen Waffenexports nach Mexiko. Auch im Georgien-Krieg 2008 wurden illegale Heckler & Koch-Waffen auf georgischer Seite entdeckt. Da es massive Zweifel an der Zuverlässigkeit der Firma gibt, fordert DIE LINKE, ab sofort keine Waffenexporte von Heckler & Koch mehr zu genehmigen.“

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.03.2011 14:21.

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CDU startet Facebook-Fanseite für Ronald Reagan

von polis am 04.03.2011 12:44




CDU startet Facebook-Fanseite für Ronald Reagan


Reagan

Die CDU Deutschlands hat bei Facebook eine eigene Fanseite für Ronald Reagan ins Leben gerufen. Damit will die CDU ihrer Forderung an den Berliner Senat Ausdruck verleihen, das klare Bekenntnis Reagans zur Deutschen Einheit und seinen denkwürdigen Appell für eine Öffnung des Brandenburger Tores endlich angemessen im Stadtbild zu würdigen.

Denkbar sei etwa die Benennung eines Platzes oder einer Straße nach dem Ehrenbürger der Hauptstadt, erklärte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe zum Start der Seite. „Die ehemals geteilte Stadt Berlin hat Ronald Reagan besonders viel zu verdanken", so Gröhe weiter. „Reagan hat sich wie kaum ein anderer Politiker des Westens für die Freiheit eingesetzt."

Die CDU- Reagan-Facebook-Fanseite:
http://www.facebook.com/ronaldreaganinberlin.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.03.2011 12:45.
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