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polis
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Dresdens Polizei im Zwielicht

von polis am 20.02.2011 16:21




Dresdens Polizei im Zwielicht


Pau

Berlin (rdp). Beamte des LKA stürmten gestern das Pressebüro des Bündnisses „Dresden nazifrei“. Dazu erklärt Petra Pau, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE und im Innenausschuss des Bundestages:

Rund 20.000 Bürgerinnen und Bürger haben gestern verhindert, dass Dresden zur inoffiziellen Hauptstadt europäischer Nazis wird. Sie haben Courage gezeigt und die Würde von Elb-Florenz verteidigt.

Anders die Polizei. Auf Geheiß des LKA stürmten Beamte danach das Bündnisbüro „Dresden nazifrei“. Ohne erkennbare Rechtsgrundlage, mit Gewalt, beschlagnahmend und festnehmend.

Damit haben die Verantwortlichen Dresdens Polizei in ein Zwielicht gestellt, das nicht vom Recht erhellt wird. Der Beifall der Nazis, die unverrichteter Dinge abziehen mussten, dürfte ihnen Gewiss sein.“

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polis
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Soziale Sicherung ist ein Grundrecht

von polis am 20.02.2011 12:04




Soziale Sicherung ist ein Grundrecht - Weg mit den Sanktionen und
Leistungskürzungen bei den Grundsicherungen



Kipping

Zum Welttag der der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar 2011 erklärt
die stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Katja Kipping:

Soziale Gerechtigkeit ist ohne gesicherte soziale Grundrechte nicht
denkbar. Grundrechte sind individuelle Rechte eines jeden Menschen, die
er sich nicht erst verdienen muss. Grundrechte stehen dem Menschen als
Mensch zu. Das heißt, dass eine soziale Sicherung, die die Existenz und
gesellschaftliche Teilhabe des Menschen garantieren soll, ist ohne eine
Gegenleistung oder eine Pflicht zur Arbeit dem einzelnen Menschen
zuerkannt. Eine Maxime, die die Hartz-Parteien in Deutschland erst
verinnerlichen müssen. Sie feilschen nämlich nicht nur in übelster
Krämermanier um die Regelsätze auf Armutsniveau. Nein, sie ignorieren
auch diese Minimalanforderung an soziale Sicherungssysteme. DIE LINKE
fordert die sofortige Abschaffung der Sanktionen und Leistungskürzungen
bei den Grundsicherungen."

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Re: Ein paar sehr unbequeme Fragen – was tut die Armee eigentlich wirklich in Afghanistan?

von polis am 19.02.2011 15:57

Das Miese an diesem Thema ist dieses schlimme Gefühl das mich beschleicht, ohne es, bislang, belegen zu können. Ein Gefühl das tatsächlich mit meiner Rationalität korrespondiert. Es ist für mich um so logischer, als denn die „Verantwortlichen“ dieses Thema mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen zu deckeln. Was? Jetzt muss ich spekulieren. Aber: ich behaupte, weil ich zu Wissen glaube, dass die Bundeswehr (KSK) zusammen mit der ebenso ominösen amerikanischen Task-Force 373 gemeinsame Killerspiele in Afghanistan veranstaltet. Ja! Ich würde es gerne genauer wissen. Ich würde mich genau so gerne irren. Dazu brauche ich aber Informationen. Bislang habe ich diese leider nicht. Wir, Ulrich und ich, bemühen uns seit ein paar Tagen um diesbezüglich mehr. Um festzustellen, dass die die es eigentlich wissen müssten, unsere Abgeordneten – die Bundeswehr ist nach wie vor eine Parlamentsarmee – offensichtlich nichts wissen! Sich auch nicht bemühen um „mehr Wissen“. Nichts wissen wollen! Wie sonst ist eine Mandatsverlängerung durch den Bundestag zu erklären, welche, sollte es so sein, ob der unbekannten, illegalen Aktionen der KSK, so niemals erteilt werden dürfte! Unsere Abgeordneten verlängern den Krieg der Bundeswehr in Afghanistan ohne notwendige Informationen über das tatsächliche Geschehen und Tun aller dort aktiven Truppenteile. Das ist ein Skandal! Wem ist diese Ignoranz unserer Volksvertreter geschuldet? Ihrem „Besserwissen“, ihrer komplexen Einsicht in Zusammenhänge, deren Qualität, Umfang und Konsequenzen „wir“ nicht in der Lage sind zu folgen? Lächerlich. Unsere Recherchen zeigen eines auf jeden Fall. Sie wissen nichts – oder sie wollen nichts wissen. Das! Ist keine akzeptable Grundlage Kriegseinsätze zu verlängern, überhaupt zu mandatieren!
Man kann dieses Thema nicht auf sich beruhen lassen. Es wird zu viel von dem tangiert was uns alle im Zusammenhang mit diesem Krieg beschäftigt. Es kann nicht sein, dass 70% der deutschen Bevölkerung eine Weiterführung des Krieges in Afghanistan ablehnt und unsere Abgeordneten in Berlin auf Grund von Ignoranz und intransparenten, undemokratischen Gründen, inklusive eigenem, ihrer Bequemlichkeit geschuldetem Unwissen, diesen Krieg weiterführen. Ja! Nicht „wir“ führen diesen Krieg, sondern „unsere“ parlamentarischen Vertreter. Gestern sind weitere drei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan getötet worden.

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Geheime Kommandosache – das Parlament weiß nichts. Was weiß Guttenberg?

von redaktion am 19.02.2011 14:48




Geheime Kommandosache – das Parlament weiß nichts. Was weiß Guttenberg?
von polis-Gastautor Ulrich Kasparick



Selbst die Obleute der Fraktionen werden nicht über die KSK und die amerikanische Task Force 373 informiert. In der Bundestagszeitschrift „Das Parlament“ konnte man es lesen.
Die Abgeordneten dürfen sich nicht mal Aufzeichnungen machen, wenn sie „informiert“ werden. Sie werden offensichtlich sogar vom Minister verspottet.
Was hat es auf sich mit der deutschen Sondereinheit KSK und der amerikanischen Sondertruppe Task Force 373?
Wer die Task Force 373 ist, hatte der „Spiegel“ berichtet. Es ist eine Sondereinheit, die eingesetzt wird zum „gezielten Töten“ von „Taliban“. Man muß dazu wissen, daß Soldaten oft darüber klagen, daß sie „Taliban“ gar nicht von normalen „Zivilisten“ unterscheiden können. Es gibt zwar „Abschusslisten“, an denen offensichtlich auch deutsche Stellen beteiligt sind. Aber ein Abgeordneter, der genau herausfinden will, wie denn nun genau die Zusammenarbeit zwischen deutscher KSK und amerikanischer Task Force 373 im militärischen Alltag „funktioniert“, beißt auf Granit.
Das Parlament wird dumm gehalten.
Heute erschien ein Artikel in der „Welt“, wonach sogar der Chef der NATO im Jahr 2009 nicht „über die größte Militäraktion seit dem Vietnamkrieg“ informiert worden ist.
Eine geheime Kommandosache also.

Nun hat das Parlament die Fortsetzung des Afghanistankrieges beschlossen. (Ich verwende das Wort „Krieg“, weil es sogar von der Kanzlerin und dem Verteidigungsminister benutzt wird).
Aber das Parlament weiß ganz offensichtlich, weil nachlesbar, nicht, was da eigentlich wirklich vor sich geht.

Nun „arbeitet“ die amerikanische Task Force 373 nicht irgendwo, sondern im Norden Afghanistans. Also im Zuständigkeitsbereich der Deutschen.
Deshalb ist die Frage dringlich: Wie sieht die Zusammenarbeit von KSK und Task Force 373 im Alltag in Nordafghanistan tatsächlich aus?

Die fragenden Abgeordneten werden hingehalten.
Der Minister verspottet sie sogar.

Ich stelle deshalb hier die Frage: Was weiß Verteidigungsminister zu Guttenberg über eine Zusammenarbeit der deutschen KSK und der amerikanischen Task Force 373?

Es besteht Aufklärungsbedarf.
Denn heute sind schon wieder 3 deutsche Soldaten ums Leben gekommen.
In Nordafghanistan.
Sie wurden von einem afghanischen Soldaten mitten im deutschen Camp erschossen…..

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.02.2011 15:40.

redaktion
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Ein paar sehr unbequeme Fragen – was tut die Armee eigentlich wirklich in Afghanistan?

von redaktion am 19.02.2011 14:35




Ein paar sehr unbequeme Fragen – was tut die Armee eigentlich wirklich in Afghanistan?
von polis-Gastautor Ulrich Kasparick



Der Generalsekretär der NATO Jaap der Hoop Scheffer selbst wusste nichts von der „größten Militäraktion seit dem Vietnamkrieg„.
Das lese ich in einem Text der „WELT“ am 19. Februar 2011. Die Rede ist von einer Kommandosache im Jahr 2009.

Pause. Ich halte inne.
Der NATO-Chef selbst wußte nichts……

Ich frage mich: was läuft hier eigentlich?
Wer veralbert hier eigentlich wen?
Wie tief stecken die deutschen Soldaten, die ja Teil des Bündnisses sind, eigentlich mit drin in diesem Sumpf aus Uninformiertheit und PR-Nebelkerzen a la Guttenberg nebst embedded Journalist?

Klar ist: das Militär sagt längst nicht alles, was tatsächlich passiert. Soldaten, die dennoch kritisch informieren, bekommen selbst große Probleme, wie dieser Text der Südwest-Presse zeigt.
Nehmen wir das Beispiel KSK. Über diese sehr besondere Truppe hatte ich kürzlich ein paar kritische Fragen gestellt.
Zu zweit hatten wir uns aufgrund dieser unbequemen Fragen an Abgeordnete des Deutschen Bundestages gewandt.
Ich wollte wissen: was wußten die Abgeordneten zur Zeit der Abstimmung über die Verlängerung des Afghanistan-Mandats über die KSK und die eventuelle Zusammenarbeit der KSK mit der mysteriösen Task Force 373?
Die beiden SPD-MdBs, die ich noch als „gut informierte Kollegen“ kannte – wußten nichts.
Die Nachfrage bei einem als sehr kritisch bekannten MdB der Grünen-Fraktion ergab: solche Informationen hätten „nur die Vertrauensleute“: In der Antwort heißt es:

„Über die Tätigkeit des KSK in Afghanistan werden nur die Obleute des
Verteigungsausschusses näher informiert.
Uns wurde lange Zeit gesagt, daß das KSK an Kampfeinsätzen nicht beteiligt
ist, sondern im Wesentlichen zur Beobachtung eingesetzt wird.
Über die Tätigkeit von US-Sondereinheiten erhalten wir fast gar keine
Informationen, auch wenn sie im deutschen Verantwortungsbereich
stattfindet.Angeblich ist die Bundeswehr über Einzelheiten auch nicht
unterrichtet.

Mit freundlichem Gruß….“

Eine solche Antwort ist ja wohl ein Witz.
Denn die Dinge standen ja schon in der Zeitung.
Der „Spiegel“ hatte eine ausführliche Reportage über die amerikanische Task Force 373 und auch über die deutsche KSK gebracht, wie ich in meinem blog schon geschrieben hatte (link weiter oben).

Ich halte fest:
offensichtlich wussten die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zur Zeit der Abstimmung über die Verlängerung des Afghanistan-Mandats nichts.
Sie wußten nichts über die Einsätze der deutschen KSK; sie wußten nichts über die Einsätze der amerikanischen Task Force 373. Sie wußten nichts über eine Zusammenarbeit beider Kommandos im deutschen Zuständigkeitsbereich in Nordafghanistan.

Im Grunde wundert mich dieser harte Befund nicht.
Denn, wenn selbst der Generalsekretär der NATO nichts wußte von der „größten Militäraktion seit dem Vietnamkrieg“, dann braucht man sich im Grunde im Parlament nicht zu erkundigen.

Da wurde also vom deutschen Parlament die Verlängerung eines Mandates beschlossen, ohne daß die Abgeordneten wußten (und wissen), worum es eigentlich geht.


Das halten wir mal fest.
Ich schreibe diesen blogbeitrag am 19. Februar 2011. Heute kam die traurige Nachricht, daß drei deutsche Soldaten in ihrem eigenen Camp von einem afghanischen Soldaten getötet wurden. Da hat ein Soldat seine Ausbilder getötet. Was geht da eigentlich vor in der Region Kunduz und in den anderen Regionen des Landes?

Sie sagen uns nicht die Wahrheit. Soviel ist gewiß.
Denn sie informieren ja nicht mal die eigene politische Führung der NATO.…..
Und das Gerede davon, daß die Soldaten „die Sicherheit der Entwicklungshelfer“ gewährleisten, erweist sich als das, was es ist: eine Zwecklüge.
Denn – und das haben ausführliche Recherchen und Telefonate mit Entwicklungshelfern ergeben: „die Soldaten können unsere Sicherheit nicht schützen“.

Es zeigt sich immer deutlicher: dieses Mandat hat nichts mehr mit „Verteidigung“ zu tun. Dieses Mandat führt zu immer mehr Toten und Verletzten, insbesondere Zivilisten. Dieses Mandat führt zu immer größerem Widerstand im Land. Nun erschießt sogar ein afghanischer Soldat drei seiner Ausbilder….

Es ist höchste Zeit, daß die Armeen der Allianz Afghanistan verlassen.
Es ist höchste Zeit, daß die Nationen endlich mit einem wirklichen zivilen Aufbau des Landes beginnen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.02.2011 15:36.

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Regierung räumt intern große Kaufkraftverluste bei Hartz-IV-Empfängern ein

von redaktion am 19.02.2011 10:24




Regierung räumt intern große Kaufkraftverluste bei Hartz-IV-Empfängern ein
Linkspartei kündigt rechtliche Schritte gegen willkürliche Regelsatzpoliktik an

Leipzig/Berlin (rdp/ots) - Die Bundesregierung rechnet intern bei der Ermittlung des neuen Hartz-IV-Regelsatzes mit höheren Kaufkraftverlusten, als sie offiziell einräumt. Das berichtet die "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend-Ausgabe) unter Berufung auf interne Arbeitspapiere des Bundessozialministeriums. Unter Einbeziehung der verfügbaren aktuellen Veränderungsraten beim Lohn- und Preisindex stellt das Ministerium intern auf Seite 19 eines vorliegenden 43-seitigen Verhandlungspapiers für die CDU/CSU-Seite fest: In der Regelbedarfsstufe 1 müsste der Betrag von derzeit 359 Euro auf 370 Euro steigen. Würde nur der Preisanstieg aktuell eingerechnet, käme man in der Regelbedarfsstufe 1 mit 367 Euro hin.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, erklärte daraufhin gegenüber der Zeitung, dass "die Öffentlichkeit gezielt in die Irre geführt" werde. "Real wird bei Hartz IV seit Jahren gekürzt. Die Hartz-IV-Haushalte haben Monat für Monat weniger in der Tasche. Alles wird teurer, aber ihre Bezüge wurden seit 20 Monaten nicht mehr angepasst." Statt aktiv und schnell zu handeln, begreife die Bundesregierung offenkundig den Reform-Auftrag durch das Verfassungsgericht als "Aufforderung zur Regelsatzkürzung". Der Linkspartei-Chef kündigte rechtliche Schritte gegen die Hartz-IV-Politik der Regierung an. "Wir werden gegen diese Verabredung zum Verfassungsbruch rechtliche Schritte einleiten. Hartz IV wird schnell wieder vor dem Verfassungsgericht landen", hob Ernst hervor.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.02.2011 10:25.

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Obamas Trauerspiel

von redaktion am 19.02.2011 10:19




Neues Deutschland: Obamas Trauerspiel

Berlin (rdp/ots) - Es ist noch keine vier Wochen her, da waren die USA angeblich noch »absolut entschlossen, Guantanamo zu schließen«, wie Außenministerin Hillary Clinton erklärte. Zweifel waren schon damals angebracht, entpuppte sich das von Präsident Barack Obama angekündigte Aus für das berüchtigte Gefangenenlager doch als zähes Trauerspiel. Zumal die Regierung ihr Placet für weitere Verfahren vor den wenig rechtsstaatlichen Militärtribunalen geben will, ebenfalls ein Erbe der Bush-Ära. Doch nun wird Guantanamo wohl erst am Sankt-Nimmerleins-Tag geschlossen. Pentagonchef Robert Gates jedenfalls sieht nur noch »sehr, sehr geringe« Aussichten, dass das weltweit kritisierte Lager im juristischen Niemandsland aufgelöst wird. Dabei war genau das eines der wichtigsten Wahlversprechen Obamas und die Anordnung zur Schließung binnen eines Jahres eine seiner ersten Amtshandlungen im Weißen Haus. Geblieben ist eine medienwirksame Geste, die der Präsident wohl am liebsten vergessen würde, nachdem vor allem der Widerstand im Kongress für ständig neue Hürden sorgt und wahltaktische Überlegungen von Mal zu Mal wichtiger werden. Gerade in den vergangenen Tagen hat Obama mit Blick auf die Ereignisse in der arabischen Welt immer wieder die Achtung der Menschenrechte dort beschworenen. Guantanamo wurde zum Symbol einer Form von Terrorbekämpfung, die Menschenrechte systematisch missachtet. Es ist nun auch mit seinem Namen verbunden.

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Drei Bundeswehrsoldaten getötet - polis-Presseschau

von redaktion am 19.02.2011 10:00




Presseschau vom 19.02.2011



Der Rückhalt in der Bevölkerung für die Bundeswehr schwindet


Drei Bundeswehrsoldaten getötet

Ein Mann in afghanischer Armee-Uniform erschoss gestern Morgen drei deutsche Soldaten und verletzte acht weitere teilweise schwer. Der Vorfall geschah im Bundeswehr-Außenstützpunkt „OP North“, den Verteidigungsminister zu ­Guttenberg erst einen Tag zuvor besuchte.





fr-online.de

Afghanistan: Drei Bundeswehrsoldaten getötet

… Bei einer Schießerei in einem Außenposten der Bundeswehr in Afghanistan sind drei deutsche Soldaten getötet worden. Ein Mann in afghanischer Armeeuniform habe am Freitag im Außenposten OP North in der Provinz Baghlan das Feuer eröffnet, teilte die Nato-Truppe Isaf in Kabul mit. Aus Bundestagskreisen aus Berlin verlautete, dass drei deutsche Soldaten getötet worden seien. Acht weitere Bundeswehr-Soldaten wurden den Angaben zufolge verletzt, vier von ihnen schwer. Der Angreifer sei getötet worden. …




faz.net

Drei Tote im deutschen Feldlager

… Nur einen Tag nach dem Besuch von Verteidigungsminister zu Guttenberg (CSU) auf einem Außenposten der Bundeswehr in Afghanistan sind dort bei einer Schießerei drei deutsche Soldaten gefallen, sechs Soldaten wurden verwundet. Die Soldaten befanden sich innerhalb des befestigten Lagers „OP North“ in der Provinz Baghlan, als ein Mann in der Uniform der afghanischen Armee mit seinem Gewehr das Feuer auf sie eröffnete. …




spiegel.de

Der Kamerad, der zum Feind wird

… Die tödliche Attacke eines afghanischen Rekruten auf deutsche Soldaten offenbart die Probleme der Hindukusch-Mission: Die Bundeswehr soll einheimische Kräfte ausbilden, doch ist sie dabei ausreichend geschützt? Zudem gibt es Berichte über Streitereien, Beleidigungen und Drogenkonsum. …




taz.de

Drei deutsche Soldaten getötet

… Die ISAF kündigte eine Untersuchung des Angriffs an. Der ISAF-Sprecher, der deutsche General Josef Blotz, bestätigte im Gespräch mit Spiegel Online, dass der Angreifer eine Uniform der afghanischen Armee getragen habe. Offenbar habe er zu einer Gruppe afghanischer Soldaten gehört, die der Bundeswehr beim Ausbau des Außenpostens helfen. Bisher sei aber noch unklar, ob der Schütze tatsächlich ein Soldat war oder ob er die Uniform als Tarnung trug. ...

Foto: taz.de/ap

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.02.2011 10:01.

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Zurück zu den Wurzeln der Sonnensystems

von polis am 18.02.2011 20:47

Zurück zu den Wurzeln der Sonnensystems



This image taken with the HiCIAO planet-hunter camera on SUBARU Telescope shows a bright arc of scattered light (white) from the protoplanetary disk around the young star LkCa 15 (center, masked out with a dark circle).
Credit: MPIA (C. Thalmann) & NAOJ


Planeten entstehen in Staub- und Gasscheiben, die junge Sterne umgeben. Ein Blick in diese Geburtsstätten bedeutet eine Reise in die Vergangenheit der Erde und ihrer Geschwister. Jetzt haben Astronomen mit dem Subaru-Teleskop auf Hawaii detailreiche Bilder von den protoplanetaren Scheiben zweier Sterne geliefert. Erstmals erscheinen darauf Strukturen von der Größe unseres Sonnensystems: Ringe und Aussparungen in der Scheibe, die mit der Entstehung von Riesenplaneten zusammenhängen. Die Beobachtungen sind Teil einer systematischen Durchmusterung mit einer speziellen Hochkontrast-Kamera.

Planetensysteme wie das unsere sind Nebenprodukte der Sternentstehung. Sie bilden sich, wenn die Gravitationskraft der neugeborenen Muttersonne Gas und Staub aus der näheren Umgebung zu einer dichten, abgeplatteten Scheibe sammelt. Materieklumpen in dieser Scheibe ziehen mehr und mehr Gas und Staub an und werden so über Jahrmillionen zu den Objekten, die wir Planeten nennen. In den vergangenen Jahren hat die Erforschung solcher protoplanetarer Scheiben beachtliche Fortschritte erzielt – zum einen dank (meist indirekter) Beobachtungen, zum anderen durch die Simulation dieser Objekte.

Nun haben Forscher um Christian Thalmann dem Gesamtbild wichtige neue Details hinzugefügt und Bilder von Strukturen geliefert, die noch nie zuvor direkt abgebildet worden waren. Zielobjekt der ersten Studie war der Stern LkCa 15, rund 450 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Stier gelegen. Mit einem Alter von nur wenigen Millionen Jahren ist LKCa 15 sehr jung – unsere Sonne ist im Vergleich zu ihm rund 1000-mal älter.

Aus früheren Beobachtungen des Infrarotspektrums sowie der Millimeterstrahlung hatten Wissenschaftler geschlossen, dass im Zentrum der protoplanetaren Scheibe eine große, weitgehend materiefreie Aussparung existiert. Die neuen Bilder zeigen Sternenlicht, das an der Scheibenoberfläche so reflektiert wird, dass sich die scharfe Kante dieser Aussparung erstmals direkt zeigt. Interessanterweise ist die elliptische Form der Aussparung nicht um den Stern herum zentriert, sondern etwas verschoben.

„Die wahrscheinlichste Erklärung für die Aussparung in der Scheibe von LkCA 15 – und insbesondere für deren Asymmetrie – lautet, dass dort mehrere Planeten kreisen, die gerade erst aus dem Scheibenmaterial entstanden sind und nun das Gas und den Staub entlang ihrer Umlaufbahnen einfangen“, sagt Thalmann, der die Untersuchungen geleitet hat, damals noch als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astronomie.

Die Aussparung ist so groß, dass die Umlaufbahnen aller Planeten in unserem eigenen Sonnensystem bequem darin Platz fänden. Daher spekulieren die Astronomen, dass sich bei LkCa 15 in dieser Lücke ein unserem eigenen Sonnensystem vergleichbares Planetensystem bildet. „Die Planeten selbst wurden noch nicht nachgewiesen“, so Thalmann. „Aber das könnte sich bald ändern.“

Die zweite Studie unter der Leitung von Jun Hashimoto vom Nationalobservatorium Japan widmete sich dem Stern AB Aur im Sternbild Fuhrmann, 470 Lichtjahre von der Erde entfernt. Dieser Stern lebt erst seit rund einer Million Jahren. Die neuen Beobachtungen zeigen hier erstmals Strukturen, die im kosmischen Maßstab vergleichsweise klein sind, nämlich nicht größer als unser eigenes Sonnensystem. (Bei einem Abstand von den genannten 470 Lichtjahren erscheint das Sonnensystem unter demselben Winkel wie eine Ein-Euro-Münze, die man aus mehr als zehn Kilometern Entfernung betrachtet.)

Die Beobachtungen zeigen ineinander verschachtelte Ringe aus Gas und Staub, die gegenüber der Äquatorebene des Systems verkippt sind und deren Material sich wiederum nicht symmetrisch um den Stern herum anordnet – beide Eigenschaften deuten auf das Vorhandensein mindestens eines sehr massereichen Planeten hin.

Die Beobachtungen wurden jeweils mit der Kamera HiCIAO am 8,2-Meter-Subaru-Teleskop gemacht. Scheiben und Planeten in der direkten Umgebung von Sternen stellen an die Technik höchste Ansprüche, da diese lichtschwachen Objekte von den Sternen überstrahlt werden – so wie ein Glühwürmchen von einem Flutlichtstrahler. HiCIAO gelingen solche Beobachtungen, indem das Instrument zum einen den störenden Einfluss der Erdatmosphäre weitgehend ausgleicht, zum anderen einen Großteil des Sternenlichts mechanisch ausblendet.

Die Untersuchungen gehören zum SEEDS-Projekt (Strategic Explorations of Exoplanets and Disks with Subaru, also: Strategischen Erkundungen von Exoplaneten und Scheiben mit Subaru). „SEEDS ist eine auf fünf Jahre angelegte, systematische Suche nach Exoplaneten und protoplanetaren Scheiben. Bereits jetzt hat das Subaru-Teleskop dabei spektakuläre Bilder geliefert“, sagt Thomas Henning, Direktor am Heidelberger Max-Planck-Institut für Astronomie und einer der an SEEDS beteiligten Wissenschaftler. „Solche detailreichen Beobachtungen sind unverzichtbar, wenn wir verstehen wollen, wie Planetensysteme – inklusive unser eigenes Sonnensystem – entstehen.“

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.02.2011 20:48.

polis
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Neoliberaler Angriff auf die Pflegeversicherung

von polis am 18.02.2011 18:38




Neoliberaler Angriff auf die Pflegeversicherung


Senger-Schäfer

Berlin (rdp). "Die FDP setzt ihren pflegepolitischen Amoklauf fort. Hand in Hand mit den Wirtschaftsverbänden fordert sie die Schleifung der sozialen Sicherungssysteme. Ernstzunehmende Lösungsvorschläge für die drängenden Probleme der Pflegebedürftigen, ihrer Angehörigen und der Pflegekräfte sind von ihr nicht zu erwarten", kommentiert Kathrin Senger-Schäfer, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die Ablehnung einer Beitragserhöhung zur Pflegeversicherung in dieser Legislaturperiode durch die FDP. Senger-Schäfer weiter:

Wenn die FDP kurz vor einer Wahl Beitragsstabilität für die Pflegeversicherung fordert, sollte man auch das Kleingedruckte lesen. Die Liberalen fordern vehement die Einführung einer individualisierten kapitalgedeckten Pflegzusatzversicherung, was vor allem Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen belasten würde. Der Beitragssatz zur Pflegversicherung bliebe dann zwar stabil, die Menschen müssten aber zusätzlich eine monatliche Pauschale zahlen, an der die Arbeitgeber mit keinem Cent beteiligt wären. Und aus den bisher angepeilten 8 bis 9 Euro könnten dann schnell 15 bis 20 Euro zusätzlich im Monat werden.

Für die dringend benötigten Verbesserungen bei der Pflege würde das am Kapitalmarkt angelegte Geld nicht zur Verfügung stehen. Allenfalls die private Versicherungswirtschaft könnte sich über das 'Sofortprogramm' freuen. Die Risiken der Finanzmärkte werden dabei einfach ignoriert oder noch schlimmer, billigend in Kauf genommen. Langfristig will die FDP die umlagefinanzierte Pflegeversicherung demontieren und komplett auf Kapitaldeckung umstellen. Den Menschen soll durch stabile Beitragssätze, aber immer weniger Leistungen aus der Pflegeversicherung die Kapitaldeckung schmackhaft gemacht werden. Pflege wird dadurch immer mehr vom eigenen Geldbeutel abhängig.

DIE LINKE steht für eine solidarische Weiterentwicklung des bewährten Umlageverfahrens. Mit der solidarischen Bürgerinnen- und Bürgerversicherung in der Pflege wird die Einnahmeseite gerecht verbreitert und an die veränderten Einkommensmöglichkeiten angepasst. Die Pflegeversicherung wird so dauerhaft stabil finanziert und soziale Gerechtigkeit geschaffen."

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