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Studie zeigt deutlichen Rückgang bei Fällen sexueller Gewalt

von redaktion am 18.10.2011 11:35

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Studie zeigt deutlichen Rückgang bei Fällen sexueller Gewalt

Bundesbildungsministerin Schavan und KFN-Präsident Pfeiffer präsentieren erste Ergebnisse / Schavan: "Wichtige Schritte zu einer Kultur des Hinsehens"

Um Kinder und Jugendliche besser vor sexualisierter Gewalt zu schützen, bedarf es aktueller, wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse zum Thema Missbrauch. Dies ist eine wichtige Erkenntnis, zu der der Runde Tisch "Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen sowie im familiären Bereich" der Bundesregierung gelangt ist. Die bisher einzige deutsche repräsentative Befragung zu diesem Thema stammt jedoch aus dem Jahre 1992. Aus diesem Grund fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit letztem Herbst eine Aktualisierung und vor allem Erweiterung der Studie. Befragt wurden rund 11.500 Personen im Alter von 16 bis 40 Jahren. 1992 waren es 3.300 Teilnehmer. Die aktuelle Befragung schließt auch die größten Migrantengruppen mit ein.

"Die Erkenntnisse und Daten werden uns dabei helfen zu beurteilen, welche Strukturen den sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen begünstigen und wie wir Kinder besser schützen können", betonte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Dienstag in Berlin. Hier stellte sie zusammen mit Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), erste Ergebnisse der Dunkelfeldstudie vor, die Ende 2013 komplett abgeschlossen sein wird. Das KFN realisierte die Befragung - wie schon die Untersuchung von 1992.

"Im Vergleich zu der Situation vor fast 20 Jahren ist ein deutlicher Rückgang bei Fällen sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen", betonte Schavan. Der Rückgang betreffe vor allem den sexuellen Missbrauch innerhalb der Familie. Zur Erklärung verweist Christian Pfeiffer unter anderem darauf, dass die Anzeigebereitschaft der Opfer deutlich gestiegen sei. "Während in den 80er Jahren im Durchschnitt nur etwa jeder zwölfte Täter damit rechnen musste, dass er zur Verantwortung gezogen wird, trifft es heute jeden dritten." Ministerin Schavan: "Die öffentliche Debatte über dieses Thema, auch im Rahmen des Runden Tisches der Bundesregierung, wird Betroffene weiter darin bestärken, solche Taten anzuzeigen."

"Wir schaffen eine größere Forschungslandschaft in diesem Bereich, deren Ergebnisse in die Praxis einfließen werden. Das trägt zu einer weiteren Enttabuisierung des Themas in allen gesellschaftlichen Bereichen bei. So machen wir wichtige Schritte auf dem Weg zu einer Kultur des Hinsehens", sagte Schavan. Das BMBF hat 30 Millionen Euro für die Forschung zu Missbrauch und sexualisierter Gewalt zur Verfügung gestellt. In einem Forschungsnetz sollen die besten Wissenschaftler aus der medizinischen, psychologischen und sozialwissenschaftlichen Forschung zusammenarbeiten. "Ziel ist die Entwicklung von Maßnahmen für eine bessere Prävention von Gewalt an Kindern und für eine wirksame Therapie von Betroffenen", bekräftigte die Ministerin.

Die Einrichtung von Juniorprofessuren und Forschungsprojekten soll das Themenfeld in der Wissenschaft etablieren. Nur wenn es gelingt, das Thema in den Hochschulen zu verankern, kann mit einer nachhaltigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung gerechnet werden. Ausschreibungen in der Gesundheits- und Bildungsforschung wurden bereits bekannt gegeben. Viele Skizzen, Ideen und Anträge haben das Bundesministerium daraufhin erreicht. Diese wurden von Experten begutachtet und werden in großem Umfang gefördert. So wird zum Beispiel die Erforschung von Therapiemöglichkeiten zur Stabilisierung der psychischen Gesundheit von Betroffenen von sexueller Gewalt finanziell vom BMBF unterstützt. Zudem entwickelt das BMBF Empfehlungen für die Aus- und Fortbildung zum Umgang mit Missbrauchsfällen.


Den Zwischenbericht zur Repräsentativerhebung Sexueller Missbrauch 2010 finden Sie im Internet unter http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/downloads.htm

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.10.2011 11:35.

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Gysi: Geld bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken anlegen

von redaktion am 18.10.2011 10:47




Rheinische Post:
Gysi: Geld bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken anlegen

Gysi

Düsseldorf / Berlin (rdp/ots) - Gregor Gysi, Fraktionschef der Linken im Bundestag, rät den Bürgern angesichts der Bankenkrise, ihr Geld nicht länger den Großbanken zu überlassen. "Man kann, ja man sollte sein Geld gerade heute von Sparkassen und Genossenschaftsbanken verwalten lassen", sagte Gysi der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Niemand sei gezwungen, so Gysi, "den Großbanken mit seinem Geld auf deren Konten eine Grundlage für das Finanz-Roulette zu liefern". So könnten die Bürger deutlich machen, dass sie "keine Zockerbanken, sondern vernünftige Kreditinstitute" wollen, sagte Gysi der Zeitung. "Das wäre dann der Beginn eines Trennbankensystems von unten."

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Ramelow warnt vor Änderungen Am Leitantrag

von redaktion am 18.10.2011 10:39




Mitteldeutsche Zeitung:
Ramelow warnt vor Änderungen Am Leitantrag

Ramelow

Halle / Berlin (rdp/ots) - Der Vorsitzende der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, hat davor gewarnt, den Leitantrag für den Grundsatzprogrammparteitag Ende der Woche in Erfurt gravierend zu verändern. "Alle Strömungen sollten die Finger davon lassen, die Substanz des Leitantrages aufzuknüpfen", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Online-Ausgabe). "Denn Erfurt ist nicht Gera." Beim PDS-Bundesparteitag in Gera 2002 war es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Traditionalisten und Reformern gekommen, in denen die Reformer unterlagen.

Als umstritten gelten diesmal vor allem die Themen Frieden, öffentlich geförderter Beschäftigungssektor sowie Kirche und Religion. Dem Ziel, Konflikte zu vermeiden, gilt Ramelow zufolge auch ein Delegierten-Treffen, das bereits am Donnerstagabend stattfindet und zu dem überwiegend, aber nicht ausschließlich Reformer eingeladen haben. Daran teilnehmen werden unter anderem die Landesvorsitzenden von Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Klaus Lederer, Steffen Bockhahn und Matthias Höhn, Bundesgeschäftsführerin Caren Lay, das Fraktionsvorstandsmitglied Jan Korte und Ramelow selbst. Man wolle sich dort, so heißt es in der Einladung, "über ein gemeinsames Vorgehen verständigen".

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.10.2011 10:39.

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Debatte um die Frauenquote

von redaktion am 18.10.2011 10:31




Neues Deutschland:
Debatte um die Frauenquote

Berlin (rdp/ots) - Es war nicht zu erwarten, dass sich die deutschen DAX-Unternehmen einer gesetzlich verankerten Frauenquote öffnen würden. Warum sollten sie sich Arbeit machen, wenn es sich in dieser Bundesregierung lediglich eine belächelte Außenseiterin leistet, wider den Stachel zu löcken und diese gefürchtete Forderung vorzutragen? Nein, eine Frauenquote wie sie - in unterschiedlicher Ausprägung zwar, aber immerhin - in mindestens sieben europäischen Ländern um uns herum existiert, kommt für Siemens, Fresenius, Adidas, Telekom oder Deutsche Bank überhaupt nicht in Frage, wenigstens so lange Rösler, Leutheusser-Schnarrenberger, Schröder und Merkel die politische Richtung bestimmen. Die sind wahrscheinlich heute noch dankbar, dass der sozialdemokratische Bundeskanzler Schröder seinerzeit seine Frauenministerin zurückpfiff, als sie den Unternehmen schon einmal mit so einer Zumutung kam.

Seitdem wird in Führungsetagen auf eine Menge Sachverstand verzichtet und es wird - was beinahe noch schlimmer ist - ein Beispiel dafür gegeben, dass man Rückständigkeit und Ignoranz in dieser Gesellschaft mit Hilfe der Politik wunderbar kultivieren kann. Einmalig ist an der Ankündigung der DAX-Firmen, sich demnächst freiwillig ein paar Frauen an den Beratungstisch zu holen, vor allem die Dreistigkeit, mit der sie diese uralte Verweigerungstaktik als Initiative darstellen. Und die Unterwürfigkeit der Politik den Unternehmen gegenüber ist inzwischen so groß, dass sie sich dafür freiwillig veralbern lässt.

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Ende der Schonzeit

von redaktion am 18.10.2011 10:18




Börsen-Zeitung:
Ende der Schonzeit
Kommentar zu den Finanzmarktregulierungsplänen von EU-Kommissar Michel Barnier
von Detlef Fechtner

Frankfurt / Berlin (rdp/ots) - Lange schien es so, als würde sich die EU-Kommission letztlich doch nicht an die heikle Aufgabe herantrauen, EU-weite Regeln für eine geordnete Abwicklung wankender Banken vorzuschlagen. Mal hieß es, eine solche Vorsorge würde nur noch mehr Anleger verschrecken. Schließlich müssten dann Liquidationen im Detail vorbereitet werden. Wer aber wagt es, auf europäischer Ebene Beerdigungen zu planen - noch dazu, wenn gerade einige Beteiligte ohnehin kränkeln? Ein anderer Einwand lautete, die Investoren könnten verwirrt werden, weil sie die Insolvenzregeln fälschlicherweise nicht nur auf Banken, sondern auch auf Staaten bezögen. Daher wurde der EU-Vorschlag immer wieder verschoben. Auf Juli, auf September, auf Oktober, auf November. Nun aber scheint EU-Kommissar Michel Barnier die Sache nicht länger verzögern zu wollen.

Das ist kein Zufall. Die EU-Behörde, die seit Monaten über vielen Vorgaben für den Finanzmarkt brütet - Ratingagenturen, Wirtschaftsprüfer, Börsenorganisation, Insiderhandel - bekommt von allen Seiten Dampf und soll liefern. In Sichtweite von Barniers Büro campieren Demonstranten, die ihn auffordern, die Zügel für die Banken noch viel, viel enger zu ziehen. Neben dem Druck der Straße bekommt Barnier zudem die Ungeduld der Märkte zu spüren. Die Investoren, so berichten EU-Beamte, hätten selbst großes Interesse, endlich Sicherheit zu haben, dass es Pläne für Banken-Notfälle gibt und sie nicht, wie bei Dexia, erst wieder mit heißer Nadel gestrickt werden müssen.

Die Institute sollten gewarnt sein. Sie können nicht mehr darauf setzen, dass die EU-Regulierung so sehr verzögert und verwässert wird, bis sie sowieso prima damit leben können. Mitte November kommen die Vorschläge für die geordnete Abwicklung. Und bis Jahresende soll die EU-Kapitalrichtlinie zu Basel III in Ratsausschüssen diskutiert werden. Spätestens dann sind diese beiden zentralen Bausteine der neuen EU-Bankenregeln politisch auf dem Weg.

Gewiss, das mag noch nicht viel heißen. Denn früher musste man nicht jede Ansage aus Brüssel für voll nehmen, weil es pfiffige Lobbyisten meist schafften, die Gesetzesvorschläge im Laufe des Verfahrens zu entschärfen. Aber dieses Mal ist einiges anders. Die Banken haben derzeit wenig Verbündete, die sich offen für ihre Interessen starkmachen. Daher sollte keine Bank mehr damit kalkulieren, dass die Steuerzahler sie ja doch wieder rauspauken müssen. Spätestens, wenn die Insolvenzregeln europäisches Recht werden, rückt das Ende der Schonzeit näher.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.10.2011 10:18.

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Es brodelt – wann kocht es?

von redaktion am 18.10.2011 09:40




Es brodelt – wann kocht es?

von Michael Schlecht


Schlecht

 18. Oktober 2011
In mehr als 1000 Städten weltweit gingen die Menschen am 15. Oktober auf die Straße. Auch in Deutschland, in Frankfurt, der Hochburg der Zocker und Bankster, auch in Berlin wo Merkel und Konsorten sich längst zum Hanglanger der Finanzhaie gemacht haben.

Es wurde Zeit, dass die Wut, der Zorn der Menschen endlich auf der Straße sichtbar wird. Uns wurde nach dem Crash 2008 von den Mächtigen dieser Welt versprochen, dass alles sich ändert! Dass die Banken an die Kette gelegt werden, dass das Casino zumindest Regeln erhält. Was ist geschehen? Nichts! Sie lassen sich von den Ackermännern dieser Welt die Gesetze schreiben!

2008 drohten die Banken nach einer aberwitzigen Zockerei zusammenzubrechen. Die Staaten haben sie damals gerettet. Allein in Europa mit Billionenaufwand. Außerdem musste die Realwirtschaft mit Konjunkturprogrammen geschützt werden. So gerieten die Staaten immer tiefer in die Verschuldung. Allein in Deutschland stieg sie seit 2008 um 400 Milliarden Euro.

Dann wurden die „Finanzinvestoren", also vor allem die Banken unsicher, ob die Staaten die Kredite, die sie ihnen geliehen hatten, damit sie selbst gerettet wurden, ordnungsgemäß zurückzahlen können. Beim schwächsten Land – Griechenland – begann die Raserei der Spekulanten zuerst. Andere folgten: Irland, Portugal, Spanien, Italien, Belgien und selbst Frankreich gerät mittlerweile ins Visier der Finanzhaie.

Um die Staatspleiten und letztlich den Zusammenbruch des Euros zu verhindern wurden gigantische „Rettungspakete" in Stellung gebracht. Nur: In Anbetracht der Risiken sind sie zu klein!

Fällt Griechenland – was von vielen geradezu herbeigesehnt wird –, droht der crash des Bankensystems. In jedem Fall der griechischen und zypriotischen. Die Zinsen für Spanien, Italien und andere Länder fliegen dann in den Himmel. Italien ist mit Staatsanleihen von 1,8 Billionen Euro „too big to help", da hilft kein „Rettungsschirm" dieser Welt. Kollabiert halb Europa, dann bricht das europäische Bankensystem zusammen. Mindestens 700 Milliarden Bankkredite wären abzuschreiben. Damit drohen der Systemcrash und der Zusammenbruch des Euros.

Eine neue deutsche Währung würde um rund 40 Prozent aufwerten. Dahin wäre die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft. Neben den Krisenregionen Südeuropas käme die Krisenregion Baden-Württemberg hinzu. Millionen Arbeitsplätze in der Exportindustrie sind bedroht.

Soweit darf es nicht kommen. Das wichtigste ist eine europaweite massive Besteuerung von Reichen und Vermögenden. Mit einer einmaligen Vermögensabgabe von 50 Prozent ließen sich die Staatsschulden halbieren. Und die Banken müssen unter öffentliche Kontrolle und das Casino geschlossen werden. Wir brauchen Sparkassen und keine Zockerbuden.

Es wird sich jedoch erst etwas ändern, wenn der Widerstand groß genug wird. Wenn die Bankentürme in Frankfurt wackeln. Wenn aus den Betrieben heraus Druck gemacht wird. Wenn die Menschen nicht mehr nur mit stiller Wut, die die eigene Seele vergiftet, nicht mehr nur mit Zorn alles über sich ergehen lassen. Wenn es nicht mehr nur brodelt auf den Straßen, sondern wenn es kocht!

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Michael Schlecht, MdB – ist Chefvolkswirt der Fraktion und Gewerkschaftspolitischer Sprecher im Parteivorstand DIE LINKE  

 

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1 : 1027 - polis-Presseschau

von redaktion am 18.10.2011 09:01




Presseschau vom 18.10.2011



Mehr als fünf Jahre war er in der Gefangenschaft der Hamas, jetzt ist Gilad Schalit frei.


1 : 1027

Der seit fünf Jahren verschleppte israelische Soldat ­Gilad ­Schalit ist frei. In den frühen Morgenstunden hat der spektakuläre Gefangenenaustausch zwischen Israel und Palästinensern begonnen. Inzwischen sollen alle 477 palästinensische Häftlinge an ihren Übergabeorten eingetroffen sein. In ca. zwei Monaten sollen weitere 550 palästinensische Häftlinge aus israelischer Haft ebenfalls entlassen werden. Die längste Gefangenschaft eines israelischen Soldaten hinter feindlichen Linien ist damit zu Ende.





fr-online.de

Israelischer Soldat nach fünf Jahren frei

... Die letzte Kolonne mit Gefangenen ist unterwegs: Der israelische Soldat Gilad Schalit ist frei. Der zwischen Israel und den Palästinensern vereinbarte Gefangenenaustausch hat am frühen Morgen begonnen. In Bus-Konvoi wurden die Gefangenen zur Grenze gebracht. ...




faz.net

Gilad Schalit auf dem Weg in die Freiheit

... Nach 1941 Tagen in Geiselhaft hat sich am frühen Dienstagmorgen der israelische Soldat Gilad Schalit auf den Weg in die Freiheit gemacht. Der israelische Rundfunk meldete, der 25 Jahre alte Israeli sei am Gaza-Übergang in Kerem Schalom in ägyptischem Gewahrsam und nicht mehr in den Händen der Hamas. Eine offizielle Bestätigung durch Israel und die Hamas gab es dafür zunächst nicht. ...




spiegel.de

Hamas übergibt Gilad Schalit an Ägypten

... Der mit Spannung erwartete Gefangenenaustausch zwischen Israel und den Palästinensern begann am frühen Dienstagmorgen. Vom israelischen Keziot-Gefängnis in der Negev-Wüste wurden die ersten von insgesamt 477 palästinensischen Häftlingen in Bussen Richtung Grenzübergang Kerem Schalom zum Gaza-Streifen gefahren. Wachpersonal aus Ägypten begleitete den Transport, Kairo hatte die Austauschvereinbarung vermittelt. ...




taz.de

Alles penibel geplant

... Während der Oberste Israelische Gerichtshof noch über die Einsprüche von Opfern palästinensischer Terroranschläge berät, laufen die Vorbereitungen für den Gefangenenaustausch auf Hochtouren. ...


Foto: spiegel.de/reuters

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Linke fordert von Gewerkschaften Führungsrolle bei Anti-Banken Protesten

von polis am 17.10.2011 18:15

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Linke fordert von Gewerkschaften Führungsrolle bei Anti-Banken Protesten


Ernst

Bielefeld / Berlin (rdp/ots) - Klaus Ernst, Parteivorsitzender der Linken, fordert in einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Dienstagsausgabe) die Gewerkschaften auf, sich an die Spitze der Anti-Banken-Proteste zu setzen. Denn die Proteste bräuchten einen langen Atem. "Die Politik hat bis zum heutigen Tag keine Garantie für Löhne, Renten und Sozialleistungen für den Fall abgegeben, dass bei den Rettungsschirmen der Haftungsfall eintritt. Die Arbeitnehmer würden dann mit ihrem Wohlstand für die Profite der Banken haften", kritisiert Ernst. Eine solche Garantie zu erkämpfen, wäre ein lohnendes Ziel, meint der Politiker der Linken. Die Gewerkschaften wären dafür bestens geeignet, denn sie hätten andere Kampfmittel in der Hand als Zeltcamps. Sie könnten den Protest in die Betriebe tragen. An die Politik richtete Ernst die Forderung, die Proteste gegen die Banken und die Finanzwirtschaft nicht zu ignorieren.

"Ein erstes wichtiges Zeichen an die Bürger, dass die Politik den Banken jetzt wirklich das Handwerk legen will, wäre eine gesetzliche Höchstgrenze für die Zinsen auf Dispokredite. Da ziehen die Banken den Bürgern täglich das Geld aus der Tasche. Wir schlagen vor, dass Dispozinsen maximal fünf Prozentpunkte über dem Zentralbankzins liegen dürfen. Das könnte die Bundesregierung ohne weiteres sofort umsetzen," so Ernst.

 

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.10.2011 18:16.

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Ankommen im Uckerland

von polis am 17.10.2011 16:16

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Ankommen im Uckerland

von polis-Gastautor Ulrich Kasparick

Ulrich Kasparick

Erstellt am Oktober 11, 2011

Der erste Tag. Früh um neun bin ich in Berlin aufgebrochen. Es regnete. Und es war kalt. Um elf hatte ich einen ersten Termin in Pasewalk, war mit einer Fachfrau für Abrechnungsfragen verabredet, denn ich muss mich hineinfinden in die Verwaltung von 11 Predigstellen und 9 Friedhöfen, die zur Kirchegemeinde Uckerland gehören. Nach zwei Stunden brummte mir zwar der Schädel, aber sehr viel schlauer war ich nicht. Glücklicherweise haben wir verabredet, dass ich jederzeit anrufen kann, wenn ich Fragen habe ...., das gibt eine gewisse Gelassenheit.

Dann ging's „raus auf die Dörfer". Eine halbe Stunde Weg etwa. Den Schlüssel zum Haus habe ich seit Sonntag, seit die Einführung war mit etwa 100 freundlichen und interessierten Menschen. Auf der Baustelle – die untere Etage des alten Pfarrhauses wird hergerichtet – herrschte Stille. Die Kastanienbäume rauschten ihr Willkommen.
Also stieg ich die schmale Treppe hinauf in den nutzbaren Raum oben unterm Dach, dort war ein wenig geheizt und versuchte, Verbindung zu Internet zu bekommen. Mein kleines netbook mit dem Vodafone-Stick hatte ich mitgebracht. Strom war da. Schon mal gut. Doch der PC am Arbeitsplatz verlangte ein Passwort, das ich nicht habe, also doch das netbook. Ob eine Kabelverbindung funktioniert? Ich probier's. Ja, es gelingt. Eine Verbindung kommt zu Stande, sogar skype klappt nach ein paar Anläufen brauchbar. Facebook ist auch erreichbar. Gut.

Dann schaue ich mich um, stöbere in den Räumen in der oberen Etage. Ein wenig unsortiert liegen da die verschiedensten Relikte in den kleinen Dachstübchen. In den siebziger und achtziger Jahren haben hier Jugendfreizeiten stattgefunden. In einem Raum finde ich die „Schatzkammer": die alten Chroniken und Kirchenbücher. Unendlich Stoff für lange Winterabende. Besonders das 20. Jahrhundert interessiert mich. Ich werde es mir nach und nach erschließen.

Unten fährt ein Auto vor. Stimmen.
Ich gehe nach unten: die Architektin ist gekommen und hat einen Zimmerer mitgebracht. Er soll sich einen Balken „ansehen" und beurteilen, wie man ihn sanieren kann. Es wird eine längere Operation, bis ungefähr klar ist, wie die Arbeiten gehen können.
Die Umbauarbeiten machen Fortschritte. Elektrik, Heizung und Installationen sind soweit vorbereitet, dass der Estrich eingebracht werden kann. „Da wär es schön, wenn Sie tagsüber kräftig lüften könnten, wenn Sie im Haus sind" bittet mich die Architektin. „Wenn hier in allen Räumen Estrich eingebracht wird, da sind dann etliche Liter Wasser in der Luft.....".

Der Zeitplan sieht vor, dass etwa Mitte Dezember Einzug sein kann.
Es sieht so aus, als sei das zu schaffen. Wenn auch immer wieder neue „Entdeckungen" zu erwarten sind, wie jener Balken, der heute zu besichtigen war.....

Das Telefon klingelt. Ein Nachfahre eines alten uckermärkischen Adelsgeschlechts meldet sich und möchte einen Termin vereinbaren, an dem er sich auf der Spur seiner Vorfahren ein paar Kirchen ansehen kann. Wir verabreden uns zu einem späteren Zeitpunkt, wenn ich ihm sagen kann, wer die Kirchenschlüssel hat....

Hunger meldet sich. Es ist nachmittags halb vier, ich hab seit dem Frühstück nichts gegessen, also mache ich mich auf den Weg ins Nachbardorf, wo ich Quartier genommen habe, bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Dort ist jedoch niemand erreichbar im Moment, also fahre ich weiter in die Stadt, um notwendige Einkäufe zu machen. Ich hab ja eine Ferienwohnung und bis auf das Frühstück bin ich Selbstversorger, der Kühlschrank will gefüttert werden. An einer Tankstelle mache ich Rast für ein spätes Mittagessen...
Nach dem Einkauf rufe ich nochmal im Quartier an, erreiche nun jemanden, fahre zurück auf die Dörfer und ziehe ein. Ein großer Koffer, ein paar Akten, Fotosachen, netbook, Handy, Rucksack.
Die Wirtin hat einen freundlichen Hund, der mich begrüßt, sie gibt mir den Schlüssel und bringt mich auf's Zimmer.
Auspacken, Sachen in den Schrank, Kühlschrank auffüllen.
Ankommen.
Die Zugvögel ziehen über den Wald.

Ein wunderbarer Vollmond lächelt durch die Wolken.
Der erste Tag....

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Ulrich Kasparick, ev. Theologe und ehemaliger Jugendpfarrer , war langjähriger SPD-Bundestagsabgeordneter und parlamentarischer Staatssekretär im Forschungs- und Verkehrsministerium. Er arbeitet inzwischen als Schriftsteller und Publizist. Seit dem 9. Oktober 2011 ist Ulrich Kasparick Gemeindepfarrer der Evangelischen Kirche im Uckerland.

 

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Erzengel

46, Männlich

Beiträge: 83

Re: Der Anfang - polis-Presseschau

von Erzengel am 17.10.2011 12:37

Erst bekommen Diese ach so Freundlichen Parteien Spenden von den Banken Allianz und anderen Zockervereinen und haben nichts getan. Jetzt wo das Volk langsam die Schnauze gestrichen- voll hat und auf die Strassen geht, sind Sie wieder einer Meinung
mit dem ach so lieben Volk.Cdu Fdp Csu und vor allem die Grünen:Ich brauche Euch Berufsversager in keinster Weise mehr.

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