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Studie zeigt deutlichen Rückgang bei Fällen sexueller Gewalt
von redaktion am 18.10.2011 11:35
Studie zeigt deutlichen Rückgang bei Fällen sexueller Gewalt
Bundesbildungsministerin Schavan und KFN-Präsident Pfeiffer präsentieren erste Ergebnisse / Schavan: "Wichtige Schritte zu einer Kultur des Hinsehens"
Um Kinder und Jugendliche besser vor sexualisierter Gewalt zu schützen, bedarf es aktueller, wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse zum Thema Missbrauch. Dies ist eine wichtige Erkenntnis, zu der der Runde Tisch "Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen sowie im familiären Bereich" der Bundesregierung gelangt ist. Die bisher einzige deutsche repräsentative Befragung zu diesem Thema stammt jedoch aus dem Jahre 1992. Aus diesem Grund fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit letztem Herbst eine Aktualisierung und vor allem Erweiterung der Studie. Befragt wurden rund 11.500 Personen im Alter von 16 bis 40 Jahren. 1992 waren es 3.300 Teilnehmer. Die aktuelle Befragung schließt auch die größten Migrantengruppen mit ein.
"Die Erkenntnisse und Daten werden uns dabei helfen zu beurteilen, welche Strukturen den sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen begünstigen und wie wir Kinder besser schützen können", betonte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Dienstag in Berlin. Hier stellte sie zusammen mit Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), erste Ergebnisse der Dunkelfeldstudie vor, die Ende 2013 komplett abgeschlossen sein wird. Das KFN realisierte die Befragung - wie schon die Untersuchung von 1992.
"Im Vergleich zu der Situation vor fast 20 Jahren ist ein deutlicher Rückgang bei Fällen sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen", betonte Schavan. Der Rückgang betreffe vor allem den sexuellen Missbrauch innerhalb der Familie. Zur Erklärung verweist Christian Pfeiffer unter anderem darauf, dass die Anzeigebereitschaft der Opfer deutlich gestiegen sei. "Während in den 80er Jahren im Durchschnitt nur etwa jeder zwölfte Täter damit rechnen musste, dass er zur Verantwortung gezogen wird, trifft es heute jeden dritten." Ministerin Schavan: "Die öffentliche Debatte über dieses Thema, auch im Rahmen des Runden Tisches der Bundesregierung, wird Betroffene weiter darin bestärken, solche Taten anzuzeigen."
"Wir schaffen eine größere Forschungslandschaft in diesem Bereich, deren Ergebnisse in die Praxis einfließen werden. Das trägt zu einer weiteren Enttabuisierung des Themas in allen gesellschaftlichen Bereichen bei. So machen wir wichtige Schritte auf dem Weg zu einer Kultur des Hinsehens", sagte Schavan. Das BMBF hat 30 Millionen Euro für die Forschung zu Missbrauch und sexualisierter Gewalt zur Verfügung gestellt. In einem Forschungsnetz sollen die besten Wissenschaftler aus der medizinischen, psychologischen und sozialwissenschaftlichen Forschung zusammenarbeiten. "Ziel ist die Entwicklung von Maßnahmen für eine bessere Prävention von Gewalt an Kindern und für eine wirksame Therapie von Betroffenen", bekräftigte die Ministerin.
Die Einrichtung von Juniorprofessuren und Forschungsprojekten soll das Themenfeld in der Wissenschaft etablieren. Nur wenn es gelingt, das Thema in den Hochschulen zu verankern, kann mit einer nachhaltigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung gerechnet werden. Ausschreibungen in der Gesundheits- und Bildungsforschung wurden bereits bekannt gegeben. Viele Skizzen, Ideen und Anträge haben das Bundesministerium daraufhin erreicht. Diese wurden von Experten begutachtet und werden in großem Umfang gefördert. So wird zum Beispiel die Erforschung von Therapiemöglichkeiten zur Stabilisierung der psychischen Gesundheit von Betroffenen von sexueller Gewalt finanziell vom BMBF unterstützt. Zudem entwickelt das BMBF Empfehlungen für die Aus- und Fortbildung zum Umgang mit Missbrauchsfällen.
Den Zwischenbericht zur Repräsentativerhebung Sexueller Missbrauch 2010 finden Sie im Internet unter http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/downloads.htm
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/
Gysi: Geld bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken anlegen
von redaktion am 18.10.2011 10:47
Rheinische Post:
Gysi: Geld bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken anlegen

Gysi
Düsseldorf / Berlin (rdp/ots) - Gregor Gysi, Fraktionschef der Linken im Bundestag, rät den Bürgern angesichts der Bankenkrise, ihr Geld nicht länger den Großbanken zu überlassen. "Man kann, ja man sollte sein Geld gerade heute von Sparkassen und Genossenschaftsbanken verwalten lassen", sagte Gysi der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Niemand sei gezwungen, so Gysi, "den Großbanken mit seinem Geld auf deren Konten eine Grundlage für das Finanz-Roulette zu liefern". So könnten die Bürger deutlich machen, dass sie "keine Zockerbanken, sondern vernünftige Kreditinstitute" wollen, sagte Gysi der Zeitung. "Das wäre dann der Beginn eines Trennbankensystems von unten."
Ramelow warnt vor Änderungen Am Leitantrag
von redaktion am 18.10.2011 10:39
Mitteldeutsche Zeitung:
Ramelow warnt vor Änderungen Am Leitantrag

Ramelow
Halle / Berlin (rdp/ots) - Der Vorsitzende der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, hat davor gewarnt, den Leitantrag für den Grundsatzprogrammparteitag Ende der Woche in Erfurt gravierend zu verändern. "Alle Strömungen sollten die Finger davon lassen, die Substanz des Leitantrages aufzuknüpfen", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Online-Ausgabe). "Denn Erfurt ist nicht Gera." Beim PDS-Bundesparteitag in Gera 2002 war es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Traditionalisten und Reformern gekommen, in denen die Reformer unterlagen.
Als umstritten gelten diesmal vor allem die Themen Frieden, öffentlich geförderter Beschäftigungssektor sowie Kirche und Religion. Dem Ziel, Konflikte zu vermeiden, gilt Ramelow zufolge auch ein Delegierten-Treffen, das bereits am Donnerstagabend stattfindet und zu dem überwiegend, aber nicht ausschließlich Reformer eingeladen haben. Daran teilnehmen werden unter anderem die Landesvorsitzenden von Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Klaus Lederer, Steffen Bockhahn und Matthias Höhn, Bundesgeschäftsführerin Caren Lay, das Fraktionsvorstandsmitglied Jan Korte und Ramelow selbst. Man wolle sich dort, so heißt es in der Einladung, "über ein gemeinsames Vorgehen verständigen".
Debatte um die Frauenquote
von redaktion am 18.10.2011 10:31
Neues Deutschland:
Debatte um die Frauenquote
Berlin (rdp/ots) - Es war nicht zu erwarten, dass sich die deutschen DAX-Unternehmen einer gesetzlich verankerten Frauenquote öffnen würden. Warum sollten sie sich Arbeit machen, wenn es sich in dieser Bundesregierung lediglich eine belächelte Außenseiterin leistet, wider den Stachel zu löcken und diese gefürchtete Forderung vorzutragen? Nein, eine Frauenquote wie sie - in unterschiedlicher Ausprägung zwar, aber immerhin - in mindestens sieben europäischen Ländern um uns herum existiert, kommt für Siemens, Fresenius, Adidas, Telekom oder Deutsche Bank überhaupt nicht in Frage, wenigstens so lange Rösler, Leutheusser-Schnarrenberger, Schröder und Merkel die politische Richtung bestimmen. Die sind wahrscheinlich heute noch dankbar, dass der sozialdemokratische Bundeskanzler Schröder seinerzeit seine Frauenministerin zurückpfiff, als sie den Unternehmen schon einmal mit so einer Zumutung kam.
Seitdem wird in Führungsetagen auf eine Menge Sachverstand verzichtet und es wird - was beinahe noch schlimmer ist - ein Beispiel dafür gegeben, dass man Rückständigkeit und Ignoranz in dieser Gesellschaft mit Hilfe der Politik wunderbar kultivieren kann. Einmalig ist an der Ankündigung der DAX-Firmen, sich demnächst freiwillig ein paar Frauen an den Beratungstisch zu holen, vor allem die Dreistigkeit, mit der sie diese uralte Verweigerungstaktik als Initiative darstellen. Und die Unterwürfigkeit der Politik den Unternehmen gegenüber ist inzwischen so groß, dass sie sich dafür freiwillig veralbern lässt.
Ende der Schonzeit
von redaktion am 18.10.2011 10:18
Börsen-Zeitung:
Ende der Schonzeit
Kommentar zu den Finanzmarktregulierungsplänen von EU-Kommissar Michel Barnier
von Detlef Fechtner
Frankfurt / Berlin (rdp/ots) - Lange schien es so, als würde sich die EU-Kommission letztlich doch nicht an die heikle Aufgabe herantrauen, EU-weite Regeln für eine geordnete Abwicklung wankender Banken vorzuschlagen. Mal hieß es, eine solche Vorsorge würde nur noch mehr Anleger verschrecken. Schließlich müssten dann Liquidationen im Detail vorbereitet werden. Wer aber wagt es, auf europäischer Ebene Beerdigungen zu planen - noch dazu, wenn gerade einige Beteiligte ohnehin kränkeln? Ein anderer Einwand lautete, die Investoren könnten verwirrt werden, weil sie die Insolvenzregeln fälschlicherweise nicht nur auf Banken, sondern auch auf Staaten bezögen. Daher wurde der EU-Vorschlag immer wieder verschoben. Auf Juli, auf September, auf Oktober, auf November. Nun aber scheint EU-Kommissar Michel Barnier die Sache nicht länger verzögern zu wollen.
Das ist kein Zufall. Die EU-Behörde, die seit Monaten über vielen Vorgaben für den Finanzmarkt brütet - Ratingagenturen, Wirtschaftsprüfer, Börsenorganisation, Insiderhandel - bekommt von allen Seiten Dampf und soll liefern. In Sichtweite von Barniers Büro campieren Demonstranten, die ihn auffordern, die Zügel für die Banken noch viel, viel enger zu ziehen. Neben dem Druck der Straße bekommt Barnier zudem die Ungeduld der Märkte zu spüren. Die Investoren, so berichten EU-Beamte, hätten selbst großes Interesse, endlich Sicherheit zu haben, dass es Pläne für Banken-Notfälle gibt und sie nicht, wie bei Dexia, erst wieder mit heißer Nadel gestrickt werden müssen.
Die Institute sollten gewarnt sein. Sie können nicht mehr darauf setzen, dass die EU-Regulierung so sehr verzögert und verwässert wird, bis sie sowieso prima damit leben können. Mitte November kommen die Vorschläge für die geordnete Abwicklung. Und bis Jahresende soll die EU-Kapitalrichtlinie zu Basel III in Ratsausschüssen diskutiert werden. Spätestens dann sind diese beiden zentralen Bausteine der neuen EU-Bankenregeln politisch auf dem Weg.
Gewiss, das mag noch nicht viel heißen. Denn früher musste man nicht jede Ansage aus Brüssel für voll nehmen, weil es pfiffige Lobbyisten meist schafften, die Gesetzesvorschläge im Laufe des Verfahrens zu entschärfen. Aber dieses Mal ist einiges anders. Die Banken haben derzeit wenig Verbündete, die sich offen für ihre Interessen starkmachen. Daher sollte keine Bank mehr damit kalkulieren, dass die Steuerzahler sie ja doch wieder rauspauken müssen. Spätestens, wenn die Insolvenzregeln europäisches Recht werden, rückt das Ende der Schonzeit näher.
Es brodelt – wann kocht es?
von redaktion am 18.10.2011 09:40
Es brodelt – wann kocht es?
von Michael Schlecht
Schlecht
 18. Oktober 2011
In mehr als 1000 Städten weltweit gingen die Menschen am 15. Oktober auf die Straße. Auch in Deutschland, in Frankfurt, der Hochburg der Zocker und Bankster, auch in Berlin wo Merkel und Konsorten sich längst zum Hanglanger der Finanzhaie gemacht haben.
Es wurde Zeit, dass die Wut, der Zorn der Menschen endlich auf der Straße sichtbar wird. Uns wurde nach dem Crash 2008 von den Mächtigen dieser Welt versprochen, dass alles sich ändert! Dass die Banken an die Kette gelegt werden, dass das Casino zumindest Regeln erhält. Was ist geschehen? Nichts! Sie lassen sich von den Ackermännern dieser Welt die Gesetze schreiben!
2008 drohten die Banken nach einer aberwitzigen Zockerei zusammenzubrechen. Die Staaten haben sie damals gerettet. Allein in Europa mit Billionenaufwand. Außerdem musste die Realwirtschaft mit Konjunkturprogrammen geschützt werden. So gerieten die Staaten immer tiefer in die Verschuldung. Allein in Deutschland stieg sie seit 2008 um 400 Milliarden Euro.
Dann wurden die „Finanzinvestoren", also vor allem die Banken unsicher, ob die Staaten die Kredite, die sie ihnen geliehen hatten, damit sie selbst gerettet wurden, ordnungsgemäß zurückzahlen können. Beim schwächsten Land – Griechenland – begann die Raserei der Spekulanten zuerst. Andere folgten: Irland, Portugal, Spanien, Italien, Belgien und selbst Frankreich gerät mittlerweile ins Visier der Finanzhaie.
Um die Staatspleiten und letztlich den Zusammenbruch des Euros zu verhindern wurden gigantische „Rettungspakete" in Stellung gebracht. Nur: In Anbetracht der Risiken sind sie zu klein!
Fällt Griechenland – was von vielen geradezu herbeigesehnt wird –, droht der crash des Bankensystems. In jedem Fall der griechischen und zypriotischen. Die Zinsen für Spanien, Italien und andere Länder fliegen dann in den Himmel. Italien ist mit Staatsanleihen von 1,8 Billionen Euro „too big to help", da hilft kein „Rettungsschirm" dieser Welt. Kollabiert halb Europa, dann bricht das europäische Bankensystem zusammen. Mindestens 700 Milliarden Bankkredite wären abzuschreiben. Damit drohen der Systemcrash und der Zusammenbruch des Euros.
Eine neue deutsche Währung würde um rund 40 Prozent aufwerten. Dahin wäre die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft. Neben den Krisenregionen Südeuropas käme die Krisenregion Baden-Württemberg hinzu. Millionen Arbeitsplätze in der Exportindustrie sind bedroht.
Soweit darf es nicht kommen. Das wichtigste ist eine europaweite massive Besteuerung von Reichen und Vermögenden. Mit einer einmaligen Vermögensabgabe von 50 Prozent ließen sich die Staatsschulden halbieren. Und die Banken müssen unter öffentliche Kontrolle und das Casino geschlossen werden. Wir brauchen Sparkassen und keine Zockerbuden.
Es wird sich jedoch erst etwas ändern, wenn der Widerstand groß genug wird. Wenn die Bankentürme in Frankfurt wackeln. Wenn aus den Betrieben heraus Druck gemacht wird. Wenn die Menschen nicht mehr nur mit stiller Wut, die die eigene Seele vergiftet, nicht mehr nur mit Zorn alles über sich ergehen lassen. Wenn es nicht mehr nur brodelt auf den Straßen, sondern wenn es kocht!
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Michael Schlecht, MdB – ist Chefvolkswirt der Fraktion und Gewerkschaftspolitischer Sprecher im Parteivorstand DIE LINKE Â
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1 : 1027 - polis-Presseschau
von redaktion am 18.10.2011 09:01
Presseschau vom 18.10.2011
Mehr als fünf Jahre war er in der Gefangenschaft der Hamas, jetzt ist Gilad Schalit frei.
1 : 1027
Der seit fünf Jahren verschleppte israelische Soldat ÂGilad ÂSchalit ist frei. In den frühen Morgenstunden hat der spektakuläre Gefangenenaustausch zwischen Israel und Palästinensern begonnen. Inzwischen sollen alle 477 palästinensische Häftlinge an ihren Übergabeorten eingetroffen sein. In ca. zwei Monaten sollen weitere 550 palästinensische Häftlinge aus israelischer Haft ebenfalls entlassen werden. Die längste Gefangenschaft eines israelischen Soldaten hinter feindlichen Linien ist damit zu Ende.
fr-online.de
Israelischer Soldat nach fünf Jahren frei
... Die letzte Kolonne mit Gefangenen ist unterwegs: Der israelische Soldat Gilad Schalit ist frei. Der zwischen Israel und den Palästinensern vereinbarte Gefangenenaustausch hat am frühen Morgen begonnen. In Bus-Konvoi wurden die Gefangenen zur Grenze gebracht. ...
faz.net
Gilad Schalit auf dem Weg in die Freiheit
... Nach 1941 Tagen in Geiselhaft hat sich am frühen Dienstagmorgen der israelische Soldat Gilad Schalit auf den Weg in die Freiheit gemacht. Der israelische Rundfunk meldete, der 25 Jahre alte Israeli sei am Gaza-Übergang in Kerem Schalom in ägyptischem Gewahrsam und nicht mehr in den Händen der Hamas. Eine offizielle Bestätigung durch Israel und die Hamas gab es dafür zunächst nicht. ...
spiegel.de
Hamas übergibt Gilad Schalit an Ägypten
... Der mit Spannung erwartete Gefangenenaustausch zwischen Israel und den Palästinensern begann am frühen Dienstagmorgen. Vom israelischen Keziot-Gefängnis in der Negev-Wüste wurden die ersten von insgesamt 477 palästinensischen Häftlingen in Bussen Richtung Grenzübergang Kerem Schalom zum Gaza-Streifen gefahren. Wachpersonal aus Ägypten begleitete den Transport, Kairo hatte die Austauschvereinbarung vermittelt. ...
taz.de
Alles penibel geplant
... Während der Oberste Israelische Gerichtshof noch über die Einsprüche von Opfern palästinensischer Terroranschläge berät, laufen die Vorbereitungen für den Gefangenenaustausch auf Hochtouren. ...
Foto: spiegel.de/reuters
Jelpke sympathisiert mit Bahn-Attentätern
von redaktion am 14.10.2011 10:56
Mitteldeutsche Zeitung:
Jelpke sympathisiert mit Bahn-Attentätern

Jelpke
Halle (ots) - Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, hat sich mit den Zielen der Urheber der jüngsten Brandsätze an Bahnanlagen solidarisiert. Das berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" (Online-Ausgabe). "Die im Bekennerschreiben genannten Ziele der Gruppe sind durchaus richtig", heißt es in einer Mitteilung auf Jelpkes Homepage. "Sie protestiert gegen Kriege von deutschem Boden aus und Waffenlieferungen in alle Welt; sie protestiert gegen die Ausplünderung anderer Kontinente und die Verarmung großer Teile der Bevölkerung - auch hierzulande; sie wendet sich gegen den alltäglichen Leistungsdruck, der Menschen kaputt und krank macht." Überdies hätten die Brandsätze "größtenteils nicht gezündet".
Die Wahl der Mittel sei allerdings "kontraproduktiv", weil bei Gewalt gegen Sachen "niemals ganz ausgeschlossen werden" könne, "dass auch Menschen dabei zu Schaden kommen" und weil sie als "Vorlage für die politische Rechte" diene, "all das zu diskreditieren, wofür die Linke in diesem Land steht". Jelpke schreibt weiter: "Gegen den Willen der übergroßen Mehrheit der Bundesbürgerinnen und -bürger verlängert die Bundestagsmehrheit ein ums andere Mal den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Dagegen ist Widerstand notwendig. Doch mit individuellen Sabotageaktionen auf den öffentlichen Nah- und Fernverkehr kann keine Antikriegsbewegung aufgebaut werden. (...) Den Bundeswehreinsatz in Afghanistan können wir nur mit einer Massenbewegung beenden. Sabotageaktionen zu Lasten der Bevölkerung erweisen diesem Ziel einen Bärendienst. Darum: Lasst uns Sand im Getriebe der Kriegspolitik sein - massenhaft!"
Die Bundestagsabgeordnete war bereits mehrfach wegen Sympathie-Bekundungen mit Terroristen wie der kurdischen PKK oder der baskischen ETA ins Gerede gekommen.
Ermittlungsverfahren gegen Guttenberg nahezu beendet
von redaktion am 14.10.2011 10:14
Ermittlungsverfahren gegen Guttenberg nahezu beendet
Voraussichtlich kein Strafbefehl und keine Anklage
Neustart wäre vorstrafenfrei möglich
Leipzig / Berlin (rdp) - Einem Neustart seiner politischen Karriere bei Rückkehr nach Deutschland steht, nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe), aus juristischen Gründen voraussichtlich nichts mehr im Wege. Das im Zuge der Plagiatsaffäre des früheren Doktors und Bundesverteidigungsministers von der Staatsanwaltschaft Hof eingeleitete Ermittlungsverfahren steht kurz vor dem Abschluss. Oberstaatsanwalt Reiner Laib sagte der Zeitung: "Unsere Ermittlungen sind im Wesentlichen abgeschlossen. Wir gewähren derzeit noch Akteneinsicht." Verzögerungen im Verfahren - eigentlich sollte es bereits im vergangenen Monat abgeschlossen worden sein - seien der Urlaubs- und Krankheitssituation innerhalb der Behörde geschuldet. "Zu Verzögerungen seitens des Herrn zu Guttenberg ist es sicherlich nicht gekommen", sagte Laib. Zu Vermutungen, es hätte dabei auch politische Wünsche gegeben - am vergangenen Wochenende fand in Nürnberg der CSU-Parteitag mit Vorstandswahlen statt - meinte Oberstaatsanwalt Laib lediglich: "Politische Pressionen sind uns keine bekannt."
Wegen des Verstoßes gegen das Urheberrecht dürfte zwar, so erfuhr die Zeitung aus mit dem Ermittlungsverfahren beteiligten Kreisen, der notwendige Schuldvorwurf gegeben sein, zu einer Bestrafung komme es aber nicht. Gesprochen wird derzeit offenbar noch unter anderem auch über eine Zahlung an eine soziale oder gesellschaftspolitische Einrichtung.
Bereits im Sommer habe zu Guttenberg, dem Bericht zufolge, gegenüber Gesprächspartnern erklärt, man habe sich mit den Behörden prinzipiell "geeinigt" und am Ende würde es für ihn "sehr gut ausgehen". Bei einer Einstellung des Verfahrens ohne Anklage oder Strafbefehl gilt zu Guttenberg, der sich derzeit in den USA aufhält, als nicht vorbestraft.
Occupy Deutschland - polis-Presseschau
von redaktion am 14.10.2011 09:18
Presseschau vom 14.10.2011
Sie verabreden sich im Internet und protestieren gegen die wachsende soziale Ungleichheit
– diese Demonstranten marschieren in New York vor der Filiale einer Bank nahe der Wall Street.
Occupy Deutschland
Morgen werden weltweit, in zahllosen Städten, Menschen durch die Straßen ziehen und sich empören. Analog zur New Yorker Â"Occupy Wall Street"-Bewegung fordern sie das Ende eines menschenverachtenden Finanzkapitalismus als Ursache von Krisen, Not und Hunger in der Welt. Wie viele Menschen es werden ist völlig offen. "Wir sind 99 %", wird einer ihrer Hauptslogans sein. Wenn man sie fragt, wer sie organisiert, werden sie sagen: "Ich!" Auch in Deutschland werden sich viele empören: "ÂOccupy Berlin, Frankfurt, Hamburg, München ... ".
fr-online.de
Der Aufstand der 99 Prozent
... Sven Giegold erkennt bereits die Entstehung einer neuen globalen Bewegung. „Erstmals seit den Protesten gegen den Irak-Krieg gelingt es, dass sich Basisbewegungen global zusammenschließen", sagt der Grünen-Politiker, der bereits der Geburt einer anderen globalen Bewegung vor knapp einem Jahrzehnt beigewohnt hat: dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac. ...
spiegel.de
Deutschland probt den Aufstand gegen die Finanzmacht
... "Am 15. Oktober wird etwas passieren", versprechen die Cyber-Revolutionäre. Tausende sollen sich erheben, allein in Deutschland, "für die Herrschaft des Volks, gegen die Diktatur des Gelds". "Der New Yorker hat es begonnen", heißt es in einem Aufruf zum Protest in Frankfurt. "Der Hesse wird es beenden." ...
taz.de
Wall-Street-Widerstand World Wide
... Athen, Madrid, New York - Sozialproteste und Kritik an den Finanzmärkten haben in den vergangenen Wochen in vielen Ländern für Furore gesorgt. In Deutschland dagegen kommt die öffentlich wahrnehmbare Kritik an der Krisenpolitik bislang überwiegen von Ökonomen und Politikern. Am Samstag könnte sich das ändern. Für das Wochenende rufen Attac und andere Gruppen in mehr als 50 Städten zu Protesten auch in Deutschland auf. ...
sueddeutsche.de
Sie sind viele und sie sind wütend
... In New York besetzt die "Occupy"-Bewegung die Wall Street, jetzt schwappt der Protest auch nach Europa. Am Samstag werden in zahlreichen deutschen Städten Menschen auf die Straße gehen - gegen die Finanzmärkte und gegen "das System". Wer steckt dahinter? Und was fordern die Aktivisten? ...
Foto: fr-online.de/dpa


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