Der Müll bleibt hier - polis-Presseschau

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polis
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Der Müll bleibt hier - polis-Presseschau

von polis am 07.12.2010 08:54




Presseschau vom 07.12.2010



Röttgen punktet mit seinem Beschluss bei Atom-Gegnern


Der Müll bleibt hier

Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat den geplanten Atommülltransport von Ahaus ins russische Majak gestoppt. Vorerst. Die Anti-Atomkraftbewegung sieht sich bestätigt und schreibt sich das Ministerverbot als ihren Erfolg auf die Fahnen.





fr-online.de

Brennelemente: DDR-Atommüll bleibt in Ahaus

… Das Bundesumweltministerium hat den umstrittenen Transport von DDR-Atommüll in den russischen Atomkomplex Majak vorerst abgesagt. Minister Norbert Röttgen (CDU) erklärte am Montag, er stimme der noch für dieses Jahr geplanten Lieferung von 951 bestrahlten Brennelementen aus dem Zwischenlager im münsterländischen Ahaus nicht zu. Als Grund nannte er, dass die russische Wiederaufarbeitungsanlage derzeit nicht in Betrieb sei, wodurch „gegenwärtig“ nicht garantiert sei, dass die Brennelemente in Russland „schadlos verwertet werden“ können, so Röttgen. …




faz.net

Das Lager in der geheimen Stadt

… Der abgebrannte Kernbrennstoff aus dem Versuchsreaktor Rossendorf jedenfalls wird nun vielleicht niemals auf dem Betriebsgelände von Majak eingelagert werden. Das Problem jedoch, dass in Majak gewaltige Mengen an hochgefährlichem Atommaterial ohne jede internationale Kontrolle umgeschlagen, verarbeitet und gelagert werden, bleibt bestehen. Und andere Länder könnten wahrmachen, was in Deutschland tabu scheint: Die „unbefristete Zwischenlagerung“ von abgebranntem Kernbrennstoff in Russland – so wie es russische Gesetze erlauben und wie es von der russischen Regierung gewünscht ist. Im nächsten Jahr soll im sibirischen Krasnojarsk das erste russische Endlager in Betrieb gehen. Und wird groß genug sein für den Atommüll aus vielen Ländern. …




spiegel.de

Röttgen blockiert Castor-Transport nach Russland

… Er sehe nicht die Voraussetzungen für eine schadlose Verwertung der Brennelemente, erklärte Röttgen. Ein Hinweis für die fehlenden Voraussetzungen sei es, dass die russische Aufbereitungsanlage derzeit nicht in Betrieb sei. Der Umweltminister erklärte, seine Entscheidung sei "zunächst endgültig". Auf die Frage, ob ein Transport zu einem späteren Zeitpunkt in Frage kommen könnte, antwortete er ausweichend. Es werde bis zu einer Entscheidung "wohl Jahre dauern können", sagte der CDU-Politiker. …




taz.de

Castoren nach Majak? Njet!

… Doch auch die vorläufige Absage ist ein großer Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung. Russische und deutsche Atomkraftgegner hatten über Monate gewarnt, Majak habe durch eine ganze Serie von Unfällen mehr Radioaktivität freigesetzt als die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. ...

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.12.2010 09:04.

phantadu

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Beiträge: 723

Re: Der Müll bleibt hier - polis-Presseschau

von phantadu am 07.12.2010 11:42

Ich habe da so einen Verdacht: Nachdem eigentlich jedem klar ist, dass es über viele Jahrtausende keine sicheren Endlager geben kann, weil einfach die Erde zu instabil ist, würden die Verantwortlichen vermutlich am liebsten den gesamten Atommüll der ganzen Welt an einem Ort lagern bzw. entsorgen... Es ist schließlich deutlich einfacher, nur um ein "ewig totes Land" eine ewige Grenze ziehen, als um viele.... anders kann ich mir nicht erklären, wieso das Thema Atommüll bisher anscheinend nur die Atomkraftgegner interessiert.

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