Massenunschuld - polis-Presseschau
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Massenunschuld - polis-Presseschau
von redaktion am 03.09.2010 08:42
Presseschau vom 03.09.2010

Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland im NRW-Innenausschuss.
Massenunschuld
Erst die Vorladung in den gestern tagenden Innenausschuss des NRW-Landtages brachte die Verantwortlichen der Love Parade-Katastrophe erstmals, nach dem Unglück, an einen Tisch. Verantwortung oder gar Schuld weisen sie alle weit von sich.

fr-online.de
Auftritt der Unschuldigen
… Sechs Wochen nach der Loveparade gibt es noch immer keine Schuldigen. Zum ersten Mal seit der Techno-Veranstaltung Ende Juli, bei der 21 Menschen ums Leben kamen, saßen sich die Verantwortlichen der Stadt, des Veranstalters Lopavent sowie der Polizei im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags gegenüber. Sie würdigten einander keines Blicks. Erstmals trat auch CDU-Oberbürgermeister Adolf Sauerland auf. Mit Schweißperlen auf der Stirn saß er wortkarg im vollen Saal. …

faz.net
Jäger gesteht ein: Polizei hat Fehler gemacht
… In seinem Bericht schildert der Innenminister zunächst abermals, dass der private Veranstalter der Loveparade die Polizei zu Hilfe rief, weil er mit seinen eigenen Ordnern nicht mehr in der Lage dazu war, Personenstauungen unmittelbar am Zugang zum Gelände aufzulösen. Deshalb wurden auf der Rampe und in den beiden Zugangstunneln Polizeiketten gebildet. Anders als offenbar zwischen Polizei und Veranstalter vereinbart, unterblieb die Abriegelung der beiden großen äußeren Vereinzelungsanlagen. …

spiegel.de
Keine Schuld, nirgends
Jeder kämpft gegen jeden: der Polizeichef kritisiert den Veranstalter, der Veranstalter kritisiert die Polizei - und Duisburgs OB Sauerland versucht sich in moralischen Plädoyers. Der Innenausschuss des NRW-Landtags hat wenig zur Aufklärung der Love-Parade-Katastrophe beigetragen …

taz.de
Sauerland im Innenausschuss
… Trotz Einladung ersparte sich Rainer Schaller, der Geschäftsführer der Lopavent GmbH, einen Auftritt vor dem Ausschuss. Er liess sich lieber durch Niko Härting vertreten. Das Statement des gutgebräunten und aalglatten Berliner Rechtsanwalts fiel kurz aus. Irgendein Verschulden des Veranstalters räumte er nicht ein. Auf kritische Fragen reagierte er ausweichend. "Lopavent hat die Veranstaltung nicht alleine gemacht und auch nicht alleine vorbereitet", sagte Härting. ...
Foto: taz.de/dpa


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