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by: polis at 04.11.2009 09:21:46
polis-ffd.de
Presseschau vom 04.11.2009

Angela Merkel im Opel-Stammwerk in RĂŒsselsheim: Enormer Affront fĂŒr die Kanzlerin Foto: spiegel.de
… is not amused
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist stinkesauer. Nach monatelangem Tauziehen hat sich der Verwaltungsrat von General Motors entschlossen Opel nicht zu verkaufen. Die Bundesregierung fordert 1,5 Milliarden zurĂŒck.

fr-online.de
General Motors verkauft Opel nicht
Paukenschlag im Poker um Opel: Der US-Autobauer General Motors (GM) will seine deutsche Tochter nun doch nicht verkaufen, sondern sanieren. Dies teilte das Unternehmen nach einer Sitzung des GM-Verwaltungsrats in Detroit mit.
Der Verwaltungsrat sprach sich gegen den Verkauf von Opel aus. Nun will GM Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall in Eigenregie sanieren. Bei der Bundesregierung und beim Opel-Betriebsrat stieĂ die Entscheidung in der Nacht auf EnttĂ€uschung und UnverstĂ€ndnis. Der Bund forderte die bislang gezahlten 1,5 Milliarden Euro fristgerecht zurĂŒck. Die Opel-Arbeitnehmer sehen die Werke Antwerpen, Bochum und Kaiserslautern akut gefĂ€hrdet….

spiegel.de
Querschlag aus Detroit brĂŒskiert Merkel
Auf den Pomp folgte der Paukenschlag: Kaum hatte Angela Merkel nach ihrer glanzvollen Rede im Kongress Washington wieder verlassen, vermasselte ihr eine Hiobsbotschaft die schönen Schlagzeilen. Die Entscheidung von General Motors, Opel doch nicht an Magna zu verkaufen, trifft die Kanzlerin empfindlich.
Die Botschaft kam aus Detroit, der desolaten "Motown", und sie war befĂŒrchtet worden.
Trotzdem muss sie die Kanzlerin hart getroffen haben auf ihrem RĂŒckflug nach Berlin: Der Verwaltungsrat von General Motors (GM) hatte getagt, wĂ€hrend sie sich in Washington feiern lieĂ - und beschlossen, die deutsche Tochter Opel doch zu behalten, statt sie wie vereinbart mehrheitlich an ein Konsortium aus dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und der russischen Sberbank zu verkaufen……

faz.de
GM will seine Tochter doch behalten
…..Die Bundesregierung hat mit EnttĂ€uschung auf den ĂŒberraschend geplatzten Verkauf von Opel reagiert. „Die Bundesregierung bedauert die Entscheidung des Verwaltungsrates von General Motors, Opel nun in eigener Regie zu restrukturieren und im Konzern zu behalten“, erklĂ€rte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in der Nacht. Damit sei ein Investorenprozess abgebrochen worden, der ĂŒber einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten von allen Beteiligten intensiv gefĂŒhrt worden sei. Das bis zuletzt auch von GM favorisierte Konzept des kanadischen Zulieferers Magna und dessen russischen Partners Sberbank habe eine ĂŒberzeugende industrielle Logik gehabt……

sueddeutsche.de
General Motors will Opel doch behalten
…..UngeklĂ€rt ist nun, wie die Sanierung unter GM-Regie laufen soll. Nach frĂŒheren PlĂ€nen des US-Konzerns sollen mindestens 11.000 ArbeitsplĂ€tze gestrichen werden. Zudem plante General Motors WerksschlieĂungen, etwa im belgischen Antwerpen. Bedroht war demnach auch der deutsche Standort Eisenach, den GM verkaufen wollte. Magna wollte hingegen 10.500 der europaweit 50.000 ArbeitsplĂ€tze bei Opel abbauen.
Mit der Entscheidung, Opel nun doch behalten zu wollen, brĂŒskiert GM die Bundesregierung und die vier deutschen LĂ€nder mit Opel-Standorten, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und ThĂŒringen. Der hessische MinisterprĂ€sident Roland Koch kritisierte die Entscheidung scharf. "Angesichts der negativen Erfahrungen" der letzten Jahre mit GM mache er sich "groĂe Sorgen um die Zukunft des Unternehmens und seiner ArbeitsplĂ€tze", sagte Koch.
Es ist absehbar, dass GM von den BeschĂ€ftigten erhebliche ZugestĂ€ndnisse einfordern wird. Kurz vor der Entscheidung hatten sich die europĂ€ischen BetriebsrĂ€te und nationalen Arbeitnehmervertreter von Opel mit Magna auf ein umfangreiches Sparpaket geeinigt. Es sollte ein Volumen von 1,6 Milliarden Euro haben und sah eine jĂ€hrliche Kostensenkung von 265 Millionen Euro bis 2014 vor…..


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