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Marylin

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Hackintosh statt Macintosh

von Marylin am 02.11.2009 14:27




Mac OS X auf allen Computern
Hackintosh statt Macintosh





Apples Betriebssystem Mac OS X läuft seit einiger Zeit nicht nur auf Apple-Rechnern, sondern auch auf ganz normalen PCs. Allerdings sieht der Hersteller solche "Hackintoshs" eher ungern.
VON BEN SCHWAN


Es liegt nicht lange zurück, da waren Macintosh-Rechner nicht nur vom Betriebssystem her ganz eigene Wesen, sondern auch in Sachen Hardware. Statt der von PCs gewohnten Intel-Hauptprozessoren schlug in ihnen ein Chip-Herz aufgebaut aus der so genannten PowerPC-Architektur.

Seit 2006 hat sich das radikal geändert: Seither nutzt der Computerkonzern für seine zumeist designtechnisch sehr hübschen Maschinen intern ganz normale PC-Technik. Auch das Betriebssystem Mac OS X wurde auf diese Plattform portiert. Für Mac-Anwender ist der Wechsel zu Intel durchaus praktisch: Er bedeutet unter anderem, dass man auf Macs seither auch parallel Windows in voller Geschwindigkeit ausführen kann.

Aber auch umgekehrt wird ein Schuh draus: Mac OS X, nicht nur unter seinen Anhängern ein äußerst populäres Betriebssystem, wurde in seiner Intel-Fassung plötzlich PC-kompatibel. Jedenfalls teilweise: Damit Apples Software auch auf normalen Nicht-Apple-Maschinen läuft, bedarf es etwas Bastelarbeit. Solche Maschinen, die sich auch Hackintosh nennen, erfreuen sich in den letzten Jahren trotzdem zunehmender Beliebtheit, selbst wenn Apple das eher ungern sieht.

Bei der Auswahl einer geeigneten Hackintosh-Basismaschine hilft ein Blick ins Netz. Besonders beliebt sind dabei Rechnerkategorien, die Apple so nicht anbietet - die ab rund 300 Euro erhältlichen Netbooks, beispielsweise, oder gut aufrüstbare Einsteiger-Desktops ab 600 Euro. Zum Vergleich: Apples Laptops beginnen derzeit bei rund 900 Euro (MacBook), erweiterbare Schreibtisch-PCs (Mac Pro) bei 2300 Euro; für den billigsten Mac, den Mac mini ohne Tastatur und Maus, werden immerhin noch 550 Euro fällig.

Beachten sollte man allerdings, dass in all diesen Fällen Mac OS X bereits dabei ist, für einen Hackintosh muss man es erst erwerben - und zwar in der 170 Euro teuren "Mac Box Set"-Version, die allerdings auch noch die empfehlenswerten Anwendungspakete iLife und iWork enthält. (Eine Snow Leopard-DVD für 30 Euro reicht leider nicht, sie berechtigt nur für Upgrades von der Vorgängerversion Leopard.)

Hat man einen passenden Hackintosh-Kandidaten gefunden, dessen Kompatibilität man vorher anhand von Listen im Internet genau prüfen sollte, geht erst einmal die Bastelei los: Der Rechner muss mit einer Boot-Software so eingerichtet werden, dass die Mac OS X-DVD auch lädt und die Installation beginnen kann.

Ist man dann schließlich durch, hat man in den meisten Fällen einen fast kompletten Mac OS X-Rechner vor sich. Dells Mini 10v, der in der Szene derzeit als eines der am besten geeigneten Hackintosh-Netbooks gilt, arbeitet zum Schluss kaum anders als ein MacBook Air. (Wenn auch optisch wesentlich weniger sexy.) Selbst Upgrades auf neue Betriebssystem-Versionen sollten kein Problem darstellen.

Natürlich gibt es auch diverse Nachteile. So wird schon die notwendige Bastelei viele Nutzer abschrecken, zumal es keine Garantie gibt, dass beispielsweise stets passende Treiber für alle Hardware-Komponenten des Rechners bereitstehen. Beim Mini 10v kommt beispielhaft auch noch ein anderes Problem hinzu, dass der stolze Besitzer eines echten Macs so niemals erleben würde: Das Netbook darf eine bestimmte Systemsoftware-Version (BIOS) nicht überschreiten, sonst klappt die Installation nicht mehr. Notfalls muss man sie von Hand zurücksetzen.

Außerdem sind Apples Rechner auch von der Hardware her oft sehr durchdacht. Die etwas höheren Kosten gegenüber der PC-Konkurrenz schlagen sich in Features wie sehr stabilem Alu-Unibody-Gehäuse, guten Tastaturen und ordentlichen Bildschirmen nieder. Außerdem funktionieren die Rechner logischerweise "out of the box" mit Mac OS X, wobei sie schließlich gemacht wurden. Und: Hackintoshs unterstützt Apples Support natürlich keinesfalls.

Zur Legalität eines Hackintoshs gibt es unterschiedliche Einschätzungen, eine deutliche "Installation auf eigenes Risiko" ist es ganz bestimmt. Wer das zu installierende Snow Leopard brav in Form eines "Mac Box Set" im Laden gekauft hat, begeht wahrscheinlich zumindest keine Urheberrechtsverletzung.

Apples Lizenzvertrag, den man laut dem Hersteller durch das Installieren der Software anerkennt - solcherlei "auf Klick"-Verträge sind laut hiesiger Verbraucherschützer umstritten -, missachtet man allerdings schon: Darin steht nämlich, dass Mac OS X allein auf Rechnern des Herstellers Apple installiert werden darf.

Der Konzern ging bis dato allerdings nur gegen im Internet aufgetauchte Raubkopien seines Betriebssystems, die sich in der Hackintosh-Foren leider all zu oft finden, vor - sowie gegen den kommerziellen US-Anbieter Psystar, der Hackintosh-Komplettsysteme an Endkunden verkauft.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.11.2009 14:28.

victor

46, Männlich

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Ramsauer will raufen

von victor am 02.11.2009 13:48





SNCF in Deutschland
Ramsauer will raufen
Von Michael Bayer



SNCF-Testzug in Freiburg: Bislang ist die Deutsche Bahn auf ihrem
Heimatmarkt im Fernverkehr praktisch Monopolist.


Die französische Staatsbahn SNCF will der Deutschen Bahn hierzulande Konkurrenz machen - ein Plan, der ordentlich für Wirbel sorgt. Bahn-Vorstand Ulrich Homburg spricht von einer blutigen Schlacht und lässt durchblicken, sein Konzern wünsche, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy interveniere.

So weit will freilich - nachvollziehbarerweise - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nicht gehen. "Das werden wir hoffentlich auf der Ebene der Verkehrsminister lösen können", sagte er der Rheinischen Post.

Er habe noch nie zu denen gehört, die mit ihrer großen Schwester drohen. "In der Schule habe ich auch immer selber gerauft und zur Not so lange Prügel eingesteckt , bis ich gewonnen habe", sagte Ramsauer.


Peter Ramsauer

Die Prügel, die der Deutschen Bahn drohen, sind schnelle französische Züge zwischen Frankfurt, Berlin oder Hamburg. Gewinnen könnten am Ende die Fahrgäste.

Ramsauer redet nicht gegen die Konkurrenz auf den deutschen Schienen. Er verlegt sich stattdessen auf eine Debatte über Chancengleichheit. Es sei nicht zu beanstanden, dass die SNCF demnächst hierzulande unterwegs sei. Dann das Aber: Bis heute mache es Frankreich der Deutschen Bahn unmöglich, im Nachbarland Verbindungen anzubieten. "Das kann so nicht weitergehen."

Er habe deshalb mit seinem französischen Amtskollegen Dominique Bussereau telefoniert. Frankreich müsse die eigenen Märkte deregulieren und dem internationalen Wettbewerb öffnen.

Die SNCF will die Verbindungen ab Frankfurt nach Berlin und Hamburg von ihrer Tochter Keolis betreiben lassen, die bereits mehrere Regionalangebote vor allem in Nordrhein-Westfalen im Fahrplan hat.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.11.2009 13:53.

victor

46, Männlich

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Gabriel auf Ochsentour

von victor am 02.11.2009 13:30



SPD-Parteitag
Gabriel auf Ochsentour
Von Steffen Hebestreit




SPD-Parteitag

Die neue Partei-Führung soll am 13. November beim Parteitag in Dresden gewählt werden. Als neuer Vorsitzender kandidiert Sigmar Gabriel. Andrea Nahles soll Generalsekretärin werden.

Mit Auftritten an der Parteibasis wollen Gabriel und Nahles für ihre Kandidatur werben und den Mitgliedern Rede und Antwort stehen. (eff)



Ochsentour wird bei all jenen, die sich in den Höhen und Niederungen der deutschen Parteienlandschaft auskennen, jene Phase im Leben eines Politikers genannt, in der er über die Dörfer zieht, sich lokal engagiert, im eigenen Ortsverein, am Info-Tisch, in der er Plakate klebt, sich bekannt macht und Demut lernt - bevor er höhere Weihen erhält.

Der designierte SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und die Generalsekretärin Andrea Nahles haben sich nach dem 23-Prozent-Debakel bei der Bundestagswahl eine neuerliche Ochsentour verordnet. Über die Dörfer und Städte ziehen sie, um in Sporthallen, Vereinsgaststätten und Hinterzimmern die verbliebenen Genossen zu treffen. 15 Termine sind bereits vereinbart, von Nord nach Süd, von West nach Ost.

Diese Form der aufsuchenden Parteiarbeit soll vor dem SPD-Parteitag im November signalisieren: Wir haben verstanden. Wir wollen euch zuhören, euch enger einbinden. Schließlich, so Sigmar Gabriel, trete man der SPD ja nicht bei, um nur als förderndes Mitglied alles abzunicken, was die Chefetage beschließt. "Man will mitreden."

Am Wochenende, im niedersächsischen Loxstedt, hatte die Parteibasis eine solche Gelegenheit mitzureden. Und geredet haben die 250 Genossen, frei von der Leber weg. Die Rente mit 67, die Hartz-IV-Gesetze, die Mehrwertsteuererhöhung und der Mangel an Friedenspolitik wurden heftig kritisiert. Rasch entstand der Eindruck von einer "Ohnmacht der Basis", die sich die gesamten elf Jahre, an denen die SPD in der Regierung gewesen ist, breit gemacht hat. Kritik wurde auch laut am neuen Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier, weil er Teil dieses Systems gewesen sei.

Sigmar Gabriel mag auf Ochsentour sein, wer ihn kennt, weiß aber, dass er sich nicht einfach zur Schlachtbank führen lässt. Er hört nicht nur zu, sondern gibt auch Kontra. Die Agenda sei mehr gewesen als Hartz IV, Steinmeier gehöre zu den klügsten Köpfen der Partei und die SPD müsse sich nun neu ausrichten.

All dies, so ist es den Berichten über die Veranstaltung zu entnehmen, geschieht in einem freundlichen, ja konstruktiven Gesprächsklima, was angesichts der Lage der SPD und dem angestauten Frust an der Basis allein schon bemerkenswert ist. "Wir haben am 27. September alle gemeinsam in den Abgrund geschaut", sagt ein Spitzensozialdemokrat. Dem Fokus sagt Sigmar Gabriel am Montag, es sei nicht die Zeit für Flügelkämpfe, die Partei müsse erstmal wieder laufen lernen.

In dieses Bild passt, dass selbst aus Hessen selbstkritische Töne zu hören sind. Andrea Ypsilanti gesteht in einem Interview ein, sie hätte sich nach der Wahl 2008 vielleicht nicht genug Zeit genommen zu überlegen, "wie gehen wir mit diesem Wahlergebnis um". Und ihre Partei hätte sie vielleicht auch früher einbeziehen sollen. Ganz so, wie es Gabriel und Nahles nun vorexerzieren.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.11.2009 13:30.

victor

46, Männlich

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Karsai bleibt Präsident Afghanistans

von victor am 02.11.2009 13:20





Plaßmann: Afghanistan (Bild: Thomas Plaßmann)


Stichwahl abgesagt
Karsai bleibt Präsident Afghanistans
Von Christine Möllhoff

Die Stichwahl ist abgesagt: Die Menschen in Afghanistan müssen am Samstag nicht ihr Leben riskieren, um den einzigen verfügbaren Kandidaten zu wählen. Mitglieder der Unabhängigen Wahlkommission (IEC) erklärten, nach Rückzug eines der Kandidaten werde die zweite Wahlrunde nicht stattfinden. Zuvor waren bereits mehrere Millionen Stimmzettel gedruckt worden. Gleichzeitig wurde Hamid Karsai zum neuen Präsidenten ernannt.

Mehr / zum Artikel auf fr-online

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polis
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US-Bürger zahlen

von polis am 02.11.2009 09:16


polis-ffd.de


Presseschau vom 02.11.2009





US-Bürger zahlen

Der Mittelstandsfinanzierer CIT ist insolvent. Die 2,3 Milliarden Dollar aus dem Rettungstopf der Regierung dürften futsch sein. Die Auswirkungen der größten Pleite seit Lehman Brothers auf die Finanzmärkte sind noch offen.





fr-online.de

CIT-Pleite wird teuer für US-Bürger


Nach monatelangem Überlebenskampf hat der mehr als hundert Jahre alte US-Mittelstandsfinanzierer CIT Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen wolle sich unter Gläubigerschutz sanieren, teilte CIT mit….
…..Mit Schulden von knapp 65 Milliarden Dollar bei Vermögenswerten von gut 71 Milliarden Dollar ist es dennoch eine der größten Firmenpleiten in den USA überhaupt - und die größte einer Bank seit dem Kollaps von Lehman Brothers im September des vergangenen Jahres…..




faz.de

Mittelstandsbank CIT insolvent


…..Die Pleite wird aber auch der amerikanischen Regierung teuer zu stehen kommen, die im Dezember 2,3 Milliarden Dollar aus dem staatlichen Bankenrettungspaket in das 1908 gegründete Institut gesteckt hatte. Das meiste davon dürfte für die Steuerzahler verloren sein. Denn vorrangig werden die Gläubiger und Anleihen-Halter der Bank ausgezahlt. Damit ist es der erste Verlust für den Rettungstopf Tarp. Dem Sanierungskonzept zufolge sollen die CIT-Schuldtitel bei dem Konkursverfahren auf 70 Prozent ihres Nennwertes gekappt werden. Als Ausgleich geht ein Großteil der neu auszugebenden Aktien an die Gläubiger. Die Alt-Aktionäre könnten nicht mehr mit viel Geld rechnen, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums…..




spiegel.de

CIT-Pleite kostet Steuerzahler Milliarden


…..Der Konzern war in der Finanzkrise ins Straucheln geraten, weil er sich in Boomzeiten zu viele Hypotheken- und Studentendarlehen aufgeladen und einen Schuldenberg angehäuft hatte. Das Unternehmen finanzierte sich vorwiegend über Geld, dass es am Anleihemarkt aufnahm. Als sich die Krise verschärfte und die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit des Unternehmens herunterstuften, wurde die Finanzierung für CIT immer teurer.
Daran sind schon zahlreiche andere Finanzinstitute wie die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac und nicht zuletzt Lehman Brothers gescheitert. Die Rezession tat ihr übriges und ließ den Berg an faulen Krediten bei CIT immer weiter wachsen. Zuletzt waren fast zehn Prozent der Kredite an Firmenkunden vom Ausfall bedroht……




seuddeutsche.de

Größte Finanzpleite seit Lehman


…..Die Verhandlungen um die Rettung von CIT dauern schon seit dem Sommer. Damals gewährten die Gläubiger dem Institut erstmals einen Überbrückungskredit von drei Milliarden Dollar. An diesem Mittwoch hatte CIT erneut 4,5 Milliarden Dollar bekommen, um Altschulden refinanzieren zu können.
Für die USA ist die geordnete Insolvenz ein wichtiger Test. Lässt sich dieses Verfahren, das zuvor bei den Autokonzernen General Motors und Chrysler mit massivem Staatseinfluss erprobt wurde, auch im Finanzsektor praktizieren? Die letzte Entscheidung über die Vereinbarungen zwischen Gläubigern und CIT liegt beim Konkursrichter. Auch die staatliche Einlagensicherung FDIC muss zustimmen……

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.11.2009 09:37.

qualtinger

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Die Quadratur des Zirkels

von qualtinger am 01.11.2009 11:23





Die Quadratur des Zirkels
Von Michael Jäger

Im Saarland entschieden sich die Grünen für Jamaika. Ist das ihre neue Verortung? Nein, heißt es. Und doch: In Rostock bekannte sich die Partei zu ihrer Bürgerlichkeit

Wohl wissend, dass eine schwarzgelbe Bundesregierung gebildet werden würde, entschieden sich die Grünen im Saarland für Jamaika. Ist das ihre neue Verortung?

Nein, nein, beeilen sie sich zu versichern. Doch man glaubt ihnen nicht leicht. Viele Beobachter haben sich auch auf dem Rostocker Parteitag nur wortakrobatisch umnebelt gefühlt. Hatten sich doch in den Wochen davor etliche Landesvorsitzende zu Wort gemeldet und erklärt, dass es keine Koalitionsfestlegung irgendeiner Art mehr geben dürfe. Man könnte glauben, der wichtige Mittelbau der Partei orientiere sich bereits unaufhaltsam nach rechts, der Basis zuliebe werde jedoch auf Bundesdelegiertenkonferenzen ein unverbrüchlich linker Anschein aufrechterhalten. Der Parteitag hat sich indes Mühe gegeben, die Frage der Selbstverortung redlich zu klären. Einen Sog nach rechts haben alle bestritten. Wenn es ihn trotzdem geben sollte, müsste er Gründe in ihrem Diskurs haben, die ihnen unbewusst sind.

Glaubwürdige Selbstsuche

Auszuschließen ist das durchaus nicht. Doch prüfen wir zuerst ihre Argumente. Sind sie wirklich eine Partei der „linken Mitte“, wie alle übereinstimmend behaupten? Man wird leicht misstrauisch, wenn man hört, wie die linke Parteivorsitzende Claudia Roth den Slogan aufgreift und radikal auslegt, zugleich aber einschärfen will, dass es über die Erfordernisse der nächsten Bundestagswahl in vier Jahren noch überhaupt gar nichts zu sagen gebe. Die Linken haben ihn auch keineswegs selbst erfunden, sondern Realos offerieren ihn in einem Antragspapier: Man kann „viele Namen finden“, lesen wir da – weil Namen eh Schall und Rauch sind? –, und so „schlagen wir vor, von der linken Mitte zu sprechen“.

Aber gerade dies Papier, das unter anderem vom hessischen Landesvorsitzenden Tarik Al-Wazir, dem neuen Europa-Abgeordneten Sven Giegold und dem neuen Bundestagsabgeordneten Tom Koenigs unterzeichnet ist, vermittelt den Eindruck einer glaubwürdigen Selbstsuche. Ganz offen bekennen sich die Verfasser dazu, Bürger zu sein, Bürger nicht bloß im Sinn von „Staatsbürger“, sondern sozialstatistisch gesehen. So aber verstehen sie sich „selbstbewusst als modernes Bürgertum, dem das eigene gute Leben wichtig, aber nicht wichtiger ist als die Chancen von Menschen, die weniger gute Startchancen haben“. Und deshalb: „linkes Bürgertum, bürgerliche Mitte“, auch „Neue Mitte“, wie Willy Brandt einst formulierte, und immer mit der Begründung, dass man „eine grüne Gerechtigkeitspartei“ sei. Für eine solche sei es nicht statthaft, die Frage rechts oder links einfach offen zu lassen, weil eine „Nicht-Aussage im Kern soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten zementiert, anstatt sie aufzubrechen“. In dieser Perspektive erklären sie dann: „Nicht jeder einzelne politische Konflikt wird heute anhand starrer politischer Lagergrenzen ausgetragen. Das heißt aber nicht, dass ‚links‘ und ‚rechts‘ als politische Orientierungsbegriffe völlig ausgedient hätten.“


Etwas weiter links in der "linken Mitte": Grünen-Chefin
Claudia Roth auf dem Parteitag in Rostock (Foto: Jens Wolf/dpa)

Claudia Roth findet noch bessere Worte. Die französischen Grünen, sagt sie, haben mit der Losung „Nicht rechts, nicht links, sondern vorn“ verloren, weil sie vergaßen, dass rechts/links ein „Koordinationsrahmen“ ist, „den es gibt“. Ja, das ist nicht nur eine Begrifflichkeit, sondern eine Realität, die so tief in der Gesellschaft verankert ist, dass man sie nicht ungestraft missachtet. Zu dieser in sich komplexen Analyse scheinen die Grünen jetzt erst vorgedrungen zu sein. Sie sind, wie sie sagen, gegen „linken Strukturkonservatismus“, können sich aber darüber, dass sie selbst links sind, nicht erheben und leugnen das nicht.

Mächtiges Koordinatensystem

Es ist eine Weiterentwicklung, für die tatsächlich eher der Realo- als der linke Parteiflügel verantwortlich zeichnet, denn es waren ja die Realos, die schon in den siebziger Jahren die Unhintergehbarkeit des „Koordinatensystems“ behauptet hatten. Eben daraus zogen sie damals den Schluss, den Grünen bleibe überhaupt keine andere Wahl, als mit der SPD zu koalieren. Dieser Weg war es, der sie zuletzt zu Kellnern des SPD-Kochs Gerhard Schröder machte. Dass sie sich überhaupt innerparteilich durchsetzten, obwohl anfangs die überwältigende Mehrheit mit beiden großen „Wachstumsparteien“ nichts zu tun haben wollte, ist allein schon ein Beweis für die tatsächliche Übermacht des „Koordinatensystems“. Jetzt aber, nach den Erfahrungen mit Schröder, haben sie ihren Standpunkt modifiziert. Ihr Linkssein mit der alten Kritik an beiden „Wachstumsparteien“ vereinbarend, wollen sie nun pragmatisch entscheiden, wo sich jeweils ökologisch mehr erreichen läßt, ohne aufzuhören, alle Politik, auch die ökologische, am Gerechtigkeitsanspruch zu messen.

Es ist hier nur vom Diskurs die Rede, wie er sich auch im Leitantrag des Parteivorstands und in vielen Reden niederschlug. Die Parteipraxis ist natürlich eine andere Sache. Aber vieles, was man an der Praxis von außen nicht begreift, hat doch im Diskurs seine Wurzeln – und nicht in der Sozialstatistik –, so dass es einmal erlaubt sein muss, sich einseitig nur mit ihm zu befassen.

Ein Delegierter aus Münster rechnete aus, dass sein Kreisverband ungefähr doppelt so viel an Mitgliedsbeiträgen zahlt wie der viermal größere Verband des Saarlands: Diese Besserverdienenden sind nun gerade stramm links, haben zum Beispiel den Kosovo-Krieg abgelehnt, während die Saarländer, die sich für Jamaika entschieden, offenbar nicht „das“ Beispiel für gut situierte Mittelschichten abgeben. Diejenigen in der Partei, die nach der Erfahrung mit Schröder das „Koordinatensystem“ ganz über Bord werfen wollten und immer noch wollen, sind keine Interessenvertreter des Geldbeutels, sondern unterliegen einer diskursiven Verwirrung; sie sind Realos, aber andere Realos wie Al-Wazir stellen ihren Fehler richtig und haben zusammen mit den Linken die sichere Mehrheit.

Kritik an den "Wachstumsparteien"

Eine Gefahr der Verbürgerlichung im schlechten Sinn gibt es trotzdem, und sie kommt ebenfalls aus dem Diskurs, nur teilweise aus der sozialen Bürgerlichkeit. Denn in dem Moment, wo Realos die Kritik an „Wachstumsparteien“ ein Stück weit verinnerlichen, beginnen sie zu fragen, worin genau die Kritik eigentlich bestehen kann, und finden keine Lösung. An der „Wachs­tums“-Priorität trotz allem immer noch festhaltend, müssen sie den gut funktionierenden kapitalistischen Markt für die unbestreitbarste Wahrheit halten, zumal wenn sie gut situiert sind und die Markt-Segnungen genießen. Dieser Markt funktioniert leider genau deshalb, weil er „wächst“! Das ist eine diskursive Konfusion, für „bürgerliche“ Ökologen zudem noch eine soziale Versuchung: Ob und wie sie aufgelöst wird, entscheidet über den Weg der Grünen.

Einen Gastredner haben sie zum Parteitag eingeladen: keinen Gewerkschafter, sondern den Unternehmer Jürgen Hogeforster, Gründer einer Initiative für „gleiche Chancen – gegen Auslese“. Der sagt, es sei „die Krankheit unseres Systems“, dass man an der Börse bis zu 20, in der Realwirtschaft nur bis zu fünf Prozent Rendite machen kann. Seine Schlussfolgerung: Er sei „sehr für Wachstum, aber das heutige Wachstum“ führe in die Katastrophe.

Im selben Geist fragt der Leitantrag des Parteivorstands: „Wie vereinbaren wir Wohlstand, Wachstum und die ökologischen Grenzen unseres Planeten?“ Grenzen mit „Wachstum“ kombinieren, Endlichkeit mit Unendlichkeit wohl, das ist schon wirklich die Quadratur des Zirkels.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.11.2009 11:25.

qualtinger

47, Männlich

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Auf Rache sinnen

von qualtinger am 01.11.2009 10:54





Auf Rache sinnen
Von Thomas Wörtche

In seinem "Buch der Laster" arbeitet der Soziologe Wolfgang Sofsky mit anthropologischen Unterstellungen



Sofsky

Sie sind der Grund für Gewalt und Verbrechen in Realität und Literatur: Die menschlichen Laster. Der Soziologe Wolfgang Sofsky hat achtzehn Un­tugenden von der Gleichgültigkeit bis zur Grausamkeit in seinem Buch der Laster versammelt. Er untersucht sie, wendet sie hin und her und seziert sie mit seinen berühmten kurzen Sätzen, die dem Punkt meist den Vorrang vor dem Komma geben.
crimewatch_b.jpg

Sofsky geht von dem Gemälde Minerva vertreibt die Laster aus dem Garten der Tugend des Renaissance-Malers Andrea Mantegna aus. In dieser Allegorie sieht er die bittere Einsicht, dass „die moralische Verbesserung des Gattungswesens ausgeblieben“ sei.

Der „Universalismus der Moral“ aber, auf dem Sofsky besteht, „gründet in der Konstitution“ eben dieses „Gattungswesens“. Und mit der sieht es übel aus. Diese anthropologische Unterstellung braucht Sofsky, um nicht die christlichen Todsünden Ehebruch, Mord und Abfall vom Glauben und nicht nur die sieben Kardinalsünden Hochmut, Geiz, Genusssucht, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit behandeln zu müssen. Sein Laster-Katalog kennt Ehebruch und Völlerei nicht, dafür aber Starrsinn, Vulgarität, Hinterlist, Grausamkeit, Ungerechtigkeit und andere Kategorien mehr.

Vulgarität etwa ist eine soziologische Zuschreibung, auch wenn man sie noch so ärgerlich findet. Oder die Ungerechtigkeit. Bei allem Scharfsinn und treffender Analyse, die Sofsky aufwendet: Ungerechtigkeit als soziales Faktum oder Ungerechtigkeit als individuelles Fehlverhalten sind zwei unterschiedliche Dinge. An­thropologisch ist keines davon; ein Laster schon gar nicht.

Ebenso sträubt man sich, in der Grausamkeit lediglich ein Laster zu vermuten. Sofskys Analyse des Phänomens ist glasklar: Grausamkeit, deren Hauptexempel die Folter ist, ist eine intentionale An­gelegenheit. Sie ist die Exekution totaler Macht, einzelne Zwecke wie etwa die ominösen Geständnisse zur Rettung von Menschenleben und was sonst durch die Diskurse geistert, dienen lediglich als dürftige Legitimationen. Der Begriff „Laster“ jedoch, auch wenn Sofsky seinen Katalog mit der Grausamkeit als „Höhepunkt“ enden läßt, scheint dafür zu schwach.

Aber Sofsky vermischt die verschiedenen Verwerflichkeitsgrade von Laster, weil er zeigen will, wie zum Beispiel Feigheit zur Grausamkeit führen kann, wie Geiz und Habgier zusammenhängen oder wie Neid und Mißgunst unser Handeln lenken, wenn sie auch noch mit dem Instrument der Hinterlist arbeiten. Und wie alles dieses sich nicht nur auf der individuellen Ebene abspielt. Deswegen bricht das Buch so auffällig mit den christlichen Sünden-Konzeption persönlicher Schuld. Sofskys Laster strukturieren Gesellschaft.

Die ganze Dialektik seiner Argumentation kann man gut am Stichwort „Selbstmitleid“ beschreiben. Auch das keine Kategorie, die man zunächst als Laster be­schreiben würde, sondern eher als lästigen Charakterzug, als Macke gar. „Un­gerechtigkeit“ kann jedoch in diesem Zusammenhang plötzlich als „moralische Überhöhung des Selbstmitleides“ erscheinen, weil der lasterhaft Selbstmitleidige etwa den Arbeitsmarkt mit einer „Versorgungsanstalt zur Erfüllung persönlicher Wünsche“ verwechselt.

Das hört sich neoliberal funktionalisierbar an, gehört aber zu Sofskys Programm der möglichst genauen Analyse dessen, was der Fall zu sein scheint. Aus der Larmoyanz aber kann, wie er bald darauf zeigt, dumpfes Ressentiment werden, dann Groll, dann Zorn, dann Umwälzung. Das wahre Laster wäre dann die Verschwendung von Lebenszeit, die „viele Bewohner des Jammertals“ damit verbringen, lediglich auf „blutige Rache zu sinnen“.

Begriffliche und kategoriale Reinlichkeit kann man Sofskys Buch der Laster also nicht unbedingt unterstellen. Es ist eine Musterung der niederen Triebe, der unschönen Aspekte von Homo Sapiens: eine Bestandsaufnahme unserer aller nicht so rasend netten, aber konstitutiven Seiten und deren Funktionen in Alltag, Politik, Gesellschaft. Sofskys Kategorien implizieren immer Gewalt und Verbrechen, die man, so gesehen, weniger beklagen oder tilgen, sondern mit denen man pragmatisch umgehen muss. Genau dieser Ansatz macht Sofskys Buch so ungemein anregend.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.11.2009 11:31.

qualtinger

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Internet AMEN

von qualtinger am 01.11.2009 10:26

Die Revolution frisst ihre Kinder.
Welche Revolution?




Von
Antonia Baum


Internet AMEN

Der Schulungsraum für Verlagspersonal lag im Dunkeln. Der Form nach war dieser Raum ein Schiff, grauer Teppichboden, Neonleuchten an der Decke, weiße Tische, daran Menschen, die nach vorne ins Licht sahen. Es ging los. Am oberen Ende des Seminarraums stand ein glatzköpfiger Mann ohne Brauen und Wimpern. Er hatte sich wohl gerade noch den Matrix-Glibber aus dem Gesicht wischen können, um in adäquatem Zustand vor die Belegschaft zu treten, die er jetzt mit seinen schmalen Lippen anlächelte. Es ging heute darum, die Verlagsbelegschaft auf den neusten Stand zu bringen. Er sprach feierlich:

"Hey, ich sage Ihnen was: die Revolution ist längst da! Unter uns, hier, es passiert in dieser Sekunde und sie alle sind Zeugen!"

Er trug einen grau linierten Anzug und warf sich ein Smartphone von einer Hand in die andere. Dann stand er stramm und salutierte.

"Dieser gigantische Menschenapperat, der Inhalte produziert und verwaltet, wird mehr und mehr überflüssig werden. Alles und ich betone A L L E S — kann vollautomatisch erledigt werden. Die Menschen machen sich Arbeit, weil sie eine Daseinsberechtigung brauchen, um …" — der Seminarleiter lachte, sah in die andächtig lauschende Belegschaft und machte eine kleine Pause —

"… um da sein zu dürfen".

Der Seminarleiter stand vor seiner Powerpointpräsentation und hatte einen blauen Heiligenschein. Die Seminargruppe, welche auf den neusten Stand zu bringen war, folgte seinem Vortrag nur mehr nickend.

Er breitete dann die Arme aus und betete gemeinsam mit den Seminarteilnehmern:

Demokratisierungsprozess, Freier Informationszugang, aber was zählt sind die Klicks, Klicks, Klicks!

Backlink,

Clickrate,

Google,

Googlerelevant,

SEO,

Description,

Special Interest,

On Demand,

URL,

Pagerank,

Keywords,

ID,

PI' s,

Usability.

Klicks, Klicks, Klicks, was wir wollen sind Klicks, Klicks, Klicks!

Der Seminarleiter sprach immer schneller und die auf den neusten Stand zu bringende Belegschaft nickte ebenfalls schneller. Es war, als würde er von elektrischen Impulsen beschleunigt, fast war er überhaupt nicht mehr zu verstehen:

<b>Oualitätsjournalismus — pah! </b>

<b>Online ist die Zukunft </b>

<div>Print versteht nicht online</div>

<p>Das Internet gilt bei vielen Experten als eine der größten Veränderungen des Informationswesens seit der Erfindung des <a href="/wiki/Buchdruck" title="Buchdruck">Buchdruckes</a> mit großen Auswirkungen auf diverse Bereiche des alltäglichen Lebens.</p>

<div> Print ist tot!!!title=MediaWiki:Common.css&amp;usemsgcache=yes&amp;ctype=;maxage=2678400

Print ist tot!!! </div>"

Und die Seminarteilnehmer sagten im Chor: <b>AMEN</b>.

Als aber der Seminartleiter würgte und nur noch Einsen und Nullen auspuckte, begannen die Seminarteilnehmer, welche auf den neusten Stand gebracht werden sollten, sich Sorgen zu machen. Sie schafften es gerade noch von seinem Smartphone aus einen Notruf zu tätigen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.11.2009 14:24.

polis
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Angela und Guido in Europa

von polis am 31.10.2009 09:57


polis-ffd.de


Presseschau vom 31.10.2009




Foto: spiegel.de


Angela und Guido in Europa


Der zu Ende gegangene EU-Gipfel hat, aus deutscher Sicht, vor allem die Einführung von Guido Westerwelle aufs internationale Parkett zu vermelden. Merkel: "Deutschland hat einen freundlichen Eindruck hinterlassen. Es hat Spaß gemacht".





fr-online.de

Eine EU von Merkels Gnaden


…..Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Lissabon-Vertrag maßgeblich mitgestaltet. Sie will, dass die Integration der größer gewordenen Union eine neue Qualität erreicht. Betrachtet man allerdings Merkels Handeln der vergangenen Wochen, so drängt sich der Eindruck auf, dass sie ihr lautes "Ja" zu Lissabon nun durch ein entschlossenes "Aber" ergänzt. Merkel hat zuletzt einiges getan, um die Macht der Gemeinschaft klein zu halten - wenn nicht sogar zu mindern. Sie möchte die Zügel selbst in der Hand halten. Die Berliner Kanzlerin will am liebsten auch in Brüssel regieren…..




faz.de

EU-Gipfel einigt sich in Klimafragen


…..Die EU sieht sich in einer Vorreiterrolle beim Kampf gegen die Erderwärmung. Beim Weltklimagipfel im Dezember in Kopenhagen will sie das Tempo vorgeben……

…..Die Umweltorganisation Greenpeace hatte die Bundesregierung als Bremser ausgemacht. „Deutschland spielt hier eine sehr unrühmliche Rolle“, sagte Stefan Krug, Leiter der politischen Vertretung von Greenpeace in Berlin, der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Sie sind alles andere als ein Motor, sondern ein Blockierer.“…..




spiegel.de

Westerwelle schnuppert auf der Weltbühne

…..Als Merkel gefragt wurde, wie sich ihr neuer Außenminister geschlagen habe, sagte sie knapp: "Deutschland hat einen freundlichen Eindruck hinterlassen. Es hat Spaß gemacht".
Westerwelle nahm sich auffällig zurück, fast schon demütig wich er der gipfelerfahrenen Kanzlerin nicht von der Seite. Gemeinsam fuhren die beiden im Mercedes vor dem VIP-Eingang des EU-Ratsgebäudes vor, Westerwelle entstieg mit einem breiten Strahlen. Er war endlich angekommen - die Kameras aus allen europäischen Ländern warteten auf den neuen Außenminister der Bundesrepublik. Es war einer der wenigen Momente, in denen seine tiefe Befriedigung aufblitzte. Schnell hatte er sich jedoch wieder unter Kontrolle und sprach betont nüchtern einige belanglose Sätze in die Kameras. Es klang einstudiert, die Aufregung war ihm anzumerken…..




welt.de

Merkel dämpft Erwartungen für Kopenhagen-Gipfel

Die EU-Staaten haben sich wenige Wochen vor der UN-Klimakonferenz auf einen Kompromiss geeinigt, allerdings ohne konkrete Zahlen zu nennen. Kanzlerin Merkel räumt ein, dass der Gipfel in Kopenhagen keinen fertigen Vertrag liefern werde. Lediglich das Setzen eines politischen Rahmens sei möglich…..
…..Damit ging die deutsche Regierungschefin einen großen Schritt auf die EU-Partner zu, insbesondere auf Großbritannien. Nach Informationen von WELT ONLINE hatte sie noch am Freitagmorgen mit dem britischen Premier Gordon Brown eine Diskussion unter vier Augen. London wollte in Kopenhagen möglichst konkrete Zahlen auf den Tisch legen, um Druck insbesondere auf die USA und China zu üben……

Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.10.2009 09:59.

polis
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Garantierte Null

von polis am 30.10.2009 09:06


polis-ffd.de

Presseschau vom 30.10.2009





Garantierte Null

Die Null vor dem Komma ist echter Mehrwert. Die wahrscheinliche Nullrunde für Deutschlands Rentner im nächsten Jahr ist die Premiere zur Rentengarantie der einstigen Großen Koalition. Mit entsprechenden Milliardenkosten.





spiegel.de

Rentner bekommen Nullrunde statt Kürzung

…..Für die Rentner wird eine Nullrunde im kommenden Jahr wegen der schlechten Lohnentwicklung immer wahrscheinlicher. Die Bundesregierung rechne in ihrer jüngsten Prognose zur Lohnentwicklung im laufenden Jahr mit einem Rückgang. Dadurch müsse möglicherweise die im Juni vom Bundestag beschlossene Rentengarantie erstmals angewendet werden - was die Rentenversicherung mit mehreren Milliarden Euro zusätzlich belasten dürfte……




sueddeutsche.de

Nullrunde für Rentner


…..Die 20 Millionen Rentner in Deutschland müssen sich 2010 auf eine Nullrunde einstellen. Dies folgt aus der jüngsten Prognose der Bundesregierung für die Lohnentwicklung in diesem Jahr, von der die Anpassung der Altersbezüge abhängt. Demnach rechnet die Regierung nach Informationen der Süddeutschen Zeitung mit einem Minus von 0,5 Prozent bei der Lohnsumme. Dennoch werden die Ruhegehälter wegen der jüngst eingeführte Rentengarantie nicht gekürzt.
Hauptursache für die absehbare Nullrunde ist die Wirtschaftskrise, die auch auf die Löhne durchschlägt. Um die Rezession zu bekämpfen, hatte die große Koalition die Kurzarbeit massiv gefördert. Dies führt zwar einerseits dazu, dass Arbeitnehmer trotz der Krise zunächst ihre Jobs behalten. Andererseits aber bekommen sie in dieser Zeit deutlich weniger Gehalt. Dies hat erhebliche Folgen für die Entwicklung der Renten, weil eine Veränderung der Altersbezüge davon abhängt, ob die durchschnittlichen Löhne und Gehälter im Vorjahr gestiegen oder gesunken sind…..




welt.de

Rentnern droht Nullrunde, Arbeitnehmern ein Minus

…..Eine Nullrunde ist dem Bericht zufolge selbst dann wahrscheinlich, wenn sich die Prognosen bis zur im März fälligen endgültigen Entscheidung über die Rentenanpassung als falsch erweisen sollten. Grund seien Altlasten wie die Nachholung des zuletzt ausgesetzten Riester-Faktors, der das Wachstum der Altersbezüge dämpfen soll……

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.10.2009 09:07.
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