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Homo-Ehen-Verbot in Kalifornien aufgehoben
von redaktion am 05.08.2010 14:02
Homo-Ehen-Verbot in Kalifornien aufgehoben

Berlin (rdp). Ein US-Bundesrichter hat am Mittwoch das Verbot der "Homo-Ehe" in Kalifornien aufgehoben. Geklagt hatten zwei homosexuelle Paare, weil das im November 2008 beschlossene Verbot ihrer Ansicht nach die Bürgerrechte einschränke. Homosexuelle können aber auch nach dem Urteil vorerst nicht in Kalifornien heiraten.
Richter Vaughn Walker vom US-Bezirksgericht in San Francisco sagte, er wolle noch entscheiden, ob die Entscheidung bis zu einem möglichen Berufungsverfahren ausgesetzt bleiben soll.
Beide Seiten hatten vor dem Urteil angekündigt, im Falle einer Niederlage das nächsthöhere Gericht anzurufen. In diesem Fall wäre das das für Kalifornien zuständige US-Berufungsgericht. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Streit um die Ehe von Homosexuellen danach bis vor den Obersten Gerichtshof in Washington getragen wird.
Im Kern geht es bei dem Verfahren darum, ob es gegen die US-Verfassung verstößt, dass Kalifornien im November 2008 per Volksabstimmung das Verbot der Homosexuellen-Ehe in seine Staatsverfassung aufnahm. Fünf Monate zuvor hatte das Oberste Gericht Kaliforniens gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt, und etwa 18.000 Paare hatten dort seither bereits den Bund fürs Leben geschlossen.
Bundesrichter Walker schrieb in seinem 136-seitigen Urteil, dass der Passus in der kalifornischen Verfassung vor allem bedeute, dass heterosexuelle Paare mehr wert seien als homosexuelle. Er legitimiere eine ungleiche Behandlung von Hetero- und Homosexuellen und bewahre das Stereotyp, dass Schwule und Lesben keine Langzeitbeziehungen eingehen und keine guten Eltern sein könnten. Deshalb verstoße der «Proposition 8» genannte Passus gegen die US-Verfassung.
Bei Befürwortern der Homosexuellen-Ehe, die sich in Erwartung des Richterspruchs vor dem Gerichtsgebäude versammelt hatten, löste die Entscheidung Jubel aus. Wenig später marschierten sie durch San Francisco, wo seit langem viele Homosexuelle leben. In New York kamen vor einem Gerichtsgebäude in Manhattan etwa 150 Sympathisanten zusammen. «Unsere Liebe gewinnt», war auf ihren Schildern zu lesen. Organisatoren der Kundgebung verlasen Passagen aus dem Urteilsspruch.
Die Gegner der «Homo-Ehe» führen an, sie wollten das traditionelle Eheverständnis schützen und das verantwortungsvolle Kinderkriegen fördern. Sie befürchten besonders, dass homosexuelle Ehepaare das Recht bekommen könnten, Kinder zu adoptieren. Die amerikanische Gesellschaft ist in dieser Frage tief gespalten. Vor der Volksabstimmung 2008 führten Gegner und Befürworter einer Verfassungsänderung den teuersten Wahlkampf über eine soziale Angelegenheit in der US-Geschichte. Bislang können gleichgeschlechtliche Paare nur in den US-Staaten Massachusetts, Iowa, Connecticut, Vermont, New Hampshire und in der Hauptstadt Washington heiraten.
Schwere Schlappe für Monstertruck-Befürworter
von redaktion am 05.08.2010 12:23
Schwere Schlappe für Monstertruck-Befürworter

Berlin (rdp). Die Fachhochschule Erfurt ist bei einer Befragung von regionalen Spediteuren zum Thema Riesen-Lkw auf ein vernichtendes Echo gestoßen: Über 90 Prozent von 247 angesprochenen regionalen Transportunternehmen sahen keinen Bedarf für den Einsatz von überlangen Lkw. „Das ist in dieser Klarheit neu“, sagte der Koordinator des EU-weit operierenden Kampagnenbündnisses No Mega Trucks, Martin Roggermann. „Bisher wussten wir, dass Monstertrucks umweltschädlich, gefährlich und für den Steuerzahler teuer sind. Jetzt haben wir dazugelernt, dass Riesenlaster sogar in der Speditionsbranche weithin ungeliebt sind.“ Die Erfurter Studie habe klargemacht, dass das Konzept Riesen-Lkw lediglich die Interessen weniger Großunternehmen befriedige, sagte Roggermann. Ansonsten biete die Befragung kaum Neues. „Dass unter Laborbedingungen längere Lastwagen Sprit sparen und Fahrten überflüssig machen könnten, ist eine Milchmädchenrechnung, die im flächendeckenden Alltagsbe
trieb
nicht aufgeht“, sagte Roggermann. „Den Befürwortern gehen langsam die Argumente aus.“
Die Allianz pro Schiene begrüßte ausdrücklich die jüngste Entscheidung der Thüringischen Landesregierung, dem für Anfang 2011 geplanten bundesweiten Feldversuch fernzubleiben. „Thüringen ist gut beraten, wenn es die Verkehrsverlagerung auf die Schiene ins Auge fasst, anstatt Riesen-Fahrzeuge rollen zu lassen, die eigentlich niemand will“, sagte Roggermann. Weil immer mehr Länder die Testfahrten auf ihrem Gebiet ablehnten, werde es immer unwahrscheinlicher, dass sich das Bundesverkehrsministerium mit seinem Plan durchsetzen könne, so Roggermann.
Weitere Informationen, die Präsentation der Fachhochschule Erfurt und internationale Studien auf www.allianz-pro-schiene.de
Ehrung des unsichtbaren Riesen der Kleinkunst
von redaktion am 05.08.2010 12:13
Ehrung des unsichtbaren Riesen der Kleinkunst: Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2010 für Christof Stählin

Stählin
Berlin, Hechingen (rdp/ots) - Mit Christof Stählin ehrt der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. einen der "großen Unbekannten" unter den deutschen Künstlern. Der Liedermacher, Dichter, Kabarettist und Schriftsteller Stählin erhält am 03. Oktober in Hechingen den diesjährigen Ehrenpreis. Die Jury würdigt mit dieser Auszeichnung Stählins herausragende künstlerische Leistungen als "präziser Beobachter und Wortmetz, Tondichter und Sänger" sowie als "heimlicher Doyen der Waldeck-Lieder'macher'." Die Jury weiter: "Manche deutschen Wellen sind vorübergeschwappt, während Stählins leise gezupften, unaufdringlichen und dennoch schlagkräftigen Lieder unüberhörbar weiterklingen."
Zu seinen Schülern gehören Eckart von Hirschhausen und Judith Holofernes
Die Jury hebt neben der Bedeutung von Stählins eigenem Werk auch sein Wirken als Mentor des künstlerischen Nachwuchses hervor: Seit 1989 leitet Stählin SAGO, die Akademie für Poesie und Musik. Während Stählin selbst bis heute nur Kennern und Liebhabern bekannt ist und seit Jahrzehnten als Geheimtipp gilt, haben zahlreiche heute bekannte Künstler Stählins Schule durchlaufen und wurden von seinem Stil nachhaltig geprägt. Zu seinen Schülern zählen der Kabarettist Eckart von Hirschhausen, die Sängerin Judith Holofernes von der Band "Wir sind Helden", die Klavierkabarettisten Martin Betz, Sebastian Krämer und Bodo Wartke sowie die Liedermacher Martin Sommer und Dota Kehr.
Vielfach ausgezeichnet
Der 1942 geborene Stählin wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Seine Preise spiegeln die gesamte Bandbreite seines Schaffens wider: 1976 erhielt er den Deutschen Kleinkunstpreis, 1978 den Deutschen Schallplattenpreis, 1991 den Liederpreis des Südwestfunks, 2000 das Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste um die deutsche Sprache, 2005 war er Sieger in der Darmstädter Dichterschlacht.
NRW-Schüler sollen Umgang mit Facebook lernen
von redaktion am 05.08.2010 12:02
NRW-Schüler sollen Umgang mit Facebook lernen

Essen/Berlin (rdp/ots) - Nordrhein-Westfalens Schüler sollen einen verantwortungsvollen Umgang mit Facebook lernen. Deshalb will die rot-grüne Minderheitsregierung einen Medienkompetenzführerschein für Schüler einführen. Medienministerin Angelica Schwall-Düren (SPD) sagte in einem Gespräch mit den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Donnerstag-Ausgabe), dass neben den Elternhäusern "auch die Schule ihren Teil dazu beitragen sollte, Mädchen und Jungen einen rationalen Umgang mit den digitalen Möglichkeiten nahezubringen".
Dazu gehöre, einen bewussten Umgang mit sozialen Online-Netzwerken wie Facebook zu trainieren. Schwall-Düren wies darauf hin, dass unvorsichtig preisgegebene persönliche Daten zu Mobbing missbraucht werden und "auch bei beruflichen und sozialen Karrieren hinderlich sein" können.
Zum bewussten Umgang mit Medien gehört für Schwall-Düren auch, dass Schüler lernen sollten, Nachrichten einzuordnen und zu bewerten. "Viele Menschen glauben Nachrichten im Fernsehen oder im Internet kritiklos. Und in Gesprächen stellt man dann fest, dass sie die Sache gar nicht richtig verstanden haben." Als einen Weg zur Lösung des Problems sieht die Landesregierung das Schulprojekt "ZeitungsZeit Nordrhein-Westfalen". In dem vom Land NRW unterstützten Projekt haben Neuntklässler ab September die Möglichkeit, in der Schule mit der vor Ort verfügbaren Regionalzeitung zu arbeiten.
Milliardäre aller Länder … - polis-Presseschau
von redaktion am 05.08.2010 08:08
Presseschau vom 05.08.2010

Beispiellose Initiative gestartet: Warren Buffett und Bill Gates.
Milliardäre aller Länder …
38 amerikanische Milliardäre versprechen die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Die Initiatoren, Bill Gates und Warren Buffet, fischen mit dem Köder des philanthropischen Seins in erklecklichen Gewässern.

fr-online.de
Die Gnade der Reichen
… Die von Gates und Buffett ins Leben gerufene Initiative „The Giving Pledge“ veröffentlichte am Mittwoch die Namen der 38 spendablen Superreichen. Microsoft-Gründer Gates arbeitet schon seit Gründung der Bill und Melinda Gates Stiftung 1994 daran, sein Geld im Kampf gegen Gesundheits-, Armuts- und Bildungsprobleme unter die Bedürftigen dieser Welt zu bringen. 2006 überzeugte Gates zunächst seinen Freund Buffett, in Raten 99 Prozent seines Geldes zu spenden Nun haben die beiden reichsten Männer der USA andere Superreiche zum Nachmachen animiert. …

faz.net
Milliardäre wollen Hälfte ihres Vermögens spenden
… Gates und Buffett wollen letztendlich Hunderte Superreiche überzeugen, einen Großteil ihres Vermögens zu Lebzeiten oder nach ihrem Tod zu spenden und dies öffentlich in einer Absichtserklärung zu geloben. Laut dem Magazin „Forbes“ leben in den Vereinigten Staaten mehr als 400 Milliardäre, so viel, wie in keinem anderen Land. Buffett hatte schon 2006 erklärt, 99 Prozent seines Vermögens der Bill & Melinda Gates Stiftung und Familien-Wohltätigkeitsorganisationen zu vermachen. Der 54 Jahre alte Gates und seine Frau haben bislang mehr als 28 Milliarden Dollar an ihre Stiftung gegeben. …

spiegel.de
40 Superreiche spenden Hälfte ihres Vermögens
… Die Liste der Milliardäre, die sich dazu verpflichtet haben, einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens zu spenden, liest sich wie ein Who's who der US-Superreichen: New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg ist ebenso darunter wie Oracle-Mitgründer Larry Ellison, der Energie-Tycoon T. Boone Pickens und Medienmogul Ted Turner. Weiterhin zählen dazu der Immobilien- und Baumilliardär Eli Broad, der Risikokapitalgeber John Doerr, der Medienunternehmer Gerry Lenfest und der ehemalige Cisco-Chef John Morgridge. …

taz.de
Reiche spenden ihr halbes Vermögen
… In einer beispiellosen Initiative haben 40 Milliardäre aus den USA das Versprechen gegeben, mehr als die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Allerdings handele es sich dabei um eine "moralische Verpflichtung" und nicht um eine rechtlich bindende Zusage, teilte die Gruppe The Giving Pledge (Das Spenden-Versprechen) am Mittwoch mit, in der sich die Milliardäre zusammengefunden haben.
Hinter der vor erst sechs Wochen ins Leben gerufenen Initiative stehen Microsoft-Gründer Bill Gates und Großinvestor Warren Buffet. Das außergewöhnliche Spendenversprechen haben demnach unter anderen auch Medienmogul Ted Turner, der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg und Hollywood-Regisseur George Lucas abgegeben. ...
Foto: taz.de/dpa
Dr. Motte fühlt sich mitschuldig am Love Parade-Drama
von redaktion am 04.08.2010 15:17
Dr. Motte fühlt sich mitschuldig am Love Parade-Drama

Roeingh/Dr.Motte
Hamburg/Berlin (rdp/ots) - Dr. Motte, der Berliner Gründer der Love Parade,
fühlt sich mitschuldig an der Katastrophe von Duisburg. Dem
ZEITmagazin sagte er: "Ich fühle mich schuldig, dass ich die ganze
Sache nicht frühzeitig gestoppt habe". Der 50-Jährige fügte hinzu:
"Ich sehe heute die Love Parade als mein Kind an, ein Kind, das
missbraucht wurde."
Der Veranstalter, der eigentlich Matthias Roeingh heißt, war bis
vor wenigen Jahren Miteigentümer der Markenrechte. Er sagt, er sei
beim Verkauf an die Fitnesskette McFit überstimmt worden und habe
kein Veto eingelegt. Der Geist der Love Parade sei in Berlin
geblieben: "... mein mit der Love Parade verbundener Traum war der
Weltfrieden, und durch die Wiederholung der Veranstaltung sollten
andere Menschen mit diesem Traum angesteckt werden. Die Love Parade
sollte für immer sein, ein Fest der Menschheit." Alles, wofür
Duisburg vor der Katastrophe gestanden habe, habe nichts mehr mit
Techno zu tun gehabt.
Ich glotz TV - "Terra X"-Dokumentation über Karl Mays letztes Rätsel
von redaktion am 04.08.2010 15:10
ZDF-"Terra X"-Dokumentation über Karl Mays letztes Rätsel / Rainer Strecker und Adnan Maral als Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar

May
Mainz/Berlin (rdpots) - Er erfand Welten, die so realitätsnah erschienen, dass seine Leser sie für wahr hielten, inszenierte sich öffentlich als seine Romanfiguren Kara Ben Nemsi und Old Shatterhand und behauptete, die Schauplätze seiner imaginären Reisen selbst gesehen und die Abenteuer seiner Helden selbst erlebt zu haben: Karl May, einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller. Die neue "Terra X"-Dokumentation "Karl May - Das letzte Rätsel", die am Sonntag, 8. August 2010, 19.30 Uhr, im ZDF ausgestrahlt wird, sucht Antworten auf die Fragen: Wie gelang es ihm, so authentisch zu schreiben, dass Millionen von Fans seine "Reiseerzählungen" in Prärie und Wüste für bare Münze nahmen? Was trieb ihn dazu, in die Rolle seiner Helden zu schlüpfen? War er ein Hochstapler und krankhafter Lügner, wie seine Gegner behaupteten? Litt er an einer gespaltenen Persönlichkeit, wie er selbst in seiner Autobiografie schreibt?
Ein Psychogramm, erstellt von Prof. Hinderk Emrich, entschlüsselt die außergewöhnliche Begabung des Schriftstellers. Der renommierte Psychiater und Fantasieforscher widerlegt anhand einer Schriftanalyse die von May selbst erfundene Legende seiner multiplen Persönlichkeit.
Der Karl-May-Experte Dr. Johannes Zeilinger fahndet in der "Villa Shatterhand" in Radebeul, wo May lebte, nach den Quellen, die der Autor für seine Werke benutzte. In grandiosen Naturkulissen in der tunesischen Wüste überprüft Zeilinger, inwieweit Fakten und Fiktionen in den Romanen des großen Fantasten tatsächlich übereinstimmen.
Die Dokumentation von Autorin Luise Wagner beschreibt den Aufstieg eines bettelarmen Weberjungen zum meistgelesenen deutschen Schriftsteller. Sie zeichnet das Porträt eines Menschen, der mit der enormen Kraft seiner Fantasie die Schicksalsschläge seiner Kindheit und Jugend überwand und in den Helden seiner Romane die Traumrollen seines Lebens fand.
Aufwändige Spielszenen erzählen die Abenteuer seiner Helden Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar im Orient. Der Berliner Schauspieler Rainer Strecker ("Einsatz in Hamburg") spielt in einer Doppelrolle Karl May sowie sein Alter ego Kara Ben Nemsi. Hadschi Halef Omar wird dargestellt von Adnan Maral ("Türkisch für Anfänger").
Brüderle beim Fachkräftemangel auf den Hundt gekommen
von redaktion am 04.08.2010 14:45
Brüderle beim Fachkräftemangel auf den Hundt gekommen

Wagenknecht
Berlin (rdp). „Nachdem Wirtschaftsminister Brüderle zur Linderung des angeblich vorhandenen Fachkräftemangels bereits ein Begrüßungsgeld aus der Mottenkiste geholt hat, möchte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, gleich die ganze Zuwanderung flexibilisieren.
Beide verschweigen: Wer Fachkräfte haben will, der muss sie ausbilden und gemäß ihrer Qualifikation bezahlen“, kommentiert die stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Sahra Wagenknecht, die aktuelle Debatte über das angeblich große Problem des Fachkräftemangels. Sahra Wagenknecht weiter:
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat ermittelt, dass die deutschen Auswanderer höher qualifiziert sind als der Durchschnitt. Offensichtlich sind die deutschen Arbeitgeber nicht gewillt den hier ausgebildeten Fachkräften ausreichende Vergütungen und Arbeitsbedingungen zu bieten. Das zeigt, dass der Fachkräftemangel nicht sehr groß sein kann. Die Diskussion ist stattdessen ein durchsichtiges Manöver, mit dem die Unternehmen durch den Zugriff auf ein höheres Arbeitskräftepotential den Druck auf die inländischen Löhne und Gehälter verstärken wollen.
Die Einwanderung nach Deutschland nach den Profitinteressen der Unternehmen auszurichten, während regelmäßig Flüchtlinge bei dem Versuch sterben nach Europa zu gelangen, ist unmenschlich und pervers."
Atomfilz beim Endlager Gorleben
von redaktion am 04.08.2010 11:38
Atomfilz beim Endlager Gorleben - Umstrittener Ex-Manager von Vattenfall soll an Sicherheitsanalyse mitarbeiten

Hamburg/Berlin (rdp/ots) - Bei Vorarbeiten zum geplanten Atom-Endlager in Gorleben soll auch ein ehemaliger Pannen-Manager des Energiekonzerns Vattenfall mitwirken. Wie das Hamburger Magazin stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, wird Dr. Bruno Thomauske an einer "vorläufigen Sicherheitsanalyse" beteiligt, die demnächst im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt wird. Thomauske war Geschäftsführer der Atomsparte im Vattenfall-Konzern, als in dessen Reaktor Krümmel ein Trafobrand ausbrach und einen gefährlichen Zwischenfall verursachte. Nach massiven Vorwürfen wurde er von seiner Funktion entbunden. Heute hat er einen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Aachen, der vom Energiekonzern RWE gefördert wird.
Mit anderen, teilweise ebenfalls von der Atomwirtschaft unterstützten Instituten wird er nun an einer "Eignungsprognose" für Gorleben mitwirken, die von der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln durchgeführt und vom Bundesumweltministerium finanziert wird. Unter Minister Norbert Röttgen (CDU) leitet dort Gerald Hennenhöfer die Abteilung für Reaktorsicherheit. Er war früher für den Stromkonzern Viag tätig, einen Vorgänger von Eon, und setzt sich jetzt nicht nur für die Weiterführung der Arbeiten in Gorleben, sondern auch für eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke ein.
Arbeitslosigkeit bei Behinderten doppelt so hoch wie im Gesamtdurchschnitt
von redaktion am 04.08.2010 11:26
Arbeitslosigkeit bei Behinderten doppelt so hoch wie im Gesamtdurchschnitt
Saarbrücken/Berlin (rdp/ots) - Schwerbehinderte Menschen sind nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe) besonders stark von der Wirtschaftskrise betroffen.
Das Blatt beruft sich dazu auf eine Stellungnahme des Bundesarbeitsministeriums zu einer Anfrage der Linkfraktion. Demnach hat sich die Zahl der Arbeitslosen in dieser Gruppe zwischen Juni 2008 und Juni 2010 um rund sieben Prozent auf 173 740 Personen erhöht. Die Arbeitslosenquote bei den Schwerbehinderten lag im Jahresdurchschnitt 2008 und 2009 bei jeweils 14,6 Prozent. Das ist etwa doppelt so hoch wie die Arbeitslosenquote insgesamt.
Zugleich habe das Ministerium eingeräumt, dass die aktuelle Entspannung am Arbeitsmarkt noch nicht bei den Schwerbehinderten angekommen sei. Im Juli war die Arbeitslosigkeit in dieser Personengruppe nochmals um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Vergleich zum Juli 2009 erhöhte sie sich sogar um 4,4 Prozent. Dagegen ging die Arbeitslosigkeit insgesamt in diesem Zeitraum um 7,8 Prozent zurück.
Nach dem Gesetz sind Arbeitgeber mit mindestens 20 Beschäftigten dazu verpflichtet, fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen. Laut Bundesarbeitsministerium lag die Quote im Jahr 2008 aber nur bei 4,3 Prozent.
"In Anbetracht der aktuellen Diskussion über den Fachkräftemangel sollten Arbeitgeber und Bundesregierung sich die Frage stellen, ob man es sich noch länger leisten kann, auf die Fähigkeiten und Erfahrungen von Menschen mit Behinderung zu verzichten", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, Sabine Zimmermann, der Zeitung.


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