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Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt
von polis am 21.02.2012 14:16
Das Erste: Live im Ersten:
Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt
Sondersendung am 23. Februar 2012 von 10.30 bis 12.00 Uhr
München / Berlin (rdp) - Am Donnerstag überträgt Das Erste von 10.30 bis 12.00 Uhr die Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt aus dem Schauspielhaus auf dem Berliner Gendarmenmarkt live. Im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung stehen die Reden von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Angehörigen der Opfer.
Die musikalische Gestaltung übernehmen das Symphonieorchester der Universität der Künste Berlin und der Musiker Mousse T.
Als Gesprächspartner in der Sondersendung begrüßt Moderator Rainald Becker den Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir, die Kolumnistin Hatice Akyün und den Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky.
Lafontaine liebäugelt mit Nominierung eines Präsidentschaftskandidaten der Linken
von redaktion am 21.02.2012 11:40
Lafontaine liebäugelt mit Nominierung eines Präsidentschaftskandidaten der Linken
Lafontaine
Saarbrücken (ots) - Ex-Linken-Chef Oskar Lafontaine hat Sympathien für die Nominierung eines eigenen Präsidentschaftskandidaten seiner Partei. "Wenn alle in die falsche Richtung laufen und einen Kandidaten unterstützen, der den Abbau des Sozialstaats und den Krieg als Mittel der Politik für richtig hält, dann muss es wenigstens eine politische Kraft geben, die dagegen hält", sagte Lafontaine unter Verweis auf den Favoriten Joachim Gauck der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstag-Ausgabe).
Den von der Partei-Jugend ins Gespräch gebrachten Kabarettisten Georg Schramm nannte der Saarländer einen "interessanten Vorschlag". Wichtig sei, dass der Kandidat das Vertrauen der Bevölkerung genieße.
Zugleich bekräftigte Lafontaine, dass Gauck für die Linke nicht wählbar sei. "Wir können diesen Kandidaten, der etwas aus der Zeit gefallen ist, nicht mittragen", sagte Lafontaine. "Herr Gauck ist zum Beispiel für Hartz IV und den Afghanistan-Krieg. Schon deshalb können wir ihn unmöglich unterstützen".
Die Parteispitze der Linken will an diesem Donnerstag entscheiden, ob sie einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt.
Klären Sie, Herr Gauck - polis-Presseschau
von redaktion am 21.02.2012 10:28
Presseschau vom 21.02.2012
Joachim Gauck tut gut daran sich zu den politischen Vorwürfen an seine Person zu äußern.
Klären Sie, Herr Gauck
Die "überparteiliche" Nominierung von Joachim Gauck zum Bundespräsidentenkandidaten schafft keine politische Ruhe für Berlin. Im Gegenteil. In der Koalition gibts Streit um das Procedere und die Erpressung der Kanzlerin durch die FDP - im Internet tobt eine immer größer und heftiger werdende Diskussion um die Integrität Gaucks. Die Vorwürfe reichen von Nähe zu Sarrazins Thesen, sozialer Kälte, Beleidigung der Occupyszene, Ordoliberales Freiheitsverständnis, Neoliberales Marktverständnis. Gauck muss sich erklären. Besonders zu den "Sarrazinvorwürfen". Vor dem 18. März.
fr-online.de
"Gauck muss von Gerechtigkeit sprechen"
... Als Bundespräsident dürfe Joachim Gauck nicht nur von Freiheit reden, sondern müsse auch soziale Probleme ernst nehmen, sagt der Theologe und Ex-Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer - und wirft Gauck "ungeheure Arroganz" vor. ...
faz.net
„Wir sind keine verantwortungslosen Zocker"
... Führende FDP-Politiker haben ihre Festlegung auf Joachim Gauck verteidigt. Parteichef Rösler sieht die Koalition als nicht beschädigt an. Kritik am Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten kommt von Politikern der Grünen. ...
spiegel.de
Gaucks Gegner sammeln sich im Netz
... Die Web-Gemeinde wendet sich gegen ihren einstigen Liebling. Nun, da Joachim Gauck Bundespräsident werden soll, erregen sich Internetnutzer über dessen Bemerkungen zur Vorratsdatenspeicherung, zur Occupy-Bewegung - und zu Thilo Sarrazin. Ein Partyfoto sorgt außerdem für Häme. ...
taz.de
Bürger gegen Joachim Gauck
... Alle lieben diesen Mann. Wirklich alle? Linke Aktivisten und Migrantenvertreter stimmen nicht in den Jubel über den Präsidentschaftskandidaten Gauck ein. ...
nachdenkseiten.de
„Yes we Gauck" – Springer hat sich durchgesetzt
... Die Präsidentschaft von Joachim Gauck ist ein Produkt der Springer-Presse. Der rechtskonservative Zeitungskonzern hat nicht nur zur Popularität Gaucks wesentlich beigetragen sondern den Kandidatenvorschlag durch FDP, CDU/CSU und SPD sowie durch die Grünen erst möglich gemacht. Mit Gauck hat Schwarz-Gelb einen willkommenen Wahlhelfer gefunden, zumindest aber ist er ein Garant gegen jede Alternative zu einer neoliberal geprägten Politik in Deutschland. Von Wolfgang Lieb. ...
Foto: fr-online.de/dpa
Spielplanwechsel - polis-Presseschau
von redaktion am 20.02.2012 09:22
Presseschau vom 20.02.2012
Joachim Gauck wird neuer Bundespräsident.
Spielplanwechsel
Spielplanwechsel in Berlin. Vom wullfschen Trauerspiel zum gauckschen Schmierenstück. Joachim Gauck wird neuer Bundespräsident. Nachdem die FDP gestern Nachmittag dem Kandidaten von SPD und Grünen eindeutig das Wort redete und damit der Union die Koalitionspistole auf die Brust setzte, knickte die Kanzlerin ein. So bekommen wir nun einen Bundespräsidenten, dessen politische Bekenntnisse so gar nicht kongruent sind mit denen, die ihn ins Amt hieven. Außer mit denen der Union und der Kanzlerin. SPD und Grüne haben das noch nicht begriffen.
fr-online.de
Gauck lässt es in der Koalition krachen
... Über Joachim Gaucks Nominierung zum Bundespräsidenten sollte Erleichterung herrschen. Es gab kein langes Gezerre um Kandidaten. Doch weite Teile der Union fühlen sich von der FDP erpresst. Die Opposition stochert voller Vergnügen in den Wunden. ...
faz.net
Gauck soll Bundespräsident werden
... Union, FDP, SPD und die Grünen haben sich am Sonntagabend auf Joachim Gauck als gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten verständigt. Die Unionsparteien gaben am Sonntagabend nach einem Zerwürfnis mit der FDP ihren Widerstand gegen den parteilosen evangelische Pfarrer, einstiger DDR-Bürgerrechtler und früherer Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde auf. Zuvor war zwischenzeitlichen sowohl aus Union wie der FDP zu hören gewesen, der Fortbestand des Regierungsbündnisses sei gefährdet, nachdem sich die Partner nicht hatten einigen können. ...
spiegel.de
Jetzt also doch
... Es ist kurz nach halb zehn Uhr abends, als Joachim Gauck endlich auch mal was sagen darf. Seit rund zwanzig Minuten muss er sich von all diesen Politikern um ihn herum nun schon wahre Elogen auf sich anhören. Die Kanzlerin preist ihn, der SPD-Chef huldigt ihm und ebenso die Vorsitzenden von FDP, CSU und Grünen. Er freue sich darüber, sagt Gauck schließlich, keine Frage. ...
taz.de
Gemeinsamkeit geht vor
... Die Kanzlerin musste bei der Nominierung von Joachim Gauck etwas tun, was sie kaum mehr gewohnt ist: Angela Merkel gab dem Drängen der FDP nach. Und erklärte sich bereit, den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler zum Präsidenten zu machen. ...
Foto: screenshot/p-ffd.de
Man hat uns nicht geglaubt, weil wir Türken sind
von polis am 18.02.2012 14:14
Tochter des ersten Neonazi-Mord-Opfers:
Man hat uns nicht geglaubt, weil wir Türken sind
Anwalt: Betroffene wünschen öffentliche Verhandlung
Berlin (rdp) - Wenige Tage vor der offiziellen Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt im Berliner Konzerthaus am Donnerstag hat Semiya Simsek, die Tochter von Enver Simsek, dem ersten Opfer der rechtsextremen Mordserie, schwere Vorwürfe gegen die deutschen Ermittlungsbehörden erhoben. Im "Tagesspiegel am Sonntag" sagte sie: "Jahrelang hat die Polizei versucht, etwas aus uns herauszubekommen, was nicht da war. Man hat uns vorgeworfen, wir würden schweigen, weil wir Türken sind. Man hat uns auch nicht geglaubt, weil wir Türken sind." Simseks Anwalt, Jens Rabe, sagte dem "Tagesspiegel am Sonntag": "Meine Erfahrung als Opferanwalt ist, dass sich die Betroffenen vor allem eines wünschen: Dass es ein Verfahren und eine öffentliche Verhandlung gibt. Und natürlich, dass die Taten aufgeklärt werden."
Aufatmen! - polis-Presseschau
von polis am 18.02.2012 10:50
Presseschau vom 18.02.2012
Schloss Bellevue in Berlin: Gauck? Lammert? Göring-Eckard? Töpfer?
Aufatmen!
Es ist vorbei. Die Ära des Christian Wulff als Bundespräsident ist zu Ende. Sein gestriger Rücktritt setzte den Schlussakt in einem unwürdigen Trauerspiel um einen Mann, der viel kann, aber ganz sicher nicht Bundespräsident. Mit unverhohlener Unverhältnismäßigkeit hielt Wullf sein Amt und das Ansehen des Landes als persönliche Geisel. Erst mit der Anforderung des Staatsanwaltes auf die Aufhebung seiner Immunität kam die Einsicht. Bleibt zu hoffen, dass es die Kanzlerin nun ernst meint mit der Suche nach einem überparteilichen Konsenskandidaten. Kein weiteres asthmatisches Kaninchen aus dem merkelschen Zauberhut. Bitte!
fr-online.de
Wenn Merkel Bundespräsidentin wäre
... Angela Merkel könnte sich glatt selbst zur Bundespräsidentin ausrufen. Ihre Beliebtheit ist während der Wulff-Affäre(n) stetig gewachsen. Und das wahrscheinlich nicht zufällig. Ob es an ihrer Politik liegt, ist allerdings fraglich. ...
faz.net
Wulffs Kapitulation
... Bis zum bitteren Ende vermittelte Christian Wulff den Eindruck, dass sich die feindliche Welt da draußen doch die Zähne an ihm ausbeißen solle. Längst war da die Welt von Schloss Bellevue schon abgetaucht in einen gespenstischen Nebel aus Illusionen und Wirklichkeitsverlust. ...
spiegel.de
Kampf um Kandidat X
... Hinter den Kulissen des politischen Berlin wird heftig über die Nachfolgefrage für das Amt des Bundespräsidenten gerungen. Der Kreis möglicher Kandidaten lichtet sich: Die Opposition lehnt eine Berufung aus dem Bundeskabinett ab - und liebäugelt mit der Gauck-Lösung. ...
taz.de
Sein Abgang ist ihre Niederlage
... Im Verabschieden von Bundespräsidenten hat Angela Merkel inzwischen Routine. Um halb zwölf geht sie im Kanzleramt mit schnellen Schritten zu den Mikrofonen, stellt sich vor die Wand mit dem Bundesadler und liest mit ernster Miene eine Erklärung vom Blatt. 14 Sätze, ein paar Minuten, mehr braucht sie nicht. Abgang Merkel, Fragen sind nicht erlaubt. Eine halbe Stunde zuvor hat Christian Wulff im Schloss Bellevue neben seiner Frau seinen Rücktritt erklärt. ...
Foto: spiegel.de/dpa
Gabriel: EU soll Konten reicher Griechen sperren
von redaktion am 17.02.2012 11:25
Gabriel: EU soll Konten reicher Griechen sperren
Gabriel
Düsseldorf / Berlin (rdp) - Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat die Staatschefs der EU aufgefordert, ausländische Konten von reichen griechischen Steuerflüchtlingen zu sperren. "Warum sollte es nicht möglich sein, sich als EU darauf zu verständigen, die Konten wohlhabender Griechen zu sperren, bis diese Personen in ihrer Heimat ausstehende Steuern bezahlt haben?", sagte Gabriel der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe).
Die EU müsse Steuerflucht doch unterbinden können, wenn sie gleichzeitig Milliardenhilfen in Aussicht stellt. Das Sparprogramm, das die Troika der Geldgber Athen aufzwinge, treffe vor allem Rentner und Arbeitnehmer und schwäche so die Binnennachfrage, kritisierte Gabriel. "Ich glaube, die Grenze der Belastbarkeit ist in diesem Land ohnehin erreicht." Die Politik von Kanzlerin Merkel kritisierte er scharf. "So wie die Bundesregierung bisher die Krise managt, schlittert nicht nur Griechenland, sondern ganz Europa in eine tiefe Wirtschaftskrise, die am Ende auch uns erwischen wird."
Um 11 Uhr - polis-Presseschau
von redaktion am 17.02.2012 10:21
Presseschau vom 17.02.2012
Bundespräsident Wulff: Geplante Erklärung im Schloss Bellevue
Um 11 Uhr
Bundespräsident Wulff wird heute um 11 Uhr eine Erklärung abgeben. Es wird wohl seine Rücktrittserklärung sein. Eine halbe Stunde später wird sich die Bundeskanzlerin zu Wort melden. Die Beantragung der Aufhebung der Immunität Wulffs dürfte das "Durchhaltebestreben" des Bundespräsidenten gebrochen haben. Das Drama neigt sich dem Ende. Endlich.
fr-online.de
Time to say goodbye?
... Der Bundespräsident gibt um elf Uhr eine Erklärung ab, Kanzlerin Merkel verschiebt wegen der Affäre ihre Italienreise. Dieses Mal gibt es für Wulff wohl nur einen Ausweg - den Rücktritt. ...
faz.net
Wulff kündigt Erklärung an - Merkel verschiebt Italienreise
... Am Donnerstabend hat die Staatsanwaltschaft Hannover die Aufhebung der Immunität Wulffs beantragt - nun hat der Bundespräsident für den Vormittag eine Erklärung angekündigt. Kurz danach will auch Bundeskanzlerin Merkel sich an die Öffentlichkeit wenden. ...
spiegel.de
Wulff gibt um 11 Uhr Erklärung ab
... Christian Wulff will rasch auf die von der Staatsanwaltschaft geplanten Ermittlungen reagieren: Das Bundespräsidialamt kündigte eine Erklärung Wulffs im Schloss Bellevue für 11 Uhr an. Kanzlerin Merkel will 30 Minuten später eine Stellungnahme abgeben. ...
taz.de
Fünf mögliche Nachfolger
... Zwei Monate lang fast jeden Tag ein neuer Vorwurf – doch Bundespräsident Wulff ließ alles an sich abprallen. Nun wird er wohl zurücktreten. Wer folgt ihm? ...
Foto: spiegel.de/afp
Was macht ACTA? - polis-Presseschau
von redaktion am 16.02.2012 09:50
Presseschau vom 16.02.2012
Der Widerstand gegen das Anti-Piraterie-Abkommen Acta ist kontinuierlich gewachsen.
Jetzt warnen auch Rechtswissenschaftler.
Was macht ACTA?
Zehntausende, vorwiegend junge, Menschen waren am vergangenen Wochenende in zahlreichen deutschen Städten unterwegs, um gegen ACTA zu demonstrieren. ÂAnti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) ist ein multilaterales Handelsabkommen, mit dem Ziel Urheberrechte international zu schützen. Die Gegner sehen vor allem Probleme für die Freiheit im Internet und beklagen das Zustandekommen des Vertrages. In Deutschland ist die Ratifizierung von ACTA erst einmal ausgesetzt.
fr-online.de
"Das deutsche Urheberrecht ist veraltet"
... Piratenpartei-Chef Sebastian Nerz erklärt die Gründe für den Protest gegen das Urheberrechtsabkommen Acta. Er befürchtet, Die Fehler des veralteten deutschen Urheberrechts würden in Acta "zementiert". ...
faz.net
Schöpfung hat ihren Preis
... Im Internet gibt es bei vielen kein Unrechtsbewusstsein, was das Herunterladen kostenloser Inhalte angeht. Doch es lohnt sich auch und gerade dort, das Recht auf geistiges Eigentum zu schützen. Durch Abkommen wie „Acta" erfährt es eine eindrucksvolle Stärkung. ...
spiegel.de
Acta und die Politik des Abgrunds
... Der Copyright-Pakt Acta offenbart eine fundamental falsche Weichenstellung. Die Unterhaltungsbranche nimmt lieber den Kampf gegen das Netz auf, als sich um neue Geschäftsmodelle zu kümmern. Das rabiate Vorgehen erinnert an die Abschreckungspolitik des Kalten Krieges - und verprellt eine ganze Generation ... Von Sascha Lobo
taz.de
Geheim und undemokratisch
... Nach den massiven Protesten gegen das Anti-Piraterie-Abkommen formiert sich nun auch der Widerstand von Juristen. Sie plädieren für ein Vergütungssystem. ...
heise.de
Fair Use, GEMA weg und Creative Commons im öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Die bayerische FDP-Jugend fordert eine "Anpassung des Urheberrechts an die Medienrealität" ...
p-ffd.de
Was ist ACTA?
Ein Erklärvideo in deutscher Synchronisation ...
Foto: taz.de/dpa
Große Unterstützung für 6,5-Prozentforderung der IG-Metall
von redaktion am 15.02.2012 14:52
stern-Umfrage:
Große Unterstützung für 6,5-Prozentforderung der IG-Metall
Vor allem Arbeiter fühlen sich unterbezahlt
Hamburg / Berlin (rdp) - Die meisten Deutschen finden die Forderung der IG Metall nach 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt richtig. In einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern erklärten 53 Prozent der Befragten, ein Lohnplus von 6,5 Prozent sei angemessen. 5 Prozent schätzten diese Forderung noch als zu niedrig ein. 38 Prozent meinten, 6,5 Prozent seien zu hoch.
Vor allem viele Arbeiter würden gern mehr als die 6,5 Prozent in der Lohntüte sehen. Zwar beurteilen 51 Prozent von ihnen die IG-Metall-Forderung als angemessen, doch 14 Prozent halten sie zu für zu niedrig. Die Arbeiter sind auch die Gruppe, die am stärksten über eine zu geringe Entlohnung klagt: Fast zwei Drittel von ihnen (64 Prozent) fühlen sich unterbezahlt, nur etwas mehr als ein Drittel sind damit zufrieden (36 Prozent). Umgekehrt sieht es bei den Beamten aus: Hier äußern sich nur 34 Prozent unzufrieden mit ihrem Salär, zwei Drittel von ihnen (66 Prozent) sind damit zufrieden.
Fragt man die Arbeitnehmer, mit wie viel Gehaltserhöhung sie realistisch rechnen, liegen die Antworten deutlich unter der 6,5-Prozent-Marke. Ein Drittel (33 Prozent) vermutet nach der stern-Umfrage, dass es kein Cent mehr sein wird. 36 Prozent glauben an maximal zwei Prozent. Nur 27 Prozent sind überzeugt, dass sie am Ende tatsächlich drei Prozent oder mehr erhalten werden.
Die IG Metall will in der aktuellen Tarifrunde für die 3,6 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie bis zu 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt erstreiten. Offiziell wird die Prozentzahl am 24. Februar vom Bundesvorstand verkündet.


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