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BLÖD gelaufen – eine Verschwörungstheorie
von polis am 05.10.2011 17:57
BLÖD gelaufen – eine Verschwörungstheorie

who is who?
Berlin (rdp) - Seit 22. März schweigt Karl-Theodor zu Guttenberg gegenüber seinen facebook-Freunden, und seitdem erfahren wir nur noch über die BLÖD, dass der Täuscher einen neuen Job im „CSIS Center for Strategic and International Studies" bekommen hat. Neu aber ist: die Brille ist oder war zwischenzeitlich weg! Dazu später mehr.
Fakt ist: Seit Guttenbergs kurze aber heftige Rampentigerkarriere einsetzte und im März in ihrer verdienten Schmach endete, war ein anderer Franke gezwungen, sein VIP-Dasein in die Provinz zu verlegen, und das meist sehr weit weg von Mitteleuropa. Von wem wir hier sprechen? Von Lothar Matthäus. Wir erinnern uns, auch wenn es seine Fans bis heute nicht wahrhaben wollen: Der CSU-Politiker war im März von seinem Amt als Verteidigungsminister zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass seine Dissertation in weiten Teilen abgeschrieben war. Die Universität Bayreuth attestierte ihm später ein „bewusstes Vorgehen". Inzwischen soll sich Guttenberg im US-Bundesstaat Connecticut ein drei Millionen Euro teures Anwesen gekauft haben – in einer noblen und ruhigen Gegend nahe New York, in der viele Hedgefonds und Investmentfirmen ansässig sind. So berichtete das Magazin „Der Spiegel". Und deswegen kann Matthäus nun auch in aller Ruhe aus Bulgarien zurückkehren, um in der Bundesliga unter unser aller Aufmerksamkeit tätig zu werden. Sie fragen sich immer noch, was das Eine mit dem Anderen zu tun hat?
„Bewusstes Täuschen" – in der Tat - das ist der Schlüssel zur Geheimtür! Bis auf ganz wenige Insider, und jetzt sind wir wieder bei der nun scheinbar überflüssig gewordenen Brille, weiß niemand, dass wir es in den Personen Karl-Theodor zu Guttenberg und Lothar Matthäus mit ein und der selben Individualität zu tun haben. Denn uns, dem dummen Volke, hat man durch Hinwegnahme der Brille - oder war es reine Vergesslichkeit, dass Karl-Theodor beim Besuch der BLÖD-Redaktion in New York nicht trug? - das letzte Unterscheidungsmerkmal genommen – wir merken ohnehin nichts mehr, es ist eh' alles BLÖD.
Wir haben, um einen belastbaren empirischen Beweis für unsere These, dass es sich bei beiden Franken um EINE Individualität handelt zu untermauern, hierzu auf Rat des berühmten Wahrheitsforschers Prof. Dr. S.W. Fuchs folgende Versuchsreihe aufgebaut: Legt man demzufolge deren beider seit den 70er Jahren der Öffentlichkeit zugänglichen Aktivitätsdaten auf eine chronologische Zeitachse, so sieht man, dass immer dann, wenn der eine „aktiv" war, der andere „inaktiv" war. Dies ist nun durch uns wissenschaftlich erwiesen. Die Schlussfolgerung daraus: Wenn wir auch nicht wissen, warum und zu welchem Zwecke dieses doppelte Lottchen ins Leben gerufen wurde, es handelt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei beiden Personen um ein und den selben Menschen! Auf diesem Hintergrund wird natürlich sofort verständlich, dass die Bosse des FC Bayern den Lothar Matthä us höchstens als Greenkeeper beschäftigen würden.
Aber all' unsere diesbezüglichen Fragen an den illustren Kreis des FCB-Verwaltungsrats, insbesondere an den in unserem geliebten Isartal seinendgültiges Ende erwartenden ehemaligen großen Vorsitzenden, blieben bis heute unbeantwortet. Deswegen meinen wir: Hätte der Lothar beim FC Hollywood zuletzt eine beständige öffentliche Rolle gespielt, hätte Karl-Theodor so gar nicht stattfinden können. Und zu Zeiten als Lothar noch aktiv Rasen und Gegner umpflügte, gab's gar keinen Karl-Theodor.
So müssen wir, auch wenn wir nicht wollten, und es sei in Anbetracht der in beiden Biographien (aber welche ist nicht gefälscht) gegebenen fränkischen Herkunft erinnert, sagen dürfen: Ein Kontaktlinsenträger, zwei Schicksale.
Wie Google zu seinem Namen kam
von polis am 05.10.2011 17:35
Wie Google zu seinem Namen kam
Berlin (rdp) - Bis in das Jahr 1997 hinein war der Begriff "Google" nicht existent, in keinem Wörterbuch zu finden, und von keinem Menschen wurde er benutzt, auch nicht im amerikanischen slang. Vielleicht von "goggle" abstammend, was so viel wie "mit den Augen rollen" bedeutet, oder "goggle-eyed" – "glubschäugig" ? Machte alles keinen Sinn. Aus reiner Neugier wälzte ich meinen dicken Oxford Thesaurus und bin nur da auf den am naheliegendsten Begriff "googol" gestossen. Später fand ich einen unscheinbaren Artikel von David Koller, Freund und Kollege der Google-Initiatoren, in englischer Sprache – natürlich durch die Suchmaschine Google. Die wahre Geschichte mit dem Titel "Origin of the name "Google" hier frei übersetzt:
"Immer wieder lese oder höre ich Geschichten über die Herkunft des Suchmaschinen- und Firmennamens "Google", die nicht richtig sind, und mich dazu veranlassen, diesen kurzen Beitrag zu schreiben – basierend auf mein Verständnis für die Genesis dieses Namens. Die Quelle meiner Information sind meine Freunde und Kollegen vom Wing 3B im Gates Computer Science Building der Stanford University, wo Google geboren wurde. 1996 nannten Larry Page und Sergey Brin ihre erste Suchmaschine "BackRub", so genannt aufgrund seiner Analyse von "back links" im Netz. Larry teilte sein Büro im Gates CS Building mit anderen Graduierten wie Sean Anderson, Tamara Munzner und Lucas Pereira. 1997 diskutierten Larry und seine Kollegen alle möglichen Namen für die sich rasch entwickelnde Suchmaschinen-Technologie. Sean erinnert an das finale brainstorming im September jenes Jahres. Er und Larry waren im Büro und schrieben auf ein Whiteboard, was ihnen an guten Namen einfiel - alles
was sich auf ein Verzeichnis einer immensen Menge von Daten bezog. Sean schlug das Wort "googolplex" vor, und Larry antwortete darauf mit der kürzeren Form "googol" (beide Begriffe beziehen sich auf spezifisch große Zahlen) – lt. Oxford Thesaurus "googol": 10^100
Sean saß am PC und führte im Internet eine Suche nach Domains durch, um zu sehen, ob der neu vorgeschlagene Name noch für Registrierung und Gebrauch verfügbar war. Sean ist nicht gerade ein Ass in Rechtschreibung und machte einen Fehler, als er bei der Suche "google.com" eingab – welches sich als verfügbar herausstellte. Larry mochte den Namen und innerhalb von Stunden registrierte er den Namen "google.com" für sich und Sergey." (der domain-Name wurde am 15. September 1997 eingetragen)
Mit Streikenden in Griechenland solidarisch
von polis am 05.10.2011 15:48
Mit Streikenden in Griechenland solidarisch
Berlin (rdp) - Anlässlich der heutigen landesweiten Streiks in Griechenland erklären
die Vorsitzenden der Partei DIE LINKE, Gesine Lötzsch und Klaus Ernst:
Oskar ante Portas? - polis-Presseschau
von redaktion am 05.10.2011 08:42
Presseschau vom 05.10.2011
Will er? - Kann er? - Soll er? - steht Lafontaines bundespolitisches Comeback bevor?
Oskar ante Portas?
Die ÂSahra ist schuld. Seit sie Oskar Lafontaine zusammen mit Gregor Gysi als Spitzenduo für den Bundestagswahlkampf ins Spiel brachte, herrscht, wieder einmal, große Verwirrung in der Partei DIE LINKE. Die Vize-Parteivorsitzende ist zwar der Meinung, dass eine Mehrheit in der Partei eine Rückkehr von Super-Oskar wünsche - ganz so sicher sollte sie sich da aber nicht sein. Schon melden sich ganz andere Stimmen und die Linke tut das, was sie wirklich kann: Sie diskutiert das Personal. Und Oskar: Schweigt.
fr-online.de
Napoleons letzte Schlacht
... Ein Gespenst geht um in Berlin, ein Gespenst namens Oskar. Kommt er zurück oder kommt er nicht? Allein der Gedanke, Oskar Lafontaine könnte bei der Bundestagswahl 2013 antreten, stürzt die Linkspartei in neue heftige Streitereien. Die einen sind begeistert, die anderen entsetzt:. „Zurück in die Zukunft? Das hat noch nie geholfen", sagt ein Bundestagsabgeordneter. „Ein dann 70-Jähriger als Spitzenkandidat? Das wird nie etwas werden." ...
spiegel.de
Die Methusalem-Partei
... "Eine gute Idee wäre es, wenn die älteren Damen oder Herren - in Bezug auf Spitzenparteifunktionen - den Hut nehmen würden." So lautete erst vor wenigen Wochen die Empfehlung von Ex-Linken-Chef Lothar Bisky an seine Genossen. Aber so etwas mag offenbar nicht jeder hören: Parteivize Sahra Wagenknecht machte sich zuletzt dafür stark, dass Lafontaine, 68, und Gregor Gysi, 63, die Linke 2013 als Spitzenkandidaten in die Bundestagswahl führen. Ähnlich äußerte sich jetzt Fraktionsvize Ulrich Maurer. Lafontaine sei "ein Zugpferd", so Maurer. ...
taz.de
Der Abschied vom Abschied
... Der Kommentar des Sprechers der Linksfraktion im Bundestag klingt lapidar: "Da ist nichts dran", sagt Michael Schlick. Zu der Frage, ob Oskar Lafontaine in den Bundestag zurückstrebt, gebe es schlicht "keinen neuen Stand." Und: "Momentan gibt es keine Pläne." Also später vielleicht doch? Ist das Comeback nur eine Zeitfrage? ...
sueddeutsche.de
Tröster von der Saar
... Das politische Vermächtnis Oskar Lafontaines steht auf dem Spiel. Seine Partei ist in Umfragen bedrohlich nah an die Fünf-Prozent-Grenze gerutscht. Doch die großen Probleme der Linken kann auch Lafontaine nicht wegzaubern. Was der Rückkehrer zu bieten hat, ist Trost. Nicht Rettung. ...
Foto: fr-online.de/dpa
Occupy Wall Street - polis-Presseschau
von redaktion am 04.10.2011 08:53
Presseschau vom 04.10.2011
Die Amerikaner sind eigentlich keine demonstrations-freudiges Volk. Beim Thema Banken
machen sie eine Ausnahme.
Occupy Wall Street
Nachdem am Samstag 700 Demonstranten am Überqueren der New Yorker Brooklyn-Bridge gehindert und verhaftet wurden, waren am Sonntag schon wieder 800 Demonstranten auf den Beinen und protestierten weiter gegen die Macht der Banken. Seit dem 17. September halten Aktivisten nun schon den, in Nähe der Wall Street gelegenen, Zuccotti Park besetzt und protestieren gegen Existenzängste, Arbeitslosigkeit und Armut in den USA. Inzwischen erreichen sie mit ihren Aktionen eine immer größer werdende Öffentlichkeit. Ihr Schlachtruf: "Occupy Wall Street!".
fr-online.de
Viele Festnahmen nach friedlichen Protesten
... Demonstranten und Kritiker werfen der New Yorker Polizei übertriebene Härte vor. Immer mehr US-Amerikaner solidarisieren sich mit der Bewegung gegen die Gier der Finanzmärkte. ...
taz.de
First we take Manhattan
... Aktivisten haben den Zuccotti Park in Manhattan besetzt und ihm seinen alten Namen zurückgegeben: Liberty Plaza. Besuch bei einer kapitalismuskritischen Bewegung. ...
sueddeutsche.de
Anti-Wall-Street-Demos weiten sich aufs ganze Land aus
... "Nehmen sie einen von uns fest, tauchen zwei neue auf": Die Anti-Wall-Street-Demonstranten lassen sich von den zahlreichen Festnahmen am Wochenende nicht einschüchtern. Hunderte Menschen gingen am Sonntag erneut gegen die Macht der Banken auf der Straße - und mittlerweile protestieren sie nicht nur in New York. ...
zeit.de
Solidarität mit den Protestierenden wächst
... Occupy Wall Street, die Protestaktion von Wall Street-Kritikern an der Liberty Street in New York, findet langsam größere Resonanz. Mittlerweile haben auch die amerikanischen Medien die Proteste entdeckt. Und immer mehr Prominente solidarisieren sich mit den Demonstranten. ...
Foto: taz.de/reuters
Steinmeier schlägt Treuhand-Modell für Griechenland vor
von polis am 01.10.2011 13:30
Steinmeier schlägt Treuhand-Modell für Griechenland vor
Steinmeier
Düsseldorf (ots) - Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, schlägt die Einrichtung einer europäischen Treuhandanstalt zur Privatisierung des griechischen Staatsvermögens vor und verlangt Eingriffsrechte in nationale Haushalte. "Es wird nicht ausreichen, nur immer neue Rettungsschirme aufzulegen. Wir müssen über neue Ansätze nachdenken", sagte Steinmeier der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe).
Ein Problem sei beispielsweise, "dass die Griechen zwar Staatsvermögen haben, es aber momentan nur zu Ramschpreisen verkaufen könnten". Er halte deshalb den Vorschlag für ein europäisches Treuhandmodell, an das griechisches Staatsvermögen übertragen wird, für durchaus nachdenkenswert", sagte Steinmeier. Diese EU-Treuhand könnte dann innerhalb von zehn bis 15 Jahren Staatsvermögen privatisieren. "Mit dem Geld könnte Griechenland seine Verschuldung reduzieren und Investitionen in Wachstum finanzieren. Das könnte ein Baustein sein."
Steinmeier forderte eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik. "Dies wird dauerhaft nicht ohne eine Änderung der Verträge gehen. Wir haben Regelungen dafür geschaffen, dass Notlagen-Staaten, die Hilfen in Anspruch nehmen, verbindliche Auflagen, auch für dieHaushaltspolitik, erfüllen müssen."
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Zum Thema siehe auch: Roland Berger Strategy Consultants stellt Plan zur Sanierung von Griechenland vor
Ströbele lobt Lammert
von polis am 01.10.2011 13:14
Ströbele lobt Lammert
Ströbele lobt Lammert für Entscheidung, Abweichler im Bundestag das Rederecht gewährt zu haben

Ströbele
Halle / Berlin (rdp) - Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele hat die Entscheidung von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), den "Euro-Rebellen" Klaus-Peter Willsch (CDU) und Frank Schäffler (FDP) während der jüngsten Bundestags-Debatte über den Euro-Rettungsschirm Rederecht einzuräumen, ausdrücklich gelobt und sowohl Lammert als auch seine eigene Fraktionsführung aufgefordert, ihm selbst Rederecht zum Thema Afghanistan zu gewähren. "Das ist eine sehr mutige Entscheidung, die ich sehr begrüße, weil sie der parlamentarischen Demokratie einen großen Dienst erweist", sagte Ströbele der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Samstag-Ausgabe) mit Blick auf Lammert und fügte hinzu: "Ich habe zehn Jahre lang versucht, Rederecht zu Afghanistan zu bekommen. Das ist mir bis heute nicht gewährt worden. Ich hoffe, dass sich das jetzt ändert." Der grünen Politiker monierte überdies: "Die Debatten sind ja immer todlangweilig. Zu Afghanistan etwa reden 90 Prozent der Redner dasselbe wie alle anderen - nur mit anderen Worten. Dabei weiß jeder, dass es abweichende Auffassungen dazu gibt, beispielsweise bei den Grünen. Aber die kommen einfach nicht zu Wort. Es wäre interessanter, wenn man die auch reden lässt." Lammert war wegen der Erteilung des Rederechts scharf attackiert worden, weil normalerweise die Fraktionsführungen entscheiden, wer sprechen darf und wer nicht.
Charakter
von redaktion am 30.09.2011 11:00
Charakter
von polis Gastautor Thomas de Torquemada
TdT
Charakter und Gewissen, das sind zwei Dinge, die irgendwie miteinander zusammenhängen. Wie - das zeigt sich manchmal auf verblüffend einfache Art und Weise.
Über die Frage, daß Abgeordnete in ihren Entscheidungen allein ihrem Gewissen unterliegen, ist schon einiges theoretisiert worden. Nun folgt die praktische Anwendung:
Am gestrigen Tage stimmte der Bundestag über den Rettungsschirm ab. Opposition und Koalition redeten, schimpften, hielten sich gegenseitig Versäumnisse vor, kamen aber im großen und ganzen zu dem Schluß, daß man sich dafür entscheiden müsse, da es letztlich eine alternativlose Entscheidung sei, wolle man retten, was noch zu retten ist. Kurioserweise war esim wesentlichen eine Hand voll Rebellen aus der Koalition, die warnten, dagegenhielten, sich enthielten oder dagegenstimmeten, und gerade nicht SPD oder Grüne.
Heute morgen, einen Tag danach, konnte man folgendes von Herrn Frank Walter Steinmeier lesen:
"Die Atempause für die Regierung wird nur bis zu kommenden Woche währen, wenn die nächste EU-Finanzministerkonferrenz stattfindet. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, daß in der EU über die nächsten Maßnahmen zur Euro - Rettung geredet wird. Spätestens dann werden auch die Koalitionsabgeordneten lernen, was Merkel und Schäuble ihnen jetzt verschwiegen haben."
Was zum Teufel soll das? Er behauptet, wenn man es zwischen den Zeilen heraushört, mit einer gewissen Häme, die Abgeordneten der Koalition seien von ihren eigenen Köpfen hinters Licht geführt worden. Er unterstellt also, daß Schäuble und Merkel mehr wissen, als sie zugeben und mithin das Parlament, die eigenen Abgeordneten beschissen haben. Im Umkehrschluß heißt dies aber doch, daß er es selbst ebenso besser weiß, wie Merkel und Schäuble. Wenn er dann aber seinen eigenen Laden überzeugt hat, zuzustimmen, und wider besseres Wissen mit leuchtendem Beispiel vorangeht, indem er sein Ja abgibt, dann drängt sich die Frage auf, wie man zu dieser zynischen Häme noch einen Funken Vertrauen haben kann. Dann kann man nur sagen, daß man es mit gewissenlosen, charakterlosen Hundsföttern zu tun hat.
Amnesty: GIZ leistet Beihilfe zur Menschenrechtsverletzung in Saudi-Arabien
von redaktion am 30.09.2011 10:14
Amnesty: GIZ leistet Beihilfe zur Menschenrechtsverletzung in Saudi-Arabien
Leipzig / Berlin (rdp) - Als "völlig unverständlich" hat es der Generalsekretär der deutschen Sektion von "amnesty international", Wolfgang Grenz, bezeichnet, dass das Bundesunternehmen GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) das saudische Innenministerium bei der Suche nach einem Experten für "Kommunikation, Videoüberwachung und Sicherheitssysteme" unterstützt.
Die Menschenrechtslage in Saudi-Arabien sei "weiterhin sehr besorgniserregend". Grenz wies auf die praktizierte Unterdrückung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung, auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit und anderer Grundrechte hin. Jetzt suche die bundeseigene GIZ "eine Person, die die saudische Seite bei der Entwicklung komplexer sensorgekoppelter vernetzter Videolösungen unterstützt". Als weitere Qualifikationsmerkmale seien Erfahrungen bei der Erkennung von IEDs ("improvised explosive devices"/improvisierte Sprengkörper) erwünscht. Dies sei "ein klassisches Aufgabenfeld sogenannter Terrorismusbekämpfung, in deren Namen gerade auch in Saudi Arabien die Menschenrechte massiv verletzt werden", rügte Grenz.
Angesichts dieser genannten Tätigkeitsfelder für die Stelle sei es höchst plausibel, "dass der zukünftige Stelleninhaber eng in Aktivitäten der saudischen Sicherheitskräfte eingebunden ist und damit Gefahr läuft, selber in Menschenrechtsverletzungen verwickelt zu werden".
Auch wenn die GIZ nur vermittelnd tätig sei, widerspräche diese Stellenbeschreibung allen demokratischen Anforderungen an die GIZ, an die das Bundesunternehmen als menschenrechtlich verantwortlich handelndes Unternehmen gebunden sein sollte. Grenz sprach in diesem Zusammenhang von einer "unguten Tradition". Schließlich sei die GIZ auch in das umfassende Projekt der EADS/Cassidian zum Aufbau eines Grenzsicherungssystems in Saudi Arabien mit Ausbildungshilfe durch die deutsche Bundespolizei eingebunden. "Auch dieses System von Überwachungsanlagen ist angesichts der Situation in Saudi Arabien ein hohes Risiko für die Menschenrechte", so Grenz.
Quelle: Leipziger Volkszeitung (LVZ)


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