Mehr Integration wagen - polis-Presseschau
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Mehr Integration wagen - polis-Presseschau
von redaktion am 04.11.2010 08:58
Presseschau vom 04.11.2010

Kanzlerin Merkel mit Gipfelteilnehmern: Viertes großes Treffen im Kanzleramt
Mehr Integration wagen
Zum 4. Integrationsgipfel versammelten sich gestern 120 geladene Gäste im Bundeskanzleramt. Die Gastgeberin hatte kürzlich noch Multikulti als gescheitert erklärt, gab sich aber große Mühe Hoffnung zu verbreiten. Bis 2015 sollen alle Willigen ihren Integrationskurs absolviert haben. Integrationsunwillige sollen sanktioniert werden.

fr-online.de
Schnell fordern – langsam fördern
…
Glaubt man der Kanzlerin, dann wird Integration künftig messbar und konkreter. Garantieren soll das ein nationaler Aktionsplan, der den bereits existierenden Integrationsplan ergänzen soll. Er soll innerhalb eines Jahres erarbeitet werden und „klare Zielvorgaben“ auch für neue Themen wie etwa Pflege und Gesundheit oder die Aufnahme von mehr Migranten in den öffentlichen Dienst enthalten. …

faz.net
Merkel: Integration überprüfbar machen
… In Anspielung auf die Debatte über die von ihr formulierte Kritik an Thilo Sarrazin sagte Frau Merkel weiter: „Wir leben in einem Land, in dem darüber gesprochen wird, was in der Integration gelungen ist, in dem aber auch darüber gesprochen werden kann, was noch nicht gelungen sei“. Der Geschäftsführer des „Multikulturellen Forums“, Kenan Kücük, kritisierte die Kanzlerin, ohne sie namentlich zu nennen, als er sagte, in jüngster Zeit habe er immer wieder lesen und hören können, Multikulti sei gescheitert. …

spiegel.de
Nett lächeln, endlos ankündigen
Die Anerkennung ausländischer Diplome, individuelle Integrationspläne, mehr Geld für Brennpunkt-Kitas: Mit dem vierten Integrationsgipfel im Kanzleramt versucht die Regierung Merkel, nach der Sarrazin-Debatte die Deutungshoheit zurück zu erlangen - erfolglos. …

sueddeutsche.de
Der Sarrazin-Schock wirkt noch nach
… Kenan Kolat, der Vorsitzende des großen Dachverbandes Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD), bringt dies auch in der großen Runde zum Ausdruck. Behauptungen, die früher als Randerscheinungen abgetan worden seien, kämen nun aus der "Mitte der Gesellschaft", schreibt er in einem offenen Brief, der von mehr als 600 Unterstützern, meist Deutsch-Türken, unterzeichnet ist.
"Wir fühlen uns durch die derzeitige Diskussion diskreditiert", schreibt Kolat und warnt davor, dass sich wiederholen könnte, was Anfang der neunziger Jahre geschah: Damals führte eine aufgeheizte Debatte um die Einschränkung des Asylrechts zu Brandanschlägen auf türkische Familien, am Ende zu mehr als hundert rassistisch motivierten Morden. ...
Foto: spiegel.de/AFP


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