Der Wirtschaftskrieger - polis-Presseschau
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Der Wirtschaftskrieger - polis-Presseschau
von redaktion am 11.11.2010 08:57
Presseschau vom 11.11.2010

Bundesverteidigungsminister Guttenberg gefällt sich in der Rolle des Provokateurs.
Einen modernen Diskurs über die Aufgaben der Bundeswehr zu fordern, ist jedoch
alles andere als reine Provokation.
Der Wirtschaftskrieger
Verteidigungsminister zu Guttenberg hat neue alte Ideen. Auf einer Sicherheitstagung in Berlin empfiehlt er eine „offene und ehrliche Debatte über die Verbindung Wirtschaftsinteressen und Sicherheitspolitik“. Die einst massive Kritik an Bundespräsident Köhler, der das gleiche forderte, kann er „nicht nachvollziehen“.

fr-online.de
Deutsche Befindlichkeiten
Verteidigungsminister Guttenberg fordert einen "unverkrampften Umgang mit wirtschaftlichen Interessen in der Sicherheitspolitik". In Deutschland löst das heftige Gefühle aus. Die FR erklärt den Wirbel um Guttenbergs Äußerungen. …

spiegel.de
Merkel verteidigt Guttenberg
… Merkel machte jetzt deutlich: Guttenberg beziehe sich "zu Recht" darauf, was im Weißbuch aus dem Jahr 2006 "schwarz auf weiß" stehe. Im Weißbuch schätzt das Verteidigungsministerium die sicherheitspolitische Lage Deutschlands ein und analysiert, welche Aufgaben für die Bundewehr daraus erwachsen.
Die deutsche Sicherheitspolitik werde auch von dem Ziel geleitet, "die Interessen unseres Landes zu wahren" und "den freien und ungehinderten Welthandel als Grundlage unseres Wohlstandes zu fördern", zitierte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans aus dem Weißbuch. …

sueddeutsche.de
Kalkulierte Aufregung
...Karl-Theodor zu Guttenberg ist ein Mann mit vielen Gesichtern. Eine seiner liebsten Rollen ist die des Tabubrechers. Damit hat der Verteidigungsminister schon die Wehrpflicht ausgehebelt und eine Radikalreform der Bundeswehr angeschoben. Jetzt hat er mit seiner Kritik an der "Verklemmung" in der deutschen Debatte über die Wahrung von Wirtschaftsinteressen als Aufgabe der deutschen Sicherheitspolitik erneut einen Aufschrei der Empörung ausgelöst. Schon spricht die Opposition aufgeregt von Handelskrieg und Blutvergießen zur Durchsetzung schnöder deutscher Wohlstandswünsche. …

handelsblatt.com
Zu Guttenberg im Kreuzfeuer der Opposition
… Der SPD-Verteidigungsexperte Walter Kolbow erklärte, zu Guttenberg spiele leichtfertig mit dem Gedanken, den Verteidigungsauftrag in einen offensiven Interventionsauftrag zur Durchsetzung deutscher Wirtschaftsinteressen umzuinterpretieren. "Überlegungen, dass deutsche Soldatinnen und Soldaten in Zukunft Wirtschaftskriege führen könnten, sind abwegig und gefährlich. Der Verteidigungsminister muss sich umgehend davon distanzieren." ...
Foto: sz.de/dpa


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