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polis
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Einigung der Linkspartei im Antisemitismusstreit

von polis am 03.07.2011 20:28




Die Berliner Zeitung zur Einigung der Linkspartei im Antisemitismusstreit:

Berlin (rdp/ots) - Mit nur zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung hat der Parteivorstand einen Leitantrag für das Grundsatzprogramm verabschiedet, der alle Strömungen vereint. Und der Führung ist auch noch der Kunstgriff gelungen, ein fast einhellig verabschiedetes Bekenntnis zum Existenzrecht Israels in dem Dokument unterzubringen. Damit ist immerhin ein für alle Mal festgestellt, dass die Linke in dieser Frage eine unzweideutige Haltung hat. Also alles wieder gut für die seit Monaten eher taumelnde denn voran schreitende Partei? Gewiss nicht. Sie ist gerade einmal dabei, die zerstörerische Beschäftigung mit sich selbst zu beenden und so die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass sie mit möglichen Wählern wieder ins Gespräch kommen kann. Doch das ist längst nicht hinreichend, um etwa Wähler zu gewinnen, die von den Grünen auf ihrem Weg in die Mitte links liegen gelassen werden.

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Zur Lage der Linken

von polis am 03.07.2011 18:41




Märkische Oderzeitung (Frankfurt (Oder)) zur Lage der Linken:

Frankfurt/Oder (ots) - Seit Oskar Lafontaine die politische Bühne in Berlin verlassen hat, geht es mit der Linken stetig bergab. Was Zuchtmeister Lafontaine mit Härte zusammenhielt, zerfällt nun in seine Bestandteile. Da bringen sich auf der einen Seite die Pragmatiker aus dem Osten in Position und da formieren sich Kräfte unterschiedlichster Couleur aus dem Westen, die immer noch die alten Phrasen dreschen. Als untauglich dürfte sich der Versuch erweisen, aus der bestehenden Partei zwei unabhängig voneinander agierende zu machen, über denen ein organisatorisches Dach thront. Das würde nicht einmal funktionieren, wenn Lafontaine als Großer Vorsitzender zurückkehrt. Weit wahrscheinlicher ist, dass das Projekt einer gesamtdeutschen Linken - eine Kopfgeburt Lafontaines und Gysis - scheitert, weil die inhaltlichen, strukturellen und kulturellen Unterschiede zwischen Ost- und West-Genossen zu groß sind. Es wächst eben nicht zusammen, was nicht zusammengehört.

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Vom »Arabischen Frühling« zum »Panzer-Sommer«

von polis am 03.07.2011 18:28




Neues Deutschland: Zu Rüstungsexporten Deutschlands

Berlin (rdp/ots) - Der Weg vom »Arabischen Frühling« zum »Panzer-Sommer« scheint ein kurzer zu sein für die Bundesregierung. Den wohlfeilen Worten über die vermeintlichen Revolutionen im Nahen Osten folgte das beredte Berliner Schweigen, als saudi-arabische Truppen die Demokratiebewegung im benachbarten Bahrain blutig niederschlugen. Ungerührt bringen deutsche Experten weiter das saudische Grenzüberwachungssystem und seine Grenzschützer auf Vordermann. Und nun sollen selbst Kampfpanzer an das Königreich des »schwarzen Goldes« geliefert werden, nachdem man dem autoritären Monarchen schon eine Fabrik für Sturmgewehre in den Wüstenboden gesetzt hat. Helmut Kohl untersagte einst den Export von schweren Waffen nach Saudi-Arabien noch mit Rücksicht auf Israel. Angela Merkel scheint da trotz angeblich doch so strenger Rüstungsexportrichtlinien nicht so pingelig zu sein. Diese verbieten nämlich Waffenlieferungen in Spannungsgebiete und Staaten, die die Rechte ihrer Bürger mit Füßen treten. Von 200 Leopard-Panzern ist jetzt die Rede, und keine gebrauchten, sondern die modernste Variante, der Typ 2A7+. Bei Krauss-Maffei Wegmann, Rheinmetall und zahlreichen Zulieferfirmen wittert man ein Milliarden-Geschäft. Menschenrechtsverantwortung und Glaubwürdigkeit dieser Bundesrepublik dagegen bleiben auf der Strecke. Sie arbeitet weiter an ihrem Ruf als weltweit drittgrößter Todeshändler.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.07.2011 18:29.

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Mit deutschen Panzern gegen den arabischen Frühling?

von polis am 03.07.2011 11:34




Mit deutschen Panzern gegen den arabischen Frühling?


Van Aken

"Die schlimmsten Unterdrücker bekommen die tödlichsten deutschen Panzer - das ist Merkels Beitrag zum arabischen Frühling", kommentiert Jan van Aken (DIE LINKE), Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Unterausschuss Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung, den geplanten Verkauf von 200 Leopard-Kampfpanzern an Saudi Arabien. Van Aken weiter:

Wir werden diese Woche eine aktuelle Stunde dazu im Bundestag beantragen. Saudi Arabien schlägt den Aufstand in Bahrain nieder und gehört zu den schlimmsten Menschenrechtsverletzern der Region. Trotzdem baut Deutschland den Saudis eine Sturmgewehrfabrik, bildet saudische Grenzer aus und will jetzt auch noch Panzer liefern. Wir werden alles daran setzen, diesen tödlichen Deal zu stoppen."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.07.2011 11:38.

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Schäuble macht Politik zu Lasten der Steuerzahler

von polis am 02.07.2011 19:20




Schäuble macht Politik zu Lasten der Steuerzahler


Wagenknecht

Die stellvertretende Vorsitzende der LINKEN, Sahra Wagenknecht, übt scharfe Kritik an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der unmittelbar nach der Entscheidung über die Freigabe einer neuen Milliardenspritze der EU-Staaten eine Staatspleite Griechenlands in Spiel gebracht hat. Wagenknecht erklärt:

Erst werden die Banken vom grössten Teil ihrer Risiken für Griechenland-Anleihen befreit und diese dem Steuerzahler aufgebürdet. Angeblich, weil ein Zahlungsausfall Griechenlands um jeden Preis verhindert werden muss. Dann wird die Katze aus dem Sack gelassen und zugegeben, was schon vorher klar war: Griechenland wird seine Schulden nicht zurück zahlen können. Das ist keine konsistente Politik sondern ein unverantwortlicher Deal zu Lasten der Steuerzahler. Schäuble muss sofort offen legen, wie viel Steuerzahlergeld fällig wird, wenn Griechenland pleite geht. Ein Finanzminister, der die Interessen der Steuerzahler verrät, verstößt gegen seinen Amtseid.

DIE LINKE fordert, das Spielcasino für Banken und Finanzhaie sofort zu schließen. Die Staatsfinanzen sind durch eine Europäische Bank für öffentliche Anleihen aus der Abhängigkeit von Finanzkonzernen und Ratingagenturen zu befreien. Über die Europäische Bank für öffentliche Anleihen könnten sich die öffentlichen Haushalte zu niedrigen Zinsen finanzieren. Der Kapitalmarkt und die privaten Geschäftsbanken würden dazu nicht mehr benötigt. Parallel dazu müssen Banken und private Gläubiger sofort an einer geordneten Entschuldung beteiligt werden. Eine europaweite Vermögensabgabe sollte die verbleibenden Risiken für die öffentliche Hand begrenzen und notwendige Investitionen in den Krisenstaaten finanzieren."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.07.2011 19:20.

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Drehtürwechsel müssen gesetzlich unterbunden werden

von polis am 02.07.2011 19:04




Drehtürwechsel müssen gesetzlich unterbunden werden


Kipping

Berlin (rdp). Die stellvertretende Vorsitzende der LINKEN, Katja Kipping, fordert nach
der Bestätigung der Wechselabsichten von Ex-Bundesbankchef Axel Weber
an die Spitze der Schweizer Großbank UBS eine Gesetzesinitiative gegen
"Drehtürwechsel aus öffentlichen Ämtern in die Führungsetagen der
Wirtschaft". Kipping erklärt:

Kaum hat Axel Weber sein Amt als Bundesbankchef niedergelegt, schon
verkündet er öffentlich seine Pläne für den Umbau einer Privatbank.
Er tanzt der Politik und der Öffentlichkeit auf der Nase herum. Dieser
Drehtürwechsel hat mehr als ein Geschmäckle. Das Insiderwissen des
Ex-Notenbankchefs gehört nicht an die Spitze einer Privatbank. Webers
Wechsel ist ein Warnschuss für die Politik. Wir brauchen endlich eine
gesetzliche Lösung, die derartige Drehtürwechsel aus öffentlichen
Ämtern in die Führungsetagen der Wirtschaft für die Zukunft
verhindert. Ich fordere von der Bundesregierung, dass sie die
Hintergründe für Webers Wechsel eingehend untersucht. Sonst muss es
ein parlamentarisches Nachspiel geben."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.10.2011 10:02.

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Beitrag des Finanzsektors zur Griechenland-Hilfe ist ein schlechter Scherz

von polis am 01.07.2011 12:14




Beitrag des Finanzsektors zur Griechenland-Hilfe ist ein schlechter Scherz


Schlecht

„Der ‚substantielle Beitrag‘ der Banken und Versicherungen zur Unterstützung der Hellenischen Republik ist ein schlechter Scherz und für Herrn Ackermann schöner als Geburtstag feiern im Kanzleramt“, kommentiert Michael Schlecht die Einigung auf eine Beteiligung des Finanzsektors an der Griechenland-Hilfe. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

Die privaten Banken und Versicherungen wollen zwei Milliarden Euro in griechische Anleihen reinvestieren. Diese Anleihen werden jedoch durch die European Financial Stability Facility (EFSF) bzw. die Steuerzahler abgesichert und bescheren den Finanzhaien auch noch hohe Zinsen. Zudem darf die Finanzindustrie Forderungen munter in Zweckgesellschaften auslagern. Die Tilgung griechischer Schulden wird damit zwar gestreckt, aber um keinen Cent reduziert.

Die griechische Schuldenkrise erfordert eine Senkung der Zinslast und eine echte Beteiligung der Gläubiger. DIE LINKE fordert daher unter anderem Staatskredite über eine Bank für öffentliche Anleihen abzuwickeln, um das Geschäft der privaten Banken mit der Staatsverschuldung zu beenden. Dies würde auch eine geordnete Umschuldung ohne Erpressung durch die Wucherzinsen der Finanzhaie ermöglichen. Darüber hinaus brauchen wir eine EU-weite Vermögensabgabe, um verbleibende Risiken für die öffentlichen Haushalte zu begrenzen. DIE LINKE fordert zudem die Offenlegung aller ausstehenden Credit Default Swaps-Kontrakte. Die Bundesregierung macht das Parlament lächerlich, wenn immer neue Rettungsprogramme beschlossen werden, aber keiner weiß wo die Zeitbomben im Finanzsystem ticken.“

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SPD macht Merkel mitverantwortlich für Griechenland-Krise

von polis am 01.07.2011 12:09




SPD macht Merkel mitverantwortlich für Griechenland-Krise


Schulz

Düsseldorf / Berlin (rdp/ots) - Die SPD hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Mitverantwortung für die Zuspitzung der Griechenland-Krise gegeben. Statt die Reformbemühungen der Griechen von Anfang an zu unterstützen, "hat Frau Merkel einen Zickzack-Kurs gefahren, dass einem schwindelig werden konnte", sagte der Chef der SPD-Fraktion im Europaparlament, Martin Schulz, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Schulz machte die Bundeskanzlerin auch mitverantwortlich dafür, dass bei vielen Bürgern das Vertrauen in das gemeinsame Europa bereits geschwunden sei. "Während Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Gerhard Schröder im Interesse von Deutschland für ein starkes Europa eingetreten sind, laviert Frau Merkel entlang der Meinungsumfragen", sagte er. "Das Ergebnis ist eine katastrophale Bilanz in der deutschen Innenpolitik und der europäischen Außenpolitik."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.07.2011 12:10.

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Soziale Verunsicherung macht empfänglich für rechte Botschaften

von polis am 01.07.2011 11:58




Verfassungsschutzbericht Bundestagsvizepräsident Thierse: Soziale Verunsicherung macht empfänglich für rechte Botschaften


Thierse

Halle / Berlin (rdp/ots) - Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat die laut Verfassungsschutz-Bericht zunehmenden rechtsextremistischen Gewalttaten in Ostdeutschland beklagt. "Dass rechtsextremistische Straftaten in Ostdeutschland überproportional häufiger zu verzeichnen sind, ist eine traurige Tatsache", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe). "Dass dies nicht überraschend ist, macht es umso trauriger." Der Osten sei seit 1990 bevorzugtes Feld rechtsextremistisch-ideologischer Indoktrinierungsversuche, so Thierse. "Die soziale Verunsicherung eines Teiles der Bevölkerung macht sie offenbar empfänglicher für die Botschaften der Vereinfachung. Gerade junge Leute sprechen darauf eher an als Menschen mit einer reichen demokratischen Erfahrung." Der SPD-Politiker mahnte: "Verstärkte Anstrengungen der politischen Bildung und die nachhaltige Förderung demokratischer Kultur sind daher in Ostdeutschland besonders notwendig." Laut Verfassungsschutz-Bericht, der heute offiziell vorgestellt wird, verzeichneten die Behörden in Ostdeutschland im vergangenen Jahr 4,8 Prozent mehr rechtsextreme Gewaltdelikte. Bundesweit hingegen sank die Zahl dieser Taten laut einer bereits im April veröffentlichten Statistik um 14,5 Prozent. Von den insgesamt 762 rechtsextremen Gewalttaten entfielen allein 306 auf die fünf Ost-Länder. Hier ereigneten sich damit 40 Prozent der einschlägigen Delikte, obwohl der Anteil der Ostdeutschen an der Gesamtbevölkerung lediglich 15 Prozent beträgt.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.07.2011 12:00.

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Linkspartei Linken-Chef Ernst zieht nach Eklat in der Fraktion erneut Kritik auf sich

von polis am 30.06.2011 10:18




Linkspartei Linken-Chef Ernst zieht nach Eklat in der Fraktion erneut Kritik auf sich

Halle / Berlin (rdp/ots) - Nach der Sitzung der Linksfraktion am Dienstagabend wird in der Partei deutliche Kritik am Vorsitzenden Klaus Ernst laut. Das berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe). Grund ist die Tatsache, dass Ernst dem Vorsitzenden der sächsischen Landesgruppe, Michael Leutert, in der Sitzung das Recht abgesprochen hatte, sich in der Antisemitismus-Debatte zu äußern, weil dazu seine Lebensleistung nicht ausreiche. Leutert sagte dazu der "Mitteldeutschen Zeitung": "Ich bin fassungslos. Ein Vorsitzender disqualifiziert sich damit selbst." Es sei für ihn jedenfalls nicht akzeptabel, dass ein aus Westdeutschland kommender Parteichef ihm als Ostdeutschem die Lebensleistung abspreche. Ernst habe überdies die Aufgabe zu integrieren und dürfe nicht das Gegenteil tun. Die Linkspartei- Abgeordnete Petra Sitte erklärte: "Ich finde den Ausgang der Fraktionssitzung dramatisch und nicht konstruktiv für die weitere Zusammenarbeit. Vor allem in einer modernen Linken muss man sich mit Kritik inhaltlich auseinandersetzen und nicht aufgrund von Hierarchien." Ihr Fraktionskollege Roland Claus sagte der "Mitteldeutschen Zeitung" zu Ernsts Auftritt: "Das ist kein Ausraster, sondern zeigt eine Haltung, die bei Ernst offensichtlich vorhanden ist. Ich finde das ausgesprochen belastend." Leutert hatte im "Tagesspiegel" gesagt: "Ich würde mir wünschen, dass Herr Ernst sachlicher auf ernstzunehmende Einwürfe reagiert. Der Tonfall war nicht angemessen." Der Vorsitzende des Zentralrates der Juden, Dieter Graumann, hatte der Linkspartei zuvor in einem kritischen, aber dennoch wohlmeinenden Zeitungsbeitrag ein Antisemitismus-Problem attestiert - und war daraufhin von Ernst ermahnt worden, "die Niederungen der Parteipolitik" zu verlassen. Nach der Attacke von Ernst auf Leutert verließen etwa 20 Abgeordnete am Dienstagabend aus Verärgerung den Saal. Der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi kritisierte den Parteichef sinngemäß mit den Worten, so gehe das nicht. Ernst entschuldigte sich nachher bei allen Fraktionsmitgliedern per E-Mail.

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