Das Amt und die Vergangenheit - polis-Presseschau

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Das Amt und die Vergangenheit - polis-Presseschau

von redaktion am 30.10.2010 09:42




Presseschau vom 30.10.2010



Fischer während der Buchpräsentation: "Tief berührt"


Das Amt und die Vergangenheit

Die Studie „Das Amt“, noch von Außenminister Fischer bestellt, findet national und international enorme Resonanz. Die Ergebnisse zeigen vor allem, dass die Verklärung eines vom Nationalsozialismus entrückten Auswärtigem Amt ein Mythos ist. Die Diplomaten des Dritten Reiches befanden sich sehr wohl in freiwilliger Verstrickung zum Massen- und Völkermord der Nazis.





fr-online.de

Wir denken, es sei Geschichte

… Wir lesen in „Das Amt und die Vergangenheit“, wie aus Fremdenfeinden und Antisemiten Planer und Henker eines Massenmords wurden. Die Beamten des Auswärtigen Amts der NS-Zeit waren nicht alle Nazis. Aber von einigen wenigen abgesehen, die wirklich Widerstand leisteten oder sich tatsächlich zurückzogen, förderte die Mehrheit von ihnen die chauvinistische, hasserfüllte Politik des NS-Staats. Bis hin zur persönlichen Beteiligung an der Vernichtung der europäischen Juden. „Reisezweck: Liquidation von Juden“. …




faz.net

Der lange Schatten der Verbrecher-Mumien

… Eric Westervelt hat im National Public Radio die Studie eine „bestürzende Anklage gegen Deutschlands diplomatisches Corps der Kriegsjahre“ genannt. Die meisten amerikanischen Zeitungen berichten über die neuen Fakten. Vanessa Fuhrmans vom „Wall Street Journal“ aber betrachtet das Buch im Zusammenhang: Die Konfrontation mit der NS-Vergangenheit sei für Deutschland ein Prozess, in dem moralische Schuld immer weiteren Kreisen der Gesellschaft zugeschrieben wurde. …




spiegel.de

Fischer knöpft sich alte Diplomaten-Elite vor

… "Mit dem Weißewäschewaschen muss Schluss sein!" Ex-Minister Joschka Fischer verlangt Konsequenzen aus dem Historikerbericht zur Nazi-Vergangenheit des Auswärtigen Amtes. Bei der Verlagsvorstellung in Berlin protestiert er gegen die alten Eliten - und ehrt die Frau, die alles ans Licht brachte. …




sueddeutsche.de

Der Muff von 60 Jahren

… Es ist natürlich einer Reihe von Zufällen geschuldet, dass diese Sache jetzt so rund daherkommt. Dass nun, wo der erschütternde Bericht der Historikerkommission über die Rolle des Auswärtigen Amtes bei der Judenverfolgung und über die reibungslose Reintegration seiner Mitarbeiter in den diplomatischen Dienst der jungen Bundesrepublik vorliegt, gesagt werden kann: Ausgerechnet der frühere 68er Joseph Martin Fischer, der auf den Straßen Frankfurts gegen das Schweigen seiner Vätergeneration ankämpfte, hat mit einer schnellen Anordnung am Schreibtisch diesen Kampf mit 30 Jahren Verzögerung noch einmal geführt - und gewonnen. ...

Foto: spiegel.de/AFP

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Erzengel

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Beiträge: 83

Re: Das Amt und die Vergangenheit - polis-Presseschau

von Erzengel am 01.11.2010 18:37

Fuer mich wahr es immer schon klar, das mit dem "Amt". Außenmininster Stehen immer hinter dem Kanzler/in,schon wegen der Absprache auf den Ebenen der Politischen Entscheidungen.Und bei einem durchgenallten Kontrollmenschen Wie Hitler wußten die im" Amt" immer bescheid. Das die Typen "bewußte Amnesie"wie später auch andere "Kohl, Weihrauch, Koch,Scheuble, haben ist fuer mich keine Überraschung.

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