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phantadu

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UK: STOP RUPERT MURDOCH

von phantadu am 02.03.2011 09:35



To UK Prime Minister David Cameron and Deputy Prime Minister Nick Clegg:

At this time of global solidarity with democratic aspirations, we stand with the British people in their deep concern over Rupert Murdoch's threat to UK democracy. The Murdoch media empire has a global record of undermining democratic government and promoting division, intolerance and war. As citizens around the world who support international cooperation and peace, we appeal to you to deny Mr. Murdoch's bid to own nearly half the British media.

Mehr dazu: avaaz.org

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.03.2011 09:43.

polis
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Frank-Jürgen Weise Kandidat Nummer eins für die Guttenberg-Nachfolge

von polis am 01.03.2011 15:40




Frank-Jürgen Weise Kandidat Nummer eins für die Guttenberg-Nachfolge


Weise

Leipzig/Berlin (ots) - Der derzeitige Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Hans-Jürgen Weise, gilt, nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwoch-Ausgabe) aus Regierungskreisen, als Favorit für die Nachfolge im Amt des Bundesverteidigungsministers. Der Reserveoffizier der Bundeswehr hat federführend im Auftrag des zurückgetretenen Ministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) die Grundlagen für die laufende Bundeswehrstrukturreform erarbeitet.

Für zu Guttenberg war Weise bereits in den vergangenen Tagen erster Anwärter auf die Nachfolge "für den Ernstfall", hieß es aus Kreisen der Verteidigungspolitiker der Union.

Weise ist CDU-Mitglied mit starkem Wunsch, in die Politik einzusteigen. Im Fall eines offiziellen Wohnortwechsels nach Bayern könnte daraus rasch eine CSU-Mitgliedschaft im Sinne schwesterlicher Verbundenheit werden. Weise hat vielfältige Erfahrungen auch durch beobachtende Einsätze in Afghanistan und wäre für die Bundeskanzlerin die größte anzunehmende Garantie für den Fortgang der von ihr als Herzensanliegen betrachteten Bundeswehrreform.

Anderen ins Spiel gebrachten CSU-Politikern, wie Verkehrsminister Peter Ramsauer oder Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich, traue die Kanzlerin entweder nicht die Stärke zur Reformpolitik zu oder ihnen fehle "die innere Leidenschaft für das Thema", hieß es aus Regierungskreisen. Eine eventuelle Nachfolgeregelung mit dem bayerischen Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) gälte, diesen Informationen zufolge, als "größte anzunehmende Strafe für die Bundeswehr".

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.03.2011 15:40.

polis
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Merkel nach Rücktritt Guttenbergs "eigentliche Verliererin"

von polis am 01.03.2011 15:32




Politikberater Spreng: Merkel nach Rücktritt Guttenbergs "eigentliche Verliererin"


Spreng

Berlin (rdp/ots) - Berlin - Der Politikberater Michael Spreng hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) für beschädigt. "Frau Merkel ist die eigentliche Verliererin", sagte Spreng dem Tagesspiegel (Mittwochausgabe). "Sie hätte zu Guttenberg sofort klar machen müssen, dass seine Verfehlung so massiv war, dass er das auf Dauer nicht durchstehen kann." Mit ihrer Erklärung, sie habe einen Verteidigungsminister berufen und keinen "wissenschaftlichen Assistenten", habe die CDU-Vorsitzende all die Werte verhöhnt, für die die Partei eintrete. "Das musste zu massivem Unmut gerade bei den Wertkonservativen in der Union führen." Spreng sieht die Gefahr, dass das lange Festhalten an Guttenberg zur Demobilisierung der CDU-Wähler bei den anstehenden Landtagswahlen führen werde. "Die Guttenberg-Fans werden an einer Dolchstoßlegende stricken, die Wertkonservativen könnten sich enttäuscht abwenden", sagte Spreng, der im Bundestagswahlkampf 2002 Wahlkampfmanager des damaligen Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber (CSU) war.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.03.2011 15:33.

redaktion
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Wie lange noch Frau Merkel? - polis-Presseschau

von redaktion am 01.03.2011 08:30




Presseschau vom 01.03.2011



Original oder Kopie? Verteidigungsminister Guttenberg gerät immer stärker unter Beschuss


Wie lange noch Frau Merkel?

Wie lange will Bundeskanzlerin Merkel noch an ihrem Bundesverteidigungsminister zu ­Guttenberg festhalten? Die Empörung der deutschen Wissenschaftseliten über das Verhalten und Festhalten richtet sich unverhohlen auch gegen die Kanzlerin selbst. Deutschland nimmt Schaden – nach Innen und Außen.





fr-online.de

Theologe Eberhard Jüngel im Interivew: „Pfui, Herr Guttenberg!“

Der Theologe Eberhard Jüngel spricht im Interview mit der Frankfurter Rundschau über das Verhalten von Verteidigungsminister zu Guttenberg in der Plagiats-Affäre und die Folgen für die deutsche Wissenschaft. …




faz.net

Guttenberg brauchte Sondergenehmigung für Promotion

… Verteidigungsminister zu Guttenberg (CSU) konnte nur mit einer Ausnahmegenehmigung promovieren. Da er in seinem Examen die Note „befriedigend“ und nicht „vollbefriedigend“ erreichte, brauchte er eine Genehmigung des damaligen Dekans Karl-Georg Loritz, der Vorsitzender der JU der CSU der bayerischen Kreisstadt Schwandorf war und erst im Januar dieses Jahres beim Neujahrsempfang der Schwandorfer CSU als Festredner sprach. …




spiegel.de

Wissenselite revoltiert gegen Copy-paste-Minister

… Damit gerät nun auch die Kanzlerin ins Visier der Kritiker. Angela Merkel hat sich in der Affäre bisher hinter ihren Minister gestellt - mit dem Argument, sie habe schließlich keinen wissenschaftlichen Assistenten eingestellt, sondern einen Minister. Auch aus den eigenen Reihen bekommt sie dafür nun Kritik. So schloss sich der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf den Vorwürfen aus der Wissenschaft an. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) unterstellte Merkel gar "Schizophrenie". …




sueddeutsche.de

"An einem Rücktritt führt kein Weg vorbei"

Politisch kann er sich noch halten, in der akademischen Welt ist er am Nullpunkt angelangt: Deutschlands Wissenschaftler rebellieren öffentlich gegen Karl-Theodor zu Guttenberg und dessen Fürsprecher. Der Bonner Professor Matthias Kreck hält es für einen "Kulturverfall", dass "so jemand noch Minister sein kann". ...

Foto: spiegel.de/dpa

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.03.2011 08:39.

polis
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CSU-naher Professor erteilte Guttenberg Ausnahmegenehmigung für Promotion

von polis am 28.02.2011 15:36



CSU-naher Professor erteilte Guttenberg Ausnahmegenehmigung für Promotion

Berlin (rdp/ots) - Berlin - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat nur mit der Ausnahmegenehmigung eines CSU-nahen Professors an der Universität Bayreuth promovieren dürfen. Dies erfuhr der Tagesspiegel (Dienstagsausgabe) aus Fakultätskreisen. Wie es hieß, sei Guttenbergs juristisches "Prädikatsexamen", mit dem er auch in seinem Lebenslauf warb, nur ein sogenanntes "kleines Prädikat" mit der Note "befriedigend" im "unteren Bereich". Mit einer solchen Examensnote sind juristische Promotionen nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Guttenberg lehnte eine Stellungnahme dazu ab. Nach der Promotionsordnung der Uni Bayreuth kann der Dekan einen Bewerber mit einer schlechteren Note als "vollbefriedigend" nur "ausnahmsweise" zur Promotion zulassen. Dekan war bei Guttenbergs Promotionszulassung 2006 Karl-Georg Loritz. Loritz war in den siebziger Jahren Vorsitzender der Jungen Union in der CSU-Vorstandschaft der bayerischen Kreisstadt Schwandorf. Ende Januar war er Hauptredner beim Neujahrsempfang der Schwandorfer CSU. Auf der Website des Ortsverbandes heißt es, der Professor für Zivilrecht sei der Partei "bis heute verbunden". Aus der Fakultät hieß es weiter, die Zulassung eines "befriedigend"-Kandidaten sei "nicht ungewöhnlich". Dass der Kandidat dann aber die Bestnote "summa cum laude" erziele, sei möglich, aber jedenfalls "nicht der Regelfall". Neben Loritz mussten laut Promotionsordnung 2006 noch zwei weitere Professoren die ausnahmsweise zulässige Promotion befürworten. Dies waren nach Tagesspiegel-Informationen der Erstgutachter der Dissertation Peter Häberle sowie der Zweitgutachter Rudolf Streinz. Guttenberg konnte ferner die in seinem Fall benötigten beiden, mindestens mit "gut" bewerteten Seminarscheine vorlegen. Einer davon stammt aus einem Seminar mit Häberle, der zweite aus einer Lehrveranstaltung des mittlerweile ebenfalls emeritierten Professors Volker Emmerich. Der Dekan der Fakultät, Markus Möstl, verweigerte unter Hinweis auf den Datenschutz Auskünfte zum Zulassungsverfahren und zur Examensnote.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.02.2011 15:38.

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Schämen reicht nicht

von polis am 28.02.2011 15:31




Schämen reicht nicht


Sitte

Berlin (rdp/ots) - "Schämen reicht nicht, Frau Forschungsministerin", erklärt Petra Sitte, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen Übergabe eines Offenen Briefes von über 26.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Studierenden und Promovierenden an Bundeskanzlerin Merkel. "Die gesammelte deutsche Wissenschaftscommunity fordert von dieser Bundesregierung ein unmissverständliches Signal dafür, dass wissenschaftliche Täuschung und Betrug ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen. Die Resonanz auf den offenen Brief der Promovierenden ist überwältigend. Kanzlerin Merkel und Ministerin Schavan können jetzt zeigen, was ihre Rhetorik von wissenschaftlicher Exzellenz in der Bildungsrepublik wirklich wert ist." Sitte weiter:

Eine gute wissenschaftliche Praxis beruht auf der Transparenz und der Nachvollziehbarkeit der Arbeitsweise. Wer nicht offen legt, was er wie und unter Nutzung welcher Hilfsmittel erarbeitet hat, macht Wissenschaft unmöglich.

Herr zu Guttenberg hat bei der Abgabe seiner Dissertation ein Ehrenwort gegeben, das offensichtlich nichts wert war. Der mit hervorragender Bewertung ausgestattete Titel hat selbstverständlich auch seine politische Karriere befördert. Sollte er im Amt bleiben, wäre das ein Schlag in das Gesicht Zehntausender, die derzeit gewissenhaft und häufig unter schwierigen finanziellen Bedingungen ihre Dissertation erarbeiten.

Bei dem jetzt bereits nachgewiesenen Umfang an Plagiaten kann keinesfalls von einem Versehen oder Verirren die Rede sein. Die geltende Rechtsprechung sieht bereits bei einem deutlich geringeren Umfang an Plagiaten Vorsatz als gegeben an."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.02.2011 15:32.

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Wowereit begrüßt angekündigte Reform des türkischen Staatsbürgerschaftsrechts

von polis am 28.02.2011 15:07




Wowereit begrüßt angekündigte Reform des türkischen Staatsbürgerschaftsrechts


Wowereit

Berlin (rdp). Zur Rede des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan und der Vorabberichterstattung über die „Mipex-Studie“, die heute in Brüssel vorgestellt wird, erklärt der stellvertretende Parteivorsitzende, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit:

Von Düsseldorf hat Erdogan – neben durchaus problematischen oder zumindest missverständlichen Redepassagen – auch ein sehr wichtiges Signal an die in Deutschland lebenden Türkinnen und Türken ausgesandt. Seine angekündigte Reform des türkischen Staatsbürgerschaftsrechts ist ein Anreiz, der helfen wird, Identitätskonflikte zu minimieren und Integration zu fördern. Sein Vorstoß, in Deutschland lebenden Türkinnen und Türken die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft zu erleichtern, indem
ihre Rechte in der Türkei weitestgehend erhalten bleiben, ist zu begrüßen.

Andererseits sollte sich auch die deutsche Bundesregierung bei Fragen des Staatsangehörigkeitsrechts endlich bewegen. Aus rein ideologischen Gründen verweigert sie sich weiterhin, eine Modernisierung mitzutragen: So wird die Doppelte Staatsbürgerschaft von der Bundesregierung immer noch blockiert. Ebenso lehnt sie es ab, das Optionsmodell abzuschaffen. Mit dieser Regelung werden Kinder ausländischer Eltern, die hier in Deutschland geboren wurden, gezwungen, sich mit Erwerb der Volljährigkeit zu
entscheiden, welche Nationalität sie wählen.

Staatsbürgerschaft ist ein wichtiger Schlüssel zur Integration. Dass Deutschland vor allem in dieser Frage Defizite hat, macht auch die Vorberichterstattung über eine internationale Studie des British Council und der Migration Policy Group deutlich, die heute in Brüssel vorgestellt wird. Im Vergleich der 27 EU-Staaten, Norwegen, Schweiz, Kanada und USA weist der Migrant Integration Policy Index (Mipex) aus, dass es Migrantinnen und Migranten in Deutschland deutlich schwerer haben, die deutsche
Staatsbürgerschaft zu erlangen bzw. eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Hier besteht dringend Handlungsbedarf, um im internationalen Wettbewerb wieder attraktiver zu werden.

Es geht in einer vorausschauenden Integrationspolitik nicht um die Forderung nach reiner Anpassung oder gar „Assimilation“. Es geht darum, Zuwanderung als Bereicherung zu empfinden und durch Offenheit für unterschiedliche kulturelle Hintergründe ein Klima zu schaffen, in dem alle im Land lebenden Menschen sich akzeptiert fühlen und an den Möglichkeiten zu sozialem Aufstieg teilhaben können. Eine Grundvoraussetzung dafür ist selbstverständlich, dass alle Kinder – egal woher ihre Eltern stammen
– schon vor dem Besuch der Schule Deutsch lernen."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.02.2011 15:08.

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Das Szenario des Irak-Krieges darf keine Blaupause für Libyen werden

von polis am 28.02.2011 13:56




Das Szenario des Irak-Krieges darf keine Blaupause für Libyen werden


Gehrke

Berlin (rdp). „Politischer und diplomatischer Druck, eine weltweite Isolierung der libyschen Führung, das sind jetzt die notwendigen Mittel, um weiteren Gewaltexzessen des Gaddafi-Clans entgegen zu treten. Militärisches Säbelrasseln hingegen führt unweigerlich in eine verhängnisvolle Eskalationsspirale“, so Wolfgang Gehrcke zu den eskalierenden, gewaltsamen Versuchen von Muammar Gaddafi, seine Macht zu sichern. Der außenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

Wer militärische Gewalt ins Kalkül zieht und damit spielt, stärkt den Gaddafi-Clan. Außenminister Westerwelle wäre gut beraten, seine kriegerische Sprache zu mäßigen. Es ist unverantwortlich, davon zu sprechen, dass im Extremfall Spezialkommandos und Einsätze „zu Lande, zu Wasser und aus der Luft“ stattfinden sollen. So erinnern auch die Versuche der USA, eine Koalition der Willigen für die Einrichtung von Flugverbotszonen zu konstruieren, an die Anfänge des Irak-Krieges. Die Gefahr, dadurch in einen Krieg zu rutschen, vergrößert sich erheblich, da das Verbot notfalls mit Gewalt durchgesetzt werden müsste. Das Szenario des Irak-Krieges darf keine Blaupause für Libyen werden.

Die Bundesregierung sollte besser dafür eintreten, dass endlich mehr Flüchtlinge aufgenommen werden und die FRONTEX-Mitarbeit beendet wird, und endlich Waffenexporte, allerdings nicht nur für Libyen, sondern in den gesamten Nahen Osten unterbinden. Es wäre nicht klug, Libyen aus dem UNO-Menschenrechtsrat auszuschließen. Im Gegenteil: der Menschenrechtsrat muss sich mit Libyen nicht nur befassen, sondern direkt debattieren.“

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.02.2011 13:57.

Alter_Sack

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Re: BaWü-Linker Maurer: Bemerkenswerte Wendung bei SPD und Grünen

von Alter_Sack am 28.02.2011 11:59

Würde ich mir wünschen, allein schon wegen dem Gezeter und Geschrei der Gegenseite!

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Mit den vereinigten Armeen gegen Flüchtlinge …. etwas über die christlichen Grundwerte Europas

von polis am 28.02.2011 11:23




Mit den vereinigten Armeen gegen Flüchtlinge …. etwas über die christlichen Grundwerte Europas
Von polis-Gastautor Ulrich Kasparick



Still und klammheimlich kommt der Krieg. Man nennt ihn „Manöver“. Im April soll es beginnen. NATO-Generalsekretär Rasmussen hatte schon in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, daß „einige der Aktionen“ dieses „Manövers“ „UN-Mandat haben sollten“. Das lässt nichts Gutes ahnen.
Heute ist zu erfahren, daß Amerika und NATO „prüfen“, die Überflugsrechte über Libyen einzuschränken. Damit verbunden ist die Aufkündigung eines Nichtangriffpakts zwischen Italien und Libyen, versteckt in einem „Freundschaftsvertrag“, der nun „ausgesetzt“ ist.
Zwei deutsche Fregatten sind bereits ins „Einsatzgebiet“ unterwegs, wir erfuhren in der vergangenen Woche davon. Ein Mandat des Bundestages gibt es dafür nicht.
Aber, das scheint ja auch egal zu sein, denn soetwas kann man sich ja noch nachträglich besorgen. Im Denken des NATO-Generalsekretärs wird ja deutlich, wie die Reihenfolge ist: „einige Aktionen sollten ein UN-Mandat haben“….sagt er. Und meint: na, dann „besorgen“ wir uns eben eins…..
Wie im verlinkten Text der „Süddeutschen“ zu sehen ist, laufen die außenpolitischen Aktivitäten auf höchsten Touren. Auch der Bundesaußenminister meint, „darüber“ müsse man „zunächst mit der UN reden“. Aber dann wird das schon. Und, wie die Italiener meinen: „keine Option ist ausgeschlossen“. Also auch eine Invasion nicht.

Worum geht es im Kern?
1. Man will die Flüchtlingsströme möglichst in Afrika halten. Sie dürfen auf keinen Fall nach Europa kommen. Denn das würde den europäischen Frieden nun doch sehr gewaltig stören. Die reiche Welt will die Folgen ihrer Politik nicht sehen. Denn: die europäische Agrarsubventionspolitik, die Waffenhilfe, die Öl-Geschäfte – all das hat mit dazu beigetragen, daß es eine große Ungerechtigkeit und Armut in Afrika gibt. Europa hat einen großen Anteil an der Armut in Afrika. Wenn nun die Flüchtlinge aus Nordafrika nach Europa wollen – dann geht das zu weit. Wer will schon gern an seine eigenen Fehler erinnert werden. Deshalb sollen die Flüchtlinge in Afrika bleiben.

2. Man will weiterhin von den nordafrikanischen Öl-Quellen profitieren. Und man wird auch an den Agrarsubventionen nichts ändern. Europa will im Grunde weitermachen wie bisher. Nur eben: die Flüchtlinge stören.

3. Irgendwie muß „das da“ politisch stabilisiert werden. Deshalb wird von den Strategen gern davon gesprochen, es ginge um die „Sicherung der Demokratie“. Man verbreitet die Nachricht, eine NATO-Invasion finde ja nur statt, um „die Opposition“ zu stärken. Ah ja. Man ist dankbar für einen solch erklärenden Hinweis.

4. es geht also darum, daß die reiche Welt mit Hilfe ihrer vereinigten Armeen, die in der NATO zusammengeschlossen sind, eine Invasion in Afrika vorbereitet, um die Flüchtlinge möglichst in Afrika zu halten und doch den Zugang zu den Rohstoffen weiterhin zu sichern. Deshalb ist natürlich damit zu rechnen, daß die ganze „Aktion“ ein UN-Mandat bekommen wird. Klar. Denn die reiche Welt hat in der UN den größten politischen Einfluss.

Diese Invasion, die da derzeitig ganz im Stillen vorbereitet wird, während sich Deutschland über gewisse Promitionsverfahren aufregt, wird die Zustimmung in der deutschen Bevölkerung finden. Denn schließlich will niemand Flüchtlinge in der Nachbarschaft sehen. Sie stören den Sonntagsfrieden.
Schließlich will man weiterhin billige Bananen und Kaffee kaufen. Und man will weiterhin in Ruhe gelassen werden im reichen Europa…..da stören die Flüchtlinge einfach.

Daß die Vorbereitungen zur Invasion der reichen Welt in Nordafrika zu einem Zeitpunkt kommen, in denen peak-Oil überschritten ist, hat natürlich keinerlei Bedeutung. Es geht selbstverständlich überhaupt nicht darum, die letzten noch vorhandenen Öl-Reserven zu sichern. Nein, niemals! Es geht um die „Sicherung der Demokratie“ und die „Stärkung der Opposition“! So steht es in der Zeitung…..

Dieser sich abzeichnende Konflikt zeigt mit ungewohnter Direktheit und Brutalität den völligen moralischen Ausverkauf Europas und Nordamerikas.
Niemand redet gegenwärtig von einer eigentlich notwendigen Neuordnung der Weltmärkte. Niemand redet von der Abschaffung der europäischen Agrarsubventionen, niemand redet von der eigentlich notwendigen Unterstützung der nordafrikanischen und anderen afrikanischen Länder beim Aufbau einigermaßen tragfähiger wirtschaftlicher Strukturen.
Nein.
Es ist banaler: die Flüchtlinge dürfen nicht nach Europa, aber das Öl soll weiter fließen.

Das sind die eigentlichen Werte des christlichen Abendlandes.
Der Umstand, daß in der NATO nur Nationen verbunden sind, die sich „christlich“ nennen und auf „christlichen Grundwerten“ stehen, macht die Sache nicht besser.
Der Umstand, daß muslimische Länder oftmals zu den armen Ländern der Erde zählen, macht die Sache nicht besser.

Die reiche, christliche Welt, gegen die ärmere, muslimische Welt?
Geht es darum? Wird im Konflikt um Nordafrika eigentlich diese Schlacht geschlagen?
Wenn es so wäre, hätte Europa jetzt schon verloren.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.02.2011 11:23.
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